Vereinbarung zwischen Bund und Stadt für den Neubau der Europastraßenbrücke unterzeichnet

18. Juli 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Oberbürgermeister Manfred Schilder und Staatssekretär Gerhard Eck haben gestern eine Vereinbarung unterzeichnet und damit den Neubau der Brücke Europastraße über die Autobahn A96 beschlossen. Zu diesem feierlichen Anlass waren zahlreiche Vertreter aus Politik und regionaler Wirtschaft ins Rathaus gekommen.

Der Unterzeichnung vorausgegangen war ein positiver Stadtratsbeschluss, der mit großer Mehrheit für einen Neubau ausfiel und von Vertretern der Wirtschaft, die im Gewerbegebiet Nord angesiedelt sind, mit angestoßen und begleitet wurde.

Denn, so erinnert Staatssekretär Gerhard Eck, nur eine florierende Wirtschaft und entsprechende Steuereinnahmen machten es dem Staat möglich, jede Art von Wünschen und Notwendigkeiten der Menschen innerhalb eines funktionierenden Staates zu erfüllen. Und nur mit einer funktionierenden Infrasturktur können sich Unternehmen positiv entwickeln.

Die Brücke wird nun von zwei auf insgesamt sechs Spuren erweitert. Damit wird laut Oberbürgermeister Manfred Schilder nicht nur der Flaschenhals der Europastraße beseitigt, sondern vorausschauend zusätzliche Kapazität für die Entwicklung des Gewerbegebietes Nord, wie auch die Voraussetzungen für eine Ertüchtigung der Europastraße geschaffen.

Neben der verkehrlichen Verbesserung der Europastraße, ermöglicht das Bauprojekt zusätzliche Maßnahmen im Bereich des Autobahnkreuzes. So wird die Spannweite vergrößert und Platz für zusätzliche Verflechtungsspuren auf der A96 geschaffen, sowie in Koordination mit dem Ausbau der A7 nördlich von Memmingen geplant.

Aber auch angrenzende Ortsteile wie Steinheim sollen dadurch entlastet werden, daher sei eine Verbesserung der Infrastruktur notwendig, so Schilder weiter.

Staatssekretär Eck freut sich besonders darüber, dass die Entscheidung für den Brückenneubau so schnell getroffen werden konnte. Und auch für eine zügige Realisierung sieht Eck gute Chancen, da erste Planungsbüros bereits beauftragt seien.

Dies unterstrich Oberbürgermeister Manfred Schilder und möchte den Brückenneubau in rekordverdächtiger Zeit vorantreiben: Bereits in vier Jahren könne die neue Brücke stehen, sofern alles reibungslos abliefe.

Die Kosten liegen nach aktuellen Schätzungen zwischen 7 und 8 Millionen Euro und werden durch diese „Kreuzungsvereinbarung“ zwischen der Stadt und dem Bund im Verhältnis von 28 zu 72 Prozent auf Stadt und Bund verteilt. Zusätzlich kann die Stadt Memmingen noch mit einer Förderung durch die Regierung von Schwaben rechnen.

Maßgeblich zum Erfolg mit beigetragen hat der Landtagsabgeordnete und Stadtrat Klaus Holetschek, der sich zu einigen Gesprächen mit Staatssekretär Gerhard Eck im Vorfeld in München traf, um das Vorhaben voranzutreiben und eine finanzielle Unterstützung durch den Bund zu erwirken.

Fotos:

Bild 1: Oberbürgermeister Manfred Schilder (li. Bild) und Staatssekretär Gerhard Eck (re. Bild) erläutern Details über die Notwendigkeit und die geplante Umsetzung der neuen sechsspurigen Brücke über die Europastraße.
Bild 2: OB Manfred Schilder (re.) und Staatssekretär Gerhard Eck (mitte) bei der Unterzeichnung der Vereinbarung über den Neubau der Europastraßenbrücke über die Autobahn A96. Links im Bild der Landtagsabgeordnete und Stadtrat Klaus Holetschek.

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