Erster Sieg für den FC Memmingen gegen SV Seligenporten

26. Juli 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Erster Sieg am dritten Spieltag: Fußball-Regionalligist FC Memmingen hat sein Heimspiel gegen den SV Seligenporten verdient mit 4:2 (3:2) gewonnen. In der ersten Halbzeit vor 665 Zuschauern bei nasskaltem Wetter fielen allein schon fünf Treffer. Matchwinner war der überragende Muriz Salemovic, der selbst zweimal traf, neben Krogler und Kircicek.

Memmingen (rad/ass). FCM-Cheftrainer Stefan Anderl ging nach den beiden Auftaktniederlagen mit gemischten Gefühlen in die Partie, zumal er erneut auf Abwehrchef Sebastian Schmeiser (krank) und auch auf Außenverteidiger Fabian Lutz (Studium) verzichten musste.

Der SV Seligenporten, für den es das erste Saisonspiel war, erwischte den besseren Start. Schon nach acht Minuten zappete der Ball im Memminger Tor. Raffael Kobrowski traf nach einer Flanke von Stanislaus Herzel. Das Gute am frühen Rückstand: Es blieb noch genügend Zeit, der Partie eine Wende zu geben.

Furkan Kircicek näherte sich gefährlich ans Gästetor an, aber sein Kopfball nach Salemovic-Flanke ging drüber (12.).

Wie es geht, zeigte der FCM kurz darauf in der 18. Minute: Daniel Zweckbronner legte Salemovic vor, der zum 1:1 einschob. Nun war Memmingen im Spiel, doch auch die Gäste zeigten Präsenz mit durchaus gefährlichen Aktionen und bisweilen auch mit Härte.


Memmingens Antwort kam sportlich: Nach einem Nikolic-Freistoß stand Fabian Krogler goldrichtig und drückte den Ball zur 2:1-Führung ins Netz.

Der für Christoph Mangler aus taktischen Gründen früh gekommene Marco Schad legte per Kopf zurück auf Furkan Kircicek, der sich gut durchsetzte und zum 3:1 nach 34 Minuten einschob. Die Freude währte wiederum nur zwei Minuten. David Anzenhofer verlor ein Duell gegen Katidis, der mit einem vehementen Schuss auf 2:3 verkürzte.

Die Partie blieb offen. Dennoch hätte es nach 59 Minuten im Seligenportener Gehäuse klingeln müssen: Zunächst landete ein Kopfball von Stefan Heger am Pfosten, den Abpraller schob Kircicek in die Hände des Keepers.

Fünf Minuten nach der Großchance dann doch das 4:2 für die Memminger: Edeltechniker Salemovic schnappte sich den Ball im Mittelfeld, ließ eine ganze Reihe von Gegenspielern einschließlich Torhüter stehen.

Seligenporten gab weiter nicht ab, ließ durch Wolemann und Weber zwei Gelegenheiten liegen. Viel mehr ließen die Memminger aber nicht mehr zu und letztendlich brachen die Hausherren den Vorsprung verdient über die Zeit, um ihren ersten Saisonsieg zu feiern.

Aufstellung FC Memmingen: Gruber – Zweckbronner, Anzenhofer, Schröder, Buchmann – Kircicek (76. Rietzler) , Nikolic, Heger, Mangler (23. Schad) – Krogler (74. Hayse), Salemovic.

Aufstellung SV Seligenporten: Kolbe – Schäf, Olschewski, Woleman, Neuerer – Herzel (77. Wöllner), ‚Schelle (55. Dittrich), Weber, Katidis – Yekin(67.  D’Adamo) – Kobrowski.

Tore: 0:1 (8.) Kobrowski, 1:1 (18.) Salemovic, 2:1 (26.) Krogler, 3:1 (32.) Kircicek, 3:2 (36.) Katidis, 4:2 (64.) Salemovic. – Schiedsrichter: Kreye (Warmensteinach). – Gelbe Karten: Hayse / Schelle, Neuerer. – Zuschauer 665.

Am Freitag nachlegen in Ingolstadt, und: Auslosung der ersten Hauptrunde im BFV-Toto-Pokal am Sonntag

Memmingen (ass). Das Durchatmen über den ersten Sieg in der noch recht jungen Regionalliga-Saison war beim FC Memmingen deutlich zu hören. Nach dem 4:2 Heimsieg am Dienstagabend gegen den SV Seligenporten bleibt aber nicht viel Zeit zum Durchschnaufen: Zum Abschluss der ersten „englischen Woche“ geht es schon am Freitagabend (19 Uhr) beim FC Ingolstadt weiter.

Die Ausgangssituation

Die Ingolstädter Bundesliga-Reserve kam zum Start bei den Bayern-Amateuren mit 0:5 unter die Räder und hatte auch beim 1:3 in Bayreuth nicht viel zu bestellen. Beim aktuellen Schlusslicht will der FCM gleich nachlegen und am vierten Spieltag den Sprung in die vordere Tabellenhälfte schaffen.

Die gegnerische Mannschaft

Bekannteste Namen beim FCI II sind Trainer und Ex-Profi Stefan Leitl (39) und Patrick Hasenhüttl (20), Sohn von Leipzig-Coach Ralf Hasenhüttl. Mit dem 27-jährigen Jonathan Kotzke (u.a. Wiesbaden, Chemnitz, Aalen, Regensburg, 1860 München) wurde ein zweitliga-Erfahrener Führungsspieler verpflichtet. Er soll die nochmals verjüngte Mannschaft führen.

Das FCM-Personal

Bis auf die Langzeitverletzten sind die Memminger in der Freitagspartie wieder komplett. Sebastian Schmeiser fehlte krank gegen Seligenporten, Fabian Lutz aus Studiengründen. Beide rücken wieder auf ihre angestammten Positionen in der Abwehr. Auch Cheftrainer Stefan Anderl ist wieder zurück. Er war eigens für das Seligenporten-Spiel von einer beruflichen Fortbildung aus Italien angereist und war gleich nach dem Abpfiff wieder zurückgefahren. Die Trainingsleitung in dieser Woche und Vorbereitung auf das Ingolstadt-Gastspiel hat Co-Trainer Andreas Köstner übernommen.

Bisherige Vergleiche

Die Bilanz spricht leicht für Memmingen (7 Siege, 4 Unentschieden, 5 Niederlagen). In der vergangenen Saison konnte der FCM einen hohen 5:1 Auswärtssieg in Ingolstadt landen, zuhause gab es einen klaren 3:0 Erfolg.

Der Pokal

Am kommenden Sonntag wird vor der Zweitliga-Partie zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem 1. FC Kaiserslautern die erste Hauptrunde im BFV-Toto-Pokal ausgelost.

64 Mannschaften sind qualifiziert. Der FC Memmingen befindet sich unter den acht Vereinen im nicht leichten Regionaltopf 6 mit den Kreissiegern SV Ungerhausen (Kreisliga) und TSV Burgau (Kreisliga).

Außerdem sind hier der Landesligist Türk SV Augsburg, die Bayernligisten TSV Schwaben Augsburg und TSV Schwabmünchen sowie Regionalliga-Konkurrent FV Ilertissen vertreten.

Zunächst dürfen sich die Kreissieger ihre Gegner aussuchen, danach werden die weiteren Partien gelost. Sollten die Kreissieger sich nicht die Allgäuer herauspicken, dann kann schon in der ersten Runde mit einem Bayernligisten ein vergleichsweise schwerer Gegner drohen.

Gespielt werden die Partien am 8./9. August.

Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen (beim Spiel gegen den FC Ingolstadt)

Tor: Martin Gruber – Abwehr: Daniel Zweckbronner, Sebastian Schmeiser, René Schröder, Fabian Lutz – Mittelfeld: Furkan Kircicek, Branko Nikolic, Stefan Heger, Tim Buchmann – Angriff: Fabian Krogler, Muriz Salemovic.

Auswechselspieler: David Anzenhofer, Philipp Boyer, Andras Fülla, Lukas Rietzler, Marco Schad, Jamey Hayse, Achim Speiser, Christoph Mangler, Fabio Zeche (Tor).

Schiedsrichter: Manuel Steigerwald (Gräfendorf/Unterfranken); Assistenten: Steffen Ehwald, Hannes Hemrich.

Fotocredit: (C) Olaf Schulze.

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