Briefmarkenliebhaber treffen sich in Memmingen mit Auktion zugunsten des Kinderhospiz

29. August 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Briefmarkenliebhaber aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland zeigen  von Freitag, 1. September,  bis Sonntag, 3. September 2017, in der Stadthalle Memmingen beim internationalen Philatelistentreffen „Alpen-Adria 2017“ ihre Sammlungen. 73 Sammler stellen sich einer Jury. Gleichzeitig findet die Jugendausstellung „15. Najubria“ statt, mit 43 Kindern und Jugendlichen. Das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach steht im Mittelpunkt der dreitägigen Veranstaltung.

Bei der „Alpen-Adria 2017“ stellen sich auf den Rang 1-Ausstellungen 73 Sammler in acht verschiedenen Kategorien einer Jury. Ebenfalls von einer speziell für Jugendsammlungen geschulten Jury werden bei der gleichzeitig stattfindenden Jugendausstellung „15. Najubria“ 43 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 21 Jahren in vier Altersklassen bewertet.

Die letzte Jugendausstellung in dieser Größenordnung fand vor 14 Jahren statt. In Memmingen ist es die erste dieser Art in Bayern.

 

Jährlich eine Ausstellung in einem Mitgliedsland

Die Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria Sektion Philatelie ist ein im Jahr 1995 gegründeter Zusammenschluss zur Förderung der Philatelie im Alpen-Adria-Raum. Heute gehören ihr Regionen aus den Ländern Schweiz, Italien, Österreich, Ungarn, Kroatien, Slowenien und Deutschland an. Jährlich findet in einem Mitgliedsland eine Briefmarken-Ausstellung statt – in diesem Jahr in Memmingen.

Das Kinderhospiz im Mittelpunkt

Das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach steht im Mittelpunkt der dreitägigen Veranstaltung. Marlies Breher, Vorstandsvorsitzende der Süddeutschen Kinderhospiz-Stiftung, und der Präsident des Bund Deutscher Philatelisten e.V. Uwe Decker übernahmen die Schirmherrschaft und eröffnen offiziell die Ausstellung am Freitag, dem 2. September, um 15 Uhr.

Handgemalte Briefmarken

Im Vorfeld wurden Briefmarken gestaltet, die Kinder aus Kinderhospiz St. Nikolaus mit ihrer Maltherapeutin gemalt haben.

In 10er-Bogen werden die Sondermarken zugunsten der Einrichtung verkauft.

Dazu gibt es noch einen passenden Sonderumschlag und einen Sonderstempel, die von der Deutschen Post AG nach Gestaltungswunsch des Kinderhospizes kostenlos  hergestellt wurden und nur während der Veranstaltung bei der Sonderfiliale der Post zum Einsatz kommen.

Beim Sonderpostamt können auch die Briefmarken und andere Erzeugnisse der Post käuflich erworben werden.

 

 

Briefmarkenauktion zugunsten des Kinderhospiz St. Nikolaus

Als Höhepunkt wird am Samstag, dem 2. September, ab 11 Uhr eine Briefmarkenauktion zugunsten des Kinderhospizes durchgeführt.  Das angebotene Material wurde von Briefmarkensammlern, Briefmarkenhändlern und Auktionsfirmen gespendet.

Wolfgang Lang, 1. Vorsitzender des Deutschen Händlerverbandes, und Christoph Gärtner von Europas größtem (weltweit zweitgrößtem) philatelistischen Auktionshaus Christoph Gärtner übernahmen die gesamten Vorarbeiten von der Losbeschreibung bis zur Erstellung des Auktions-kataloges und die Durchführung der Auktion in der Stadthalle.

Franz Fedra, Betreiber der Internetplattform „Philasearch“, stellt diese Auktion kostenlos ein und sorgt für eine weltweite Verbreitung der angebotenen Briefmarken und Belege. Ab Mitte Juli ist das Gesamtangebot unter www.philasearch.de zu begutachten.

Tombola und Sonderpostfiliale

Was Kinder und Jugendliche unter Anleitung von engagierten Erwachsenen mit ihrem Hobby gestaltet haben, können die Besucher der gleichzeitig stattfindenden 15. NAJUBRIA bestaunen.

Am  Info-Stand gibt es für die jugendlichen Besucher eine Wühlkiste mit Briefmarken, Tipps und Tricks zum Briefmarkensammeln und vieles mehr. Die Einnahmen einer Tombola mit schönen Gewinnen fließen der Spendenaktion zugunsten des Kinderhospizes zu.

An der Sonderpostfiliale kommen neben dem  Sonderstempel für das Kinderhospiz weitere mit Kater Mikesch, mit dem Reformator Christoph Schappeler und St. Martin sowie mit der Abbildung der Stadthalle zum Einsatz.

 

Öffnungszeiten:

Freitag, 1. September, und Samstag, 2. September, von 10 bis 18 Uhr, am Sonntag von 10 bis 13 Uhr, die 15. Najubria endet erst um 16 Uhr.

Ein Haus voller Leben – Kinderhospiz St. Nikolaus

Das Kinderhospiz St. Nikolaus ist eine Anlauf- und Erholungsstätte für Familien mit unheilbar und lebensverkürzend erkrankten Kindern und Jugendlichen. „Sich gut aufgehoben fühlen“ sollen sich hier nicht nur die schwerkranken Kinder, sondern auch die Eltern und Geschwister. Ziel der Einrichtung ist es, die Familien während der Krankheit, des Sterbens und bei der Trauer zu unterstützen und zu begleiten.

Eine Entlastung vom anstrengenden Familienalltag erfahren sie bereits ab der Diagnosestellung einer lebensverkürzenden Krankheit. Ganzheitliche medizinische Versorgung geht dabei Hand in Hand mit professioneller Pflege und psychosozialer Unterstützung.

Leider gibt es keine kostendeckende Finanzierung für Kinderhospize in Deutschland. Die Kranken- und Pflegekassen übernehmen einen Teil der Kosten für den Aufenthalt der unheilbar erkrankten Kinder. Die Aufenthalte der gesunden Familienmitglieder, d.h. der Eltern und Geschwister, werden aus Spenden finanziert.

Für die gesamte Finanzierung sind der Förderverein Kinderhospiz im Allgäu e.V. sowie seine eigene Süddeutsche Kinderhospiz-Stiftung zuständig. Für den laufenden Betrieb wird  aus Spenden und Fördermitteln eine jährliche Summe in Höhe von einer Million Euro benötigt.

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