Gran Premio de Aragón: Cortese erneut in den Top-10 und Schrötter tapfer gekämpft

26. September 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Sandro Cortese holte im Aragon Grand Prix Platz neun und damit sein zweites Top-10-Ergebnis in Folge. Dynavolt Intact GP-Kollege Marcel Schrötter musste nach einer beeindruckenden Rückkehr an diesem Wochenende aufgrund großer Schmerzen im Rennen am Ende doch leider aufgeben, nachdem er im Qualifying Spitzenzeiten abgeliefert hatte.

Mit nur rund drei Zehntel Rückstand zur Pole-Position erzielten die Dynavolt Intact GP-Fahrer Marcel Schrötter und Sandro Cortese im Qualifying für den Großen Preis von Aragon (Spanien) am Samstag die Startplätze acht und neun.

Schon am Freitag konnte man sehen, dass Marcel Schrötter trotz langer Verletzungspause und Schmerzen in seinem operierten linken Handgelenks-Kahnbein, erstaunlicherweise auf der Rennstrecke sehr gut dabei war. Im letzten Freien Training am Samstagmorgen näherte er sich der Spitze bereits auf 0,6 Sekunden, lag zu dem Zeitpunkt aber noch an 14. Position. Im Qualifying knallte er sofort zu Beginn eine Zeit hin, mit der sich der 24-Jährige bis zehn Minuten vor Schluss auf dem vierten Platz behauptete.

Das Rennen am Sonntag

Alle Trainings-Sessions und die Rennen der Moto3- und Moto2-Klassen verspäteten sich am Sonntagmorgen wegen dichten Nebels im MotorLand Aragon in Spanien.

Als die Sonne die Schwaden vertrieben hatte, traf Sandro Cortese im verkürzten Warm-Up an 11. Stelle die letzten Vorbereitungen für das nachfolgende Rennen. Nach seinem sechsten Platz vor zwei Wochen in Misano im Regen, führte der 27-Jährige im Aragon-GP spannende Duelle gegen Alex Marquez und Takaaiki Nakagami.

Alex Marquez fiel frühzeitig aus, während sein japanischer Rivale vorn entkam und gleichzeitig von hinten Francesco Bagnaia anbrauste. Den konnte Sandro allerdings gut in Schach halten und schließlich mit dem neunten Platz auch im Trockenen zeigen, dass sein Weg in die richtige Richtung verläuft.

Sieben Punkte flossen in Sandro’s WM-Wertung, wo er weiterhin den 18. Rang besetzt. Elf Punkte trennen ihn nun vor der Asien-Tour, die im Oktober nach Japan, Australien und Malaysia führt, von den Top-15.

Marcel Schrötter gelang mit dem zweiten Platz im Warm-Up hinter WM-Leader und letztendlichem Aragon-Sieger Franco Morbidelli ein rasanter Start in den Tag seines ersten GPs seit dem Sachsenring vor 12 Wochen (3 Monaten)!

Doch im Laufe des 21-Runden-Battles wurden die Schmerzen in der linken Hand zunehmend stärker und der 24-Jährige musste schließlich vier Runden vor Schluss aufgeben, nachdem er zuvor tapfer an 12. und 13. Position gekämpft hatte. Dennoch kein Grund enttäuscht zu sein, denn an diesem Wochenende legte er ein Wahnsinns-Comeback hin. Jetzt hat er drei Wochen Zeit, damit seine Kahnbein-Fraktur weiter ausheilen kann und dann wird im Land der aufgehenden Sonne in Japan vom 13. bis 15. Oktober neu angegriffen!

Zuvor jedoch verweilt die Dynavolt Intact GP-Mannschaft am Montag einen weiteren Tag im MotorLand Aragon und nimmt am offiziellen Moto3- und Moto2-Ein-Tages-Test teil.

Rennen:

  1. Franco MORBIDELLI / ITA / KALEX
  2. Mattia PASINI / ITA / KALEX
  3. Miguel OLIVEIRA / POR / KTM

:

  1. Sandro CORTESE / GER / SUTER

– Marcel SCHRÖTTER / GER / SUTER

WUP:

  1. Franco MORBIDELLI / ITA / KALEX – 1’54.260
  2. Marcel SCHRÖTTER / GER / SUTER – 1’54.427 (+0.167)
  3. Miguel OLIVEIRA / POR / KTM – 1’54.549 (+0.289)

:

  1. Sandro CORTESE / GER / SUTER – 1’54.903 (+0.643)

World Standing

  1. MORBIDELLI Franco / ITA / 248
  2. LUTHI Thomas / SWI / 227
  3. OLIVEIRA Miguel / POR / 157
  4. MARQUEZ Alex / SPA / 155
  5. BAGNAIA Francesco / ITA / 130
  6. PASINI Mattia / ITA / 124
  7. NAKAGAMI Takaaki / JPN / 117
  8. CORSI Simone / ITA / 95
  9. AEGERTER Dominique / SWI / 92
  10. BINDER Brad / RSA / 67
  11. SYAHRIN Hafizh / MAL / 66
  12. NAVARRO Jorge / SPA / 60
  13. MARINI Luca / ITA / 59
  14. VIERGE Xavi / SPA / 58
  15. QUARTARARO Fabio / FRA / 46
  16. SCHRÖTTER Marcel / GER / 44
  17. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 42
  18. CORTESE Sandro / GER / 35
  19. GARDNER Remy / AUS / 17
  20. PONS Axel / SPA / 17

Kommentare aus dem Team

Sandro Cortese (P9)

„Das war heute eines meiner besten Trocken-Rennen im ganzen Jahr und es war ein super Wochenende. Am Freitag morgen war es nass, da war ich schon schnell, später dann auch im Trockenen. Am Schluss hat es ein klein wenig gefehlt, um zu Corsi, Navarro und Nakagami aufzuschließen.

Die letzten fünf Runden bin ich eine solide Zeiten gefahren, aber als ich gesehen habe, dass ich es nicht schaffen kann, wollte ich das Ergebnis heimbringen. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, wir sind auf dem richtigen Weg.

Nach Misano haben wir es auch hier wieder in die Top-Ten geschafft. Ich freue mich jetzt auf die Übersee-Rennen, da mir die Rennstrecken entgegenkommen.“

Marcel Schrötter (NC)

„Wie schon im Training schlichen sich auch im Rennen Fehler ein, weil ich das Motorrad einfach nicht so bewegen kann, wie normal. Obwohl wir schnell unterwegs waren, war der Schmerz einfach zu groß und durch die entstandenen Fehler habe ich mich allgemein nicht mehr sicher gefühlt.

Ich habe dann eine Position nach der anderen verloren, musste noch von der Strecke runter, weil ich die Kupplung nicht mehr richtig kontrollieren konnte.

Ich wollte das Rennen unbedingt zu Ende fahren, aber ich wollte nicht unnötig einen Sturz riskieren und mich weiter quälen. Ich bin einfach sehr enttäuscht, dass ich aufgeben musste. Es tut mir für mich und das Team sehr leid.“

Jürgen Lingg, Teammanager

„Ich finde, wir müssen mit dem heutigen Tag zufrieden sein. Sandro hat über das ganze Wochenende eine ziemlich konstante Leistung abgeliefert und hat dies auch im Rennen bestätigt. Das ist das zweite Top-Ten-Ergebnis hintereinander und das ist schon gut, darüber können wir uns freuen.

Marcel war auch sehr beeindruckend. Ein so starkes Comeback hat niemand erwartet. Heute Morgen war er Zweiter im Warm-Up. Wir haben dann aber schon befürchtet, dass es über die Renndistanz schwierig für ihn werden würde, mit der Kraft und den Schmerzen.

Er hat bis fünf Runden vor Schluss durchgehalten und dann musste er leider aufgeben. Es ist sehr schade, dass er es nicht geschafft hat, aber das war zu erwarten. Trotzdem war es ganz wichtig, dass wir es hier zumindest versucht haben. Bis Japan sind es drei Wochen, das gibt ihm viel Zeit für Training und Reha. Bis dahin wird es sicher noch besser gehen. Für den morgigen Test werden wir nochmal mit den Ärzten Rücksprache halten. Über kurze Distanzen ging es ja, aber wir wollen es unter keinen Umständen schlimmer machen. Sollte es die geringsten Bedenken geben, werden wir das nicht riskieren.“

Fotos : © IntactGP.

Mehr Fotos vom Rennen auf unserer Facebookseite.

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