Dem FC Memmingen gelingt nach dem Trainerwechsel ein 1:0 Auswärtssieg in Bayreuth

4. Oktober 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Der Fußball-Regionalligist FC Memmingen konnte nach dem Trainerwechsel einen 1:0 (0:0) Auswärtssieg bei der SpVgg Bayreuth erzielen. Torschütze des Tages war Marco Schad. Der Einstand von Bernd Kunze kann damit als geglückt bezeichnet werden, wenn es auch nach seiner Aussage „eine schwere Geburt“ war.

Memmingen (ass). Nach ergiebigen Regenfällen stand die Begegnung am Vormittag durch die Stadt Bayreuth noch kurz vor der Absage. Die Memminger waren zu diesem Zeitpunkt schon längst unterwegs. Der Platz im Hans-Walter-Wild-Stadion war entsprechend tief und schwer zu bespielen. Auch aus anderen Gründen war laut Kunze klar, „dass wir hier kein Kombinationsspiel auf dem Rasen zelebrieren. Wichtig war, dass wir von der ersten bis zur letzten Minute als Einheit aufgetreten sind.“

Aus dieser Einheit fehlten neben den Langzeitverletzten, der Gelb-Rot-Gesperrte Fabian Krogler, weiterhin Tim Buchmann, erneut Lukas Rietzler sowie David Remiger, der in den Kader berufen, morgens um sechs kurzfristig erkrankt absagen musste. Branko Nikolic steht wegen seines Auslandsstudium zudem ab sofort nicht mehr zur Verfügung.

Das Spiel war über weite Strecken ausgeglichen, allzu viele Höhepunkte hatte die erste Halbzeit nicht zu bieten. Die größte Möglichkeit hatte dennoch der FCM, als Furkan Kircicek nach einer halben Stunde allein auf Bayreuths Torhüter Jonas Hempfling zulief. Gleich nach der Pause hatten die Gastgeber eine ähnlich gute Gelegenheit. Patrick Hobsch lupfte den Ball aber an FCM-Schlussmann Martin Gruber und am Kasten vorbei.

Bayreuth baute nach einer Stunde konditionell etwas ab. Ein weiteres Solo brachte dann die Memminger Führung. Marco Schad setzte sich in der 1:1-Situation gegen Hempfling durch (70.). Gleich danach zirkelte Bayreuths Kapitän Kristian Böhnlein nur knapp über den Querbalken.

In der Schlussphase standen die Allgäuer in der Abwehr um den wieder genesenen Sebastian Schmeiser sicher. „Hinten raus hätten wir noch den zweiten Treffer machen müssen“, sprach Kunze einen weiteren Alleingang in der Nachspielzeit von Schad an. Ansonsten lobte er den Einsatz des jungen Mittelfeldmannes, der durch die personellen Engpässe seine Chance genutzt und sich in die Startelf gespielt hat.

Bei Bayreuth war der Katzenjammer groß. Auch hier fehlten einige Stammkräfte. Nach starkem Saisonstart setzte es zuletzt zwei Niederlagen und die Truppe von Trainer Marc Reinhardt wurde in die zweite Tabellenhälfte durchgereicht: „Trotz der schwierigen Platzverhältnisse haben wir gut gespielt, aber eben die Chancen nicht gemacht und sind deshalb als Verlierer vom Platz gegangen.“ Die Memminger durften erst einmal durchschnaufen.

„Heute waren wir die etwas glücklichere Mannschaft, die hinten raus das Tor geschossen hat. In den letzten Wochen war es leider immer anders herum. Das sollte uns vielleicht ein wenig Auftrieb geben“, hofft Kunze den Schwung ins nächste Auswärtsspiel am Samstag (14 Uhr) beim 1. FC Nürnberg mitnehmen zu können.

Der Erfolg war beim Blick auf die Ergebnisse der Konkurrenz eminent wichtig. Der FC Memmingen hat aktuell zwei Punkte Rückstand auf einen Relegationsplatz, bis zum sicheren Ufer fehlen vier Zähler.

Aufstellung SpVgg Bayreuth: Hempfling – Wolf, Dengler, Weber, Michaelis – Hobsch, Schmitt (52. Renger), Golla – Ulbricht (72. Bruno), Böhnlein, Knezevic.
Aufstellung FC Memmingen: Gruber – Zweckbronner, Schmeiser, Anzenhofer, Boyer – Cekic (59. Ollert), Schad, Heger, Lutz – Salemovic (75. Schröder) – Kircicek (90. Hayse).

Tor:
0:1 (70.) Marco Schad.

Schiedsrichter: Riepl (Altenerding). – Gelbe Karten: Schmitt. Böhnlein / Kircicek, Schröder, Ollert. – Zuschauer: 721.

Fotos:
Bild 1 (und Titelbild): Marco Schad, Archivbild vom Spiel gegen Augsburg im Sept. 2017. Foto aus eigener Quelle.

Bild 2: Foto-Collage von Patrick Hörnle.

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