Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle besuchte das Memminger Hochschulzentrum

10. Oktober 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Ein Jahr nach dem die ersten Studierenden im neuen Teilzeit-Studiengang „Systems Engineering“ ihr Studium aufgenommen haben, hat Bayerns Kultus- und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle das Memminger Hochschulzentrum am Galgenberg besucht. Auf Einladung des Memminger Landtagsabgeordneten Klaus Holetschek machte sich der Minister bei einem Rundgang ein Bild von der hochmodernen Ausstattung und den Begebenheiten vor Ort.

In Begleitung von MdL Klaus Holetschek, Oberbürgermeister Manfred Schilder, sowie dem Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten, Professor Dr. Robert Schmidt, dem Vizepräsident und Leiter des Memminger Hochschulzentrums, Professor Dr. Dirk Jacob und dem Präsident der Hochschule Augsburg, Professor Dr. Gordon Thomas Rohrmair, machte sich der Staatsminister persönlich ein Bild von der hochmodernen Ausstattung des Hochschulzentrums wie etwa einem High-Tech-3D-Drucker.

Am Galgenberg trifft modernste Technologie auf Fachkompetenz. Holetschek: „Wir sind in Memmingen auf einem guten Weg, zum Wintersemester 2017/2018 haben sich die Anmeldezahlen mit jetzt 18 Studenten verdreifacht. Damit liegt Memmingen mit Nördlingen, der zweiten vom Freistaat genehmigten Hochschulaußenstelle, gleich auf.

„Die Entwicklung am Galgenberg geht in die richtige Richtung, aber müssen natürlich am Ball bleiben und alle Bemühungen darauf richten, den Hochschulstandort Memmingen weiter zu stärken und offensiv zu bewerben, bei den Unternehmern in der Region aber auch bei potentiellen Interessenten“, so der CSU-Politiker.

Wissenschaftsminister Dr. Spaenle zeigte sich nach dem Rundgang beeindruckt: „Die Entwicklung hier in Memmingen ist absolut vorbildlich!“ Gerne werde er dies auch den Medienvertretern in München mitteilen.

Laut Professor Dr. Jacob schließt der Studiengang eine inhaltliche Lücke, die durch die zunehmende Digitalisierung der Industrie und die Anforderungen an eine Industrie 4.0 entstanden ist: „Die Lerninhalte und die Lehrform sind innovativ, die Räumlichkeiten optimal und auch der Bedarf ist vorhanden“.

Klaus Holetschek regte darüber hinaus an, in Erwägung zu ziehen, dieses in Memmingen verwirklichte Modell auch auf andere Bereiche wie etwa die Pflege übertragbar zu machen. Staatsminister Dr. Spaenle zeigte sich dem Vorschlag gegenüber sehr aufgeschlossen.

Der Studiengang ist Teil des Verbundprojekts „Digital und Regional“ der Hochschulen Augsburg, Kempten und Neu-Ulm und wird vom Bayerischen Wissenschaftsministerium jährlich mit insgesamt 1,5 Millionen Euro gefördert. Der Teilzeitstudiengang Systems Engineering kann entweder als Verbundstudium, oder als Studiengang mit vertiefter Praxis absolviert werden, ist bei Anstellung in einem Unternehmen auf viereinhalb Jahre ausgerichtet und schließt mit dem Titel Bachelor of Engineering ab.

Beim Studienmodell Digital und Regional sind die Studierenden – anders als bei anderen dualen Studiengängen – im Regelfall mindestens drei Tage je Woche im Unternehmen. Durch diese besonders enge Verzahnung von Theorie und Praxis können die Studieninhalte während der Studienzeit von 4,5 Semestern im Unternehmenskontext unmittelbar umgesetzt werden. Das Studienkonzept zeichnet sich aus durch die intensive Kooperation mit mittlerweile 50 Unternehmen der Region.

Austausch über bildungspolitische Themen

Im Anschluss an den Rundgang und Gesprächen zur Hochschulaußenstelle stand ein Austausch des Ministers mit den Schulleitern der Gymnasien aus dem westlichen Landkreis sowie der beiden Berufsschulen in Memmingen auf dem Programm.

Thematisiert wurden u.a. die Stärkung der beruflichen Bildung, der Stellenwert der Wirtschaftsschulen und die Umsetzung der Gymnasialreform mit der Rückkehr zum G9. Auch das neue Bildungspaket der Bayerischen Staatsregierung wurde angesprochen, im Rahmen dessen der Freistaat 2.000 Stellen zusätzlich schaffen wird für alle Schularten Bayerns. Spaenle: „Mit dem Bildungspaket ´Für Bildung begeistern! Fördern, Fordern, Forschen´ wollen wir die Schulen nachhaltig stärken“.

Fotos: privat.

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