Vöhlin-Schüler beschäftigen sich mit der nachhaltigen Verwendung von Rohstoffen

13. Oktober 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Schätze schlummern in der Schublade: Viele Hände gehen hoch in der Vöhlin-Aula auf die Frage, wer zuhause alte oder defekte Handys hat. Diesen und anderen Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit gingen die Schüler/-innen der zehnten und elften Jahrgangsstufe im Rahmen eines Vortrages nach. Die Multivisionsschau „REdUSE – Über unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde“ gab einen Einblick in die Problematik der Endlichkeit sowie ungerechten Verteilung von Ressourcen und lieferte wertvolle Tipps für ein nachhaltiges Konsumverhalten.

Weshalb kein Recyclingpapier?

Unter den Elftklässlern kam während der Diskussion mit den Moderatoren Stefan Simonis und Jürgen Lohfink unter anderem die Frage auf, warum die Stadt Memmingen kein Recyclingpapier für die Arbeitsblätter am Vöhlin zur Verfügung stellt. Und die Zehntklässler Gabriel Hoffmann, Mateo Ingoglia und Michelle Stach haben schon einen anderen Plan: „Wir möchten nächstes Jahr am Schuljahresanfang in der Schule Recyclinghefte verkaufen, denn die meisten Schüler nutzen Hefte aus Frischfaserpapier.“

Das Handy als Rohstoffspeicher

Auch beim Thema Handy bildeten sich konkrete Ideen: Sodass Schätze nicht länger nur in der Schublade schlummern, werden Jonas Eisner und André Rupp „eine Sammlung von Altgeräten organisieren, damit die alten Handys repariert oder recycelt werden können“, erklärten die beiden Schüler. Dabei knüpften sie an eine konkrete Forderung aus der Veranstaltung an: Jeder Konsument kann nachhaltiger handeln, z.B. durch den bewussten Konsum, durch konsequentes Recycling, durch das Teilen von Produkten (z.B. Garten- oder Sportgeräte) oder den Verzicht auf Güter mit unnötigem Verpackungsmaterial, vor allem aus Plastik.

Doppelt so viel Papier wie 1975

Überraschend waren auch einige der präsentierten Zahlen. So hat sich trotz E-Mail, E-Paper und Internet der Papierverbrauch in Deutschland von 122kg im Jahre 1975 auf 244 kg mehr als verdoppelt – auch eine Folge des Onlinehandels, der immer mehr Verpackungen erfordert. Und dass die derzeit bekannten Kupfervorkommen nur noch 31 Jahre zur Verfügung stehen, war für die anwesenden Schüler ein weiteres Zeichen, dass noch zu ihren Lebzeiten weltweit benötigte Rohstoffe nicht mehr abgebaut werden können. Und: dass jetzt endlich gehandelt werden muss!

Fotos:
Fotoquelle: Benedikt Mayer, Vöhlin-Gymnasium Memmingen.

Text: Johanna Hörmann, Vöhlin-Gymnasium Memmingen.

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