Verdienter Ausgleich in der Nachspielzeit

14. Oktober 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Mit einem Last-Minute-Tor hat der FC Memmingen mit einem 2:2 (1:1) Ausgleich gegen Wacker Burghausen wenigstens einen Zähler gerettet. Was aufgrund des Spielverlaufs völlig verdient, aber eigentlich auch zu wenig war. Für den FCM ging es schon wieder darum, den Anschluss ans hintere Mittelfeld nicht aus den Augen zu verlieren, ein Sieg gegen Wacker Burghausen war daher das angepeilte Ziel.

Memmingen (rad). Aber schon wieder musste Interimscoach Bernd Kunze umstellen:  Für den verletzten Stefan Heger rückte Tim Buchmann  ins zentrale Mittelfeld, Rene´ Schröder übernahm den Job vom Gelb-Rot-gesperrten David Anzenhofer in der Abwehr.

Die Gäste waren zu Beginn strukturierter und präziser mit ihren Abspielen. Memmingen dafür mit der ersten guten Möglichkeit, Muriz Salemovic brachte Amar Cekic in Position, der verfehlte nur knapp das Ziel. Besser machten es die Gäste: In der 20. Minute traf Marius Duhnke zum 0:1, als er zunächst an Torhüter Martin Gruber vorbeiging und dann den Ball einschob.

Die Memminger zeigten sich aber kaum geschockt und versuchten es mit der schnellen Antwort – Salemovic übersah aber den völlig freistehenden Fabian Krogler (22.). Auf der Gegenseite verpasste Christoph Popp aus acht Metern den zweiten Treffer.

Dann die 25. Minute: Daniel Zweckbronner wurde im Strafraum nur unfair gebremst, den fälligen Elfmeter von Salemovic hielt der Gästekeeper zunächst, aber im Nachschuss traf der Memminger zum 1:1 in die Maschen. Der FCM setzte nach und Krogler den Ball ans Außennetz (29.). Auch Salemovic verfehlte mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze das Ziel knapp (33.), ebenso wie Tim Buchmann aus 20 Metern (34.).

Nun Memmingen am Drücker, aber die Gäste in der 40. Minute mit einem sogenannten „Hundertprozenten“: Duhnke geht allein auf Gruber zu, aber der Memminger Keeper blieb Sieger. Mit 1:1 ging es in die Pause.

Burghausen dreht das Spiel nochmal um

Der FCM startete nach der Pause mit der ersten guten Chance, als Fabian Lutz zurücklegte auf Fabian Krogler, der freistehend fünf Meter vor dem Tor den Ball jedoch nicht richtig traf. Dann nochmal Pech, als Zweckbronners Versuch knapp am Gehäuse vorbeistrich (59.).

Memmingen zeigte sich in dieser Etappe mit deutlichen Feldvorteilen, aber der letzte Pass kam nicht oder zu ungenau an. Die Einstellung und der Einsatz stimmen, aber es fehlt an der Genauigkeit – nach wie vor läuft es einfach nicht rund.

Als dann der eingewechselte Lukas Rietzler im Strafraum zu ungestüm zu Werke ging, wurde dies mit einem Elfmeter bestraft. Martin Gruber hielt zwar, aber Sascha Marinkovic staubte im Nachschuss zum 1:2 ab und stellte den Spielverlauf wieder auf den Kopf. Jamey Hayse versuchte es daraufhin mit der Brechstange, aber der Ball zischte um Zentimeter am Tor vorbei. Die Hausherren nun mit Dauerbelagerung, aber ohne Glück. Das hatte dann Daniel Zweckbronner in der dritten Nachspielminute, als er den Ball  irgendwie über die Linie brachte.

Aufstellung FC Memmingen: Gruber – Zweckbronner, Schmeiser, Schröder (46. Rietzler), Lutz – Krogler, Schad, Buchmann (78. Hayse), Cekic (81. Ollert) – Kircicek, Salemovic.

Aufstellung Wacker Burghausen: Flickiger – Janietz, Subasic, Duhnke (90.+2. Richter), Wächter, Hingerl, Pichler, Schulz, Popp (46. Bann), Buchner, Marinkovic (84. Holek).

Tore:
0:1 (20.) Duhnke,
1:1 (26.) Salemovic (Nachschuß Elfmeter),
1:2 (74.) Marinkovic (Nachschuß Elfmeter),
2:2 (90. +3.) Zweckbronner.

Schiedsrichter: Bacher (Amerang) – Zuschauer: 813

Fotos:
Fotocredit: Patrick Hörnle.

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