Schrötter nimmt in Japan Punkte mit – Cortese bleibt Lohn verwehrt

17. Oktober 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Der Japan-Grand-Prix in Motegi endete für IntactGp-Piloten Marcel Schrötter endlich wieder in den Punkten auf dem 13. Platz. Der Berkheimer Sandro Cortese wurde nach einem einem vielversprechenden Warm-up und Qualifying beim Rennen durch einen stürzenden Rivalen ins Aus befördert und wurde somit um seine Chance auf einen positiven Abschluss eines starken Wochenendes gebracht.

Beide Dynavolt Intact GP-Fahrer sicherten sich zuvor auf dem Twin Ring Motegi einen Startplatz in der dritten Reihe. Sandro Cortese schnappte sich im ultra-spannenden Qualifying-Krimi Position sieben, Marcel Schrötter folgte direkt dahinter an achter Stelle.

Der Rennsonntag eines regnerischen Motegi-Wochenendes begann zunächst mit Warten. Nachdem im Moto3-Warmup Öl auf die Fahrbahn gelangte, musste die Strecke erst gesäubert werden. Demzufolge startete das Moto2-Warmup eineinhalb Stunden später als sonst. Kein Problem für Sandro Cortese, der im Regen gleich auf den zweiten Platz stürmte und große Hoffnungen für das Rennen machte.

Dieses begann ebenfalls verspätet um 13:00 Uhr Ortszeit,und war zudem auf 15 Runden verkürzt worden, was wiederum einen Vorteil für Marcel Schrötter bedeutete, der somit seine Kahnbein-Verletzung weniger Runden belasten musste.

Sandro konnte allerdings leider nicht den verdienten Lohn für sein starkes Wochenende einkassieren: Während er die beim Start verlorenen Plätze im Motegi-GP aufholen wollte, stürzte Tetsuta Nagashima in der sechsten Runde beim Einbiegen in die Kurve dicht hinter dem Intact GP-Piloten und räumte ihn dabei mit ab.

Gleichzeitig konnte Marcel, nachdem er das gesamte Wochenende Schwierigkeiten im Nassen hatte, seinen Rhythmus und sein Gefühl im Regen-Rennen deutlich verbessern und somit den dreizehnten Platz und drei Punkte einsammeln.

Bereits nächste Woche geht es für die beiden Suter-Piloten beim Grand Prix von Australien vom 20. bis 22. Oktober mit der Punktejagd weiter.

Rennen:
1. Alex MARQUEZ / SPA / KALEX
2. Xavi VIERGE / SPA / TECH 3
3. Hafizh SYAHRIN / MAL / KALEX
:
13. Marcel SCHRÖTTER / GER / SUTER
NC Sandro CORTESE / GER / SUTER

WUP:
1. Hafizh SYAHRIN / MAL / KALEX – 2’06.905
2. Sandro CORTESE / GER / SUTER – 2’07.042 (+0.137)
3. Miguel OLIVEIRA / POR / KTM – 2’07.129 (+0.224)
:
25. Marcel SCHRÖTTER / GER / SUTER – 2’09.986 (+3.081)

World Standing:
1. MORBIDELLI Franco / ITA / 256
2. LUTHI Thomas / SWI / 232
3. MARQUEZ Alex / SPA / 180
4. OLIVEIRA Miguel / POR / 166
5. BAGNAIA Francesco / ITA / 143
6. PASINI Mattia / ITA / 135
7. NAKAGAMI Takaaki / JPN / 127
8. AEGERTER Dominique / SWI / 99
9. CORSI Simone / ITA / 95
10. SYAHRIN Hafizh / MAL / 82
11. VIERGE Xavi / SPA / 78
12. BINDER Brad / RSA / 67
13. NAVARRO Jorge / SPA / 60
14. MARINI Luca / ITA / 59
15. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 48
16. SCHROTTER Marcel / GER / 47
17. QUARTARARO Fabio / FRA / 46
18. CORTESE Sandro / GER / 35
19. GARDNER Remy / AUS / 21
20. PONS Axel / SPA / 17

Kommentare aus dem Team

Sandro Cortese (NC)

„Ein anderer Fahrer ist gestürzt und hat mich dann abgeschossen. Leider gibt es da nicht viel zu sagen. Am Anfang habe ich wichtige Positionen verloren, weil ich in der ersten Kurve beinahe einen Highsider gehabt hätte. Wir sind dann lange Zeit alle gleich schnell gefahren und so konnte ich nicht wirklich Plätze gutmachen. Als ich Locatelli überholt habe, konnte ich einen guten Rhythmus aufbauen. Doch in Kurve drei hat mich Nagashima viel zu spät überholt, ihm ist früh das Vorderrad eingeklappt und so ist er in der Kurve in mich reingerutscht.

Das ist sehr schade, weil ich denke, dass dies eines meiner besten Rennwochenenden war dieses Jahr. Ich muss nach vorn schauen. Jetzt kommen Phillip Island und Malaysia, wo wir noch einmal zwei gute Wochenenden haben können.“

Marcel Schrötter (P13)

„Ich habe in den ersten drei Runden schon ziemlich viele Plätze verlor, obwohl ich mich am Anfang gar nicht so schlecht gefühlt habe. Natürlich hatte ich auch im Rennen noch die Probleme, die ich das gesamte Wochenende schon im Nassen hatte. Das Vertrauen zum Hinterrad war einfach ganz schlecht. Ich habe nie gewusst, wie sehr ich pushen und wie viel Schräglage ich gehen kann und habe so in den schnellen Kurven viel Zeit verloren, weil ich nicht konsequent Gas geben konnte.

Durch den Regen im Qualifying standen viele schnelle Fahrer hinter uns in der Startaufstellung, was dazu führt, dass diese schnell nach vorn fahren, es gab dann viele Berührungen und das kostet Zeit. Nachdem ich meinen Rhythmus gefunden habe, war es gar nicht so schlecht. Natürlich hatte ich immer noch kein optimales Vertrauen, aber ich habe versucht, meine Position zu halten und den Abstand nach vorn nicht zu groß werden zu lassen. Die Rundenzeiten waren nicht so übel.

Nichtsdestotrotz bin ich enttäuscht, wenn ich nicht so fahren kann, wie ich könnte. Ich musste mich sehr konzentrieren, keine Fehler zu machen. Dass es am Ende noch für Punkte gereicht hat, freut mich, auch wenn ich P12 nicht halten konnte, nachdem ich Gardner versucht hatte, anzugreifen. Überhaupt Punkte mitzunehmen, war nach den Regentrainings nicht zu erwarten. Wir werden aus diesem Wochenende lernen und nach vorn schauen. Ich hoffe, dass es in Australien trocken wird, sodass wir hoffentlich zu unserer alten Form zurückfinden.“

Jürgen Ling, Teammanager

„Bei Sandro lief es das ganze Wochenende richtig gut, egal ob trocken oder nass. Er hat eine super Arbeit gemacht, war locker und holte heute Morgen im Warm-Up Platz zwei. Wir hatten große Hoffnungen, aber er hat bereits in der ersten Runde viele Positionen verloren und kam nur langsam nach vorn. Leider wurde er dann von einem anderen Fahrer abgeräumt. Das war natürlich großes Pech, weil er zu dem Zeitpunkt auf Aufholjagd war.

Marcels Wochenende ging schleppend los. Er hat sich dann aber enorm gesteigert und sich mit seiner Verletzung sogar noch einen achten Startplatz erkämpft. Heute Morgen ging es bei dem Regen noch nicht so richtig gut, aber im Rennen hat er sich richtig verbessert. Speziell ab Rennmitte wurden seine Rundenzeiten merklich schneller. Zeitweise war er ja vier Sekunden langsamer im Regen als die Spitze. Er hat dann auf 0.8 Sekunden verringert und das war sehr gut. Klasse ist auch, dass er durchgehalten hat. Das war ein super Rennen für Ihn, er hat noch drei Punkte einkassiert und das ist ein verdienter Lohn.“

Fotos: © IntactGP.

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