Mit Recyclingpapier Energie sparen und Ressourcen schonen

25. Oktober 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Wer Recyclingpapier verwendet, spart Energie und schont die Umwelt. Deshalb wollen die Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt und der Bund Naturschutz im Unterallgäu an Kommunen und Schulen, durch kostenloses Recyclingpapier zum Testen, Lust auf Umweltschutzpapier als umweltfreundliche Alternative machen.

Dazu sollen Kommunen und Schulen, die noch herkömmliches Papier nutzen, in den kommenden Wochen kostenlos Recyclingpapier zum Testen erhalten. Ziel ist es, diese von den Vorteilen der umweltfreundlichen Alternative zu überzeugen und zur Umstellung darauf zu bewegen.

„Nahezu jeder zweite industriell geschlagene Baum weltweit wird heute zu Papier verarbeitet“, sagt Tina Melder, Geschäftsführerin des Bund Naturschutz, Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu.

„Deutschland verbraucht inzwischen so viel Papier wie Afrika und Südamerika zusammen.“ Wer statt der herkömmlichen Variante auf Papier aus Altpapier setze, entlaste die Umwelt.

Bei der Herstellung von Klimaschutzpapier wird auf den Kahlschlag von borealen und tropischen Urwäldern – unseren großen CO2 Speichern – verzichtet und darüber hinaus werden nach Studien des unabhängigen IFEU-Institutes CO2, Energie und Wasser gegenüber Frischfaserpapieren eingespart.

„Zwei Seiten Recyclingpapier sparen ein Glas Wasser“, veranschaulicht Melder. „Sieben Seiten sparen so viel Energie, dass man eine Kanne Kaffee kochen könnte.“

Dass das Umweltschutzpapier wegen seiner Farbe oder seiner Beschaffenheit weniger geeignet ist als normales Papier, müsse heute niemand mehr befürchten, betont Andrea Ruprecht, Klimaschutzmanagerin am Landratsamt Unterallgäu.

Recyclingpapier unterscheide sich äußerlich inzwischen kaum noch von Frischfaserpapier. „Die Praxis zeigt, dass Recyclingpapier mit sehr gutem Erfolg eingesetzt werden kann“, sagt Ruprecht. „Wir verwenden dieses im Landratsamt seit Jahren und sind sehr zufrieden.“

Infos*

Bereits seit zehn Jahren fördert der Papieratlas-Wettbewerb nachhaltiges Wirtschaften auf kommunaler Ebene. Städte und Gemeinden sollen motiviert werden, ihre Beschaffungspolitik auf Recyclingpapier umzustellen.

Bereits seit 2000 wirbt die Initiative Pro Recyclingpapier (IPR), ein Zusammenschluss von 25 namhaften Unternehmen, in Wirtschaft und Kommunen für den Einsatz von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel. Die IPR wird unterstützt durch das Bundesumweltministerium, den Deutschen Städtetag, den Deutschen Städte- und Gemeindebund, den Deutschen Hochschulverband und das Umweltbundesamt.

Informationen über Recyclingpapier mit dem Blauen Engel

Recyclingpapier ist ein effizientes Instrument, um wertvolle Ressourcen zu schonen und zudem eine sehr einfache Maßnahme:

In der Produktion werden im Vergleich zu Frischfaserpapier bis zu 70 Prozent Wasser und bis zu 60 Prozent Energie eingespart.

Die Verwendung des Rohstoffs Altpapier leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Wälder – unter Beibehaltung der gewohnten Verwendungsmöglichkeiten und der Qualität.

Seit mehreren Jahrzehnten existiert in Deutschland im Bereich Papier das Umweltzeichen Blauer Engel für Recyclingpapier. Der Blaue Engel berücksichtigt neben der Herkunft der Rohstoffe auch Umwelt- und Gesundheitsaspekte bei der Produktion und beim Einsatz der Papiere.

Der Blaue Engel für Recyclingpapier fordert einen Anteil von 100 Prozent Altpapier. Das bedeutet: geringer Wasser- und Energieverbrauch bei der Herstellung, Schonung der Wälder sowie Förderung der Kreislaufwirtschaft.

Darüber hinaus müssen Recyclingpapiere mit dem Blauen Engel hohe Anforderungen bei der Auswahl der eingesetzten Altpapiere erfüllen. Ein Einsatz von Chemikalien und Hilfsstoffen ist nur äußerst begrenzt zulässig.

Das Umweltzeichen Blauer Engel für Recyclingpapier ist damit in Deutschland für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Einkäufer die eindeutig umweltfreundlichste Wahl bei Papier.

*Quelle für „Infos“: Umweltbundesamt.

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Fotoquelle: Pixabay.

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