Bayerisch-Schwaben soll Leitregion für exzellente Pflege werden

8. November 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Bayerisch-Schwaben als Leitregion für digitale Pflege: CARE REGIO wird im Masterplan zur Digitalisierung der Staatsregierung unter dem Punkt `Zukunftsinitiative High Tech´ enthalten sein. Das Konzept sieht vor, Ideen und Technologien zu entwickeln, wie Pflegende und Pflegebedürftige mit neuen technisch-digitalen Systemen oder Prozessen unterstützt werden können.

„Mit Aufnahme des Konzepts CARE REGIO als Teil des neuen, breit angelegten Masterplans zur Digitalisierung der Staatsregierung haben wir einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Entwicklung einer Leitregion für Pflege Digital in Bayerisch-Schwaben gemacht“, so Klaus Holetschek.

Der Memminger Landtagsabgeordnete hatte sich auch in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender im Arbeitskreis Gesundheit und Pflege der CSU-Fraktion maßgeblich dafür eingesetzt, dass CARE REGIO im Masterplan zur Digitalisierung unter dem Punkt ´Zukunftsinitiative High Tech` enthalten ist. „Letztlich ist es ein Gemeinschaftsprojekt, angefangen vom Gesundheits- und Pflegeministerium bis hin zu meinen schwäbischen CSU-Kollegen im Landtag, die das Vorhaben ebenfalls unterstützt haben“.

Mensch bleibt entscheidender Maßstab für Qualität der Versorgung

Das Konzept mit einem Projektvolumen von 7,5 Mio. Euro für die nächsten fünf Jahre sieht vor, Ideen und Technologien zu entwickeln, wie Pflegende und die zu Pflegenden mit neuen technisch-digitalen Systemen oder Prozessen unterstützt werden könnten.

Holetschek: „Wir haben zu wenig Pflegekräfte. Ein Baustein diesem Mangel zu begegnen ist es, die Pflegekräfte zum Beispiel bei ihrer teils auch schweren körperlichen Arbeit zu entlasten. Eine elektronische Muskelmaschine könnte den Pflegekräften beispielsweise den Umgang mit schweren Lasten erleichtern, etwa wenn sie Menschen aus dem Bett herausheben“.

Digitale Hilfsmittel können Pflegekräften und älteren Menschen oder Menschen mit Einschränkungen den Alltag erleichtern. Dies erhöht die Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen und deren Lebensqualität. Holetschek: „Hier gibt es enormes Potential.

Aber mir ist ganz wichtig zu betonen, dass High Tech niemanden ersetzen soll, ganz im Gegenteil: Oberster Ziel einer innovativen Pflege mit Technik ist es, Freiräume für menschliche Zuwendung zu schaffen. Der Mensch ist und bleibt der entscheidende Maßstab für die Qualität der Versorgung!“

Schwaben bietet hervorragende Voraussetzung für Leitregion Pflege Digital

Bayern ist in den Bereichen Gesundheit und Medizin führend. Hierzu gibt es im Freistaat die beiden Spitzencluster Medical Valley in Nürnberg-Erlangen und Bio-M in Martinsried, dort wird biomedizinische Grundlagenforschung betrieben. „Die Mega-Herausforderung der Zukunft wird angesichts der demografischen Entwicklung aber die Pflege sein, und in diesem Bereich wird die Digitalisierung immer bedeutender“.

„Aus diesem Grund ist CARE REGIO der richtige Ansatz“, zeigt sich Holetschek überzeugt. Anspruch ist es, den Rang eines dritten Spitzenclusters zu erreichen und Leitregion für Pflege Digital in Bayern und ganz Deutschland zu werden.

Zur Entwicklung und Etablierung einer Leitregion für Pflege Digital bietet Schwaben hervorragende Voraussetzungen. „Wir haben ein kooperierendes Hochschuldreieck mit den Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Augsburg, Kempten, Neu-Ulm und der Universität Augsburg.

Zudem wird es an der neuen sechsten bayerischen Universitätsklinik in Augsburg im nächsten Jahr eine Medizinische Fakultät mit einem Schwerpunkt Medizininformatik in Forschung und Lehre geben. „Neben der herausragenden Hochschullandschaft mit jungen qualifizierten Leuten haben wir in Schwaben eine innovative Industrie, die den Bereich Pflege und Technik und die sich daraus ergebenden Chancen ebenfalls für sich entdeckt hat“, so der CSU-Politiker.

Besonders erfreulich ist für MdL Klaus Holetschek, dass auch die „Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft“ (VBW) hinter dieser Idee steht sowie der Verband „Privater Anbieter sozialer Dienste“ (bpa), der in Bayern über 1.200 Einrichtungen vertritt.

Foto:
MdL und stellvertretender Vorsitzender im Arbeitskreis Gesundheit und Pflege der CSU-Fraktion Klaus Holetschek.

Fotoquelle: Markus Reich.

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