Ein getanztes Märchen zum 30. Geburtstag der Dancing School Tosca

8. November 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Seit 30 Jahren nun teilt Tosca Strasser ihre Leidenschaft für Tanz und Choreographie mit ihren Schülerinnen und Schülern, die sie noch heute mit großer Passion und ebenso viel Erfolg unterrichtet. Das bewies die ebenso traumhafte wie rauschende Geburtstagsveranstaltung, an der Tosca Strasser Freunde und Tanzbegeisterte an vier Terminen teilhaben ließ.

Ein getanztes Märchen, ein märchenhafter Tanz – es fällt schwer, sich für eine Formulierung zu entscheiden, denn die Präsentation am Landestheater von über 200 Schülerinnen und Schülern der Dancing School Tosca zur Feier ihres 30. Geburtstages vereinte beides.

Unterstützt von sieben weiteren Trainern und Choreographen ist die Dancing School Tosca heute in der Position, ein Spektrum unterschiedlichster Tanzstile zu unterrichten, das von klassischem Ballett über Jazztanz, Stepp- oder Bauchtanz bis Modern Dance, Breakdance und Hip-Hop reicht und Tanzbegeisterte zwischen drei und 80 Jahren zu unterrichten vermag.

Die „Ballettmäuse“, die bei Tosca Strasser bereits ab dem Alter von drei Jahren das Tanz Einmaleins erlernen können, waren bei der Aufführung jedoch noch nicht dabei, doch über 200 Schülerinnen und Schüler von sechs bis 80 Jahren eroberten die Bühne des Landestheaters und tanzten sich mit all diesen unterschiedlichen Stilen in die Herzen der Zuschauer von vier ausverkauften Veranstaltungen.

Wenn man darüber nachdenkt, scheint es ganz und gar nicht einfach, passende Übergänge von einem zu einem völlig anderen Tanzstil zu schaffen, ohne harte Brüche zu erzeugen. Die Idee, eine einzige, fortlaufende Geschichte mit all den Tanzstilen zu erzählen, erscheint als eine ebenso einfache wie geniale Lösung.

Doch was für eine – fortlaufende – Geschichte würde sich dazu eignen? Kurzerhand erfand Tosca Strasser selbst ein Märchen: Das Märchen von „Marie im Feenland“.

Ob die Geschichte damals spielte oder heute spielt, weiß keiner so genau, aber dass sie in Memmingen begann, das konnte man an Teilen der wechselnden Kulisse erkennen, auf denen Details der Stadt abgebildet wurden.

Als Baby wird Marie, das Kind einer jungen Familie, von kleinen grünen Kobolden mitgenommen, die sie ins Feenland bringen. Zwischen Kobolden, Elfen, Nebelschwaden, Blumen, Rehen, Bienen, Marienkäfern und Schmetterlingen, Schwänen, Goblins und den vier Jahreszeiten –  die jeweils von einer Tanzgruppierung verkörpert wurden – wuchs Marie inmitten der Natur auf.

Als sich eines Tages ein junger Prinz in den Wald verläuft, trifft er auf Marie, die ihm dabei hilft, zurück in die Stadt zu finden und wie man schon ahnt, verlieben sich die beiden, verlieren sich jedoch aus den Augen, weil es Marie in der Stadt gar nicht gefällt und sie wieder zurück in die Natur geht.

Als er Jahre später im Wald auf die Jagd geht, treffen sie sich zu ihrer beider Freude wieder. Doch das junge Glück wird von einer bösen Hexe gestört, die übles im Schilde führt.

Als sie Marie gefangen nimmt und den Prinz für sich gewinnen will, wird Marie zu ihrem Schutz in ein Reh verwandelt, die Hexe verliebt sich in einen Werwolf, Puppen werden zu Kobolden, das Reh wird zurück in Marie verwandelt und am Ende siegt die Liebe…

Unter den Solisten wurde die kleine Marie von Nina Stiegeler verkörpert, während Paulina Striege die große Marie und Florian Rieder den großen Prinzen darstellte.

Auch wenn alle Tänzerinnen und Tänzer altersgerecht und stilgerecht fantastisches geleistet haben, muss dennoch erwähnt werden, wie herausragend die Solisten waren, unter anderem in umwerfend schönen Hebefiguren.

Neben den vier Protagonisten als Marie und Prinz wären hier die Hexe alias Laura Moldenhauer zu erwähnen, der Werwolf, der eigentlich von Patrick Hähnle getanzt werden sollte, für den aber verletzungsbedingt Stefan Sauter einsprang und seinen Part in kürzester Zeit meisterhaft tanzte. Zudem das „verzauberte Reh“ Felicitas Lessner und die jungen Eltern der kleinen Marie Janina Schmid und Tom Schöllhorn.

Es bleibt nur noch, der Dancing School Tosca nochmals alles Gute zum 30. Geburtstag zu wünschen und Tosca Strasser, dass sie, zusammen mit ihren Trainern, auch weiterhin einen solch überzeugenden Beitrag leistet zu Schönheit, Spaß, Fitness und Freude an der Bewegung und am Tanz.

Infos über die Dancing School Tosca, Kursangebot, etc. auf www.tosca.de.

Zu unserem großen Fotoalbum von „Marie im Feenland“ auf unserer Facebookseite geht es hier. (Der Grund, warum der Bericht auf sich warten ließ, ist genau der: 263 Fotos, die verarbeitet werden wollen, bzw. der „Auslösefinger“, der nicht zu stoppen war. ;-))

Fotos aus eigener Quelle.

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