Der Landkreis Unterallgäu wird mit dem European Energy Award ausgezeichnet

9. November 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Vor allem die energetischen Sanierungen kreiseigener Gebäude waren Anlass für die Anerkennung der Klimaschutzbemühungen im Landkreis Unterallgäu mit dem European Energy Award. Doch auch in den Bereichen Versorgung, Entsorgung und interne Organisation habe der Landkreis besonders viel erreicht, neben vielen weiteren positiven Ansätzen, die sich in der Bewertung des Energy Award Programmes niederschlugen.

Die kommunalen Gebäude des Landkreises Unterallgäu werden zu fast 30 Prozent mit regenerativen Energien geheizt. Die weiterführenden Schulen wurden energetisch saniert. Auf den Dächern vieler landkreiseigener Gebäude gibt es Photovoltaikanlagen und den Mitarbeitern des Landratsamts stehen zwei Elektroautos als Dienstwagen zur Verfügung.

Auch im Bereich Bildung & Klimaschutz geht der Landkreis kreative Wege mit Projekten wie „Prima Klima Kids“ oder dem Schulwettbewerb „Bewegter Wandertag“. Viele Maßnahmen zum Klimaschutz hat der Landkreis Unterallgäu in den vergangenen Jahren in die Wege geleitet.

Dafür wurde das Unterallgäu jetzt mit dem European Energy Award (eea) ausgezeichnet. „Die Auszeichnung bestätigt: In Sachen Klimaschutz haben wir schon viel erreicht. Diesen Weg wollen wir weiter gehen“, betont Landrat Hans-Joachim Weirather.

Der European Energy Award (eea) ist ein Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren für kommunale Energieeffizienz und Klimaschutz. „An der Zertifizierung haben wir teilgenommen, um lokale Potenziale zu erkennen und zu nutzen sowie weiteren Handlungsbedarf zu definieren“, sagt Klimaschutzmanagerin Andrea Ruprecht.

So hat der Landkreis zunächst eine Ist-Analyse erstellt, dann ein Arbeitsprogramm ausgearbeitet und inzwischen viele Maßnahmen in folgenden Bereichen umgesetzt:

  • Entwicklungsplanung, Raumordnung: Die Energie- und CO2-Bilanz des Landkreises wird aktualisiert. Zudem wurde vor dem Landratsamt eine Ladesäule für E-Fahrzeuge errichtet und so die Ladeinfrastruktur verbessert.
  • Kommunale Gebäude und Anlagen: Darunter fallen etwa die energetischen Sanierungen kreiseigener Gebäude und das Energie- und Wassermanagement.
  • Versorgung, Entsorgung: Unter anderem wird im Unterallgäu aus Bioabfall Energie gewonnen.
  • Mobilität: Der Landkreis verfügt über ein gut ausgebautes Radwegenetz, Rufbusse und eine Mitfahrzentrale.
  • Interne Organisation: Unter anderem stellt der Landkreis jährlich ein Budget für Klimaschutzaktivitäten zur Verfügung.
  • Kommunikation, Kooperation: Die Fachstelle für Klimaschutz unterstützt Gemeinden, Unternehmen und Bürger in Sachen Klimaschutz. So wird etwa die Energieberatung im Landkreis ausgebaut und Bildungsprogramme für Schulen angeboten. Deutschlandweit einmalig ist das Projekt Modellregion Energiewende Unterallgäu-Nordwest: In einem Teil des Landkreises soll binnen drei Jahren der Anteil an erneuerbarer Energien am Strom- und Wärmeverbrauch von derzeit 40 auf 60 Prozent gesteigert werden.

Laut Endbericht des eea-Programms hat der Landkreis Unterallgäu bereits besonders viel erreicht, vor allem in den Bereichen „kommunale Gebäude und Anlagen“, „Versorgung, Entsorgung“ und „interne Organisation“.

Marlene Preißinger, Stellvertreterin des Landrats, nahm zusammen mit dem Energieteam des Landkreises Unterallgäu die Auszeichnung stellvertretend für alle Klimaschutzinitiativen im Landkreis im Künstlerhaus in München entgegen.

„Diese Auszeichnung ist die Anerkennung der Klimaschutzbemühungen im Landkreis, aber darüber hinaus der Startpunkt für weitere konsequente Klimaschutzarbeit“, fasste Klimaschutzmanagerin Ruprecht zusammen.

Alles über den Klimaschutz im Unterallgäu erfahren Sie unter www.unterallgaeu.de/klimaschutz.

Foto:
Marlene Preißinger, Stellvertreterin des Landrats, nahm zusammen mit dem Energieteam des Landkreises Unterallgäu die Auszeichnung stellvertretend für alle Klimaschutzinitiativen im Landkreis im Künstlerhaus in München entgegen.

Fotoquelle: O. Bodmer/stmuv.

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