Die Indians Mädels gewinnen Bundesliga Topspiel in Ingolstadt mit 7:2 und zuhause knapp über Mannheim mit 2:1

20. November 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Mit einem 7:2 Auswärtserfolg beim direkten Meisterschaftskonkurrenten Ingolstadt revanchierten sich die Frauen der Memminger Indians für die 1:3 Niederlage an gleicher Stelle zu Monatsbeginn im EWHL Supercup. Taylor Day glänzte dabei gleich mit vier Treffern. Die Indians Mädels liegen jetzt mit 27 Punkten aus 9 Spielen auf Rang zwei in der Frauen Bundesliga Tabelle, vier Zähler hinter Spitzenreiter Planegg.

In Ingolstadt fehlten Marina Swikull, Antonia Jekel (beide krank) sowie Franziska Brendel und Nadine Schattner (beide Nachwuchsspiel Stammverein). So konnten die Indians genau auf drei Reihen und zwei Torhüterinnen zurückgreifen. Beide Teams waren sich um die Bedeutung der Partie bewusst, im Titeldreikampf mit Planegg wollte jeder unbedingt die drei Punkte einfahren.

Wesentlich besser in die Begegnung starteten die Gastgeber, die enorm viel Druck aufbauten und den Allgäuerinnen ziemliche Probleme bereiteten. Eine der wenigen Kontergelegenheiten für die Gäste brachte dann die überraschende 1:0 Führung durch Taylor Day. Fast zwei bange Minuten mussten die Gäste dann in doppelter Unterzahl überstehen, als Nicola Eisenschmid und Marie Delarbre hintereinander in die Kühlbox wanderten. Während diese Zeit noch schadlos vorüber ging konnten die Indians den Ausgleichstreffer der Schanzerinnen unmittelbar vor dem ersten Seitenwechsel dann doch nicht mehr verhindern. Andrea Lanzl überwand Emma Schweiger im ECDC Tor zum 1:1 Ausgleich, der zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient war für die Gastgeber.

Ab dem zweiten Drittel bekamen die Memmingerinnen dann immer mehr Oberwasser. „Wir haben ab diesem Punkt wesentlich konzentrierter und klarer gespielt“ fand Indians Coach Werner Tenschert. „Wichtig war, dass wir erneut in Führung gehen konnten und so nie einem Rückstand hinterherlaufen mussten“. Taylor Day, die einen Sahnetag erwischte, traf bei einem Break schon früh im zweiten Drittel (22. Min) zum 2:1 für die Allgäuerinnen. Zwar konnten die Panther durch einen sehenswerten Schuss ins Kreuzeck durch Verteidigerin Katarina Zgraja erneut ausgleichen (31.) doch nicht einmal 60 Sekunden später gelang Marie Delarbre die erneute Memminger Führung (32.).

Unmittelbar nachdem zum letzten Mal die Seiten gewechselt wurden dann die vielleicht spielentscheidende Szene. Die Indians begannen zunächst in Unterzahl, Antje Sabautzki hatte noch eine Reststrafe aus dem zweiten Drittel abzusitzen. Unmittelbar nachdem sie wieder komplett waren, eine undurchsichtige Situation vor dem Ingolstädter Gehäuse: Als eine Panther Spielerin den Puck im Torraum mit der Hand festhielt, verhängte der Schiedsrichter einen Penalty zugunsten der Maustädterinnen.

Diese Chance ließ sich Marie Delarbre nicht entgehen und Ingolstadts Torfrau Paula Byszio hatte das Nachsehen – es stand 4:2 für die Indians. Als Taylor Day im Überzahlspiel in der 49. Minute dann das 5:2 für die Allgäuerinnen gelang war die Partie endgültig entschieden. Doch die Kanadierin in Diensten der Memmingerinnen hatte ihren Torhunger an diesem Tag noch nicht gestillt, sieben Minuten später ihr vierter Treffer zum 6:2. Den Schlusspunkt zum 7:2 Erfolg setze Antje Sabautzki eine Sekunde vor der Schlusssirene.

„Das 1:1 nach dem  ersten Drittel war schmeichelhaft für uns“ so Werner Tenschert nach dem Spiel. „Dann haben wir uns gesteigert, Ingolstadt immer mehr den Wind aus den Segeln genommen und unsere spielerische Überlegenheit auch in Tore umsetzen können. Der Sieg ist um ein bis zwei Tore zu hoch ausgefallen.“

Damit bleiben die Allgäuerinnen die einzige verlustpunktfreie Mannschaft in der Frauen Bundesliga. Mit 24 Punkten nach acht Spielen haben die Indians am morgigen Sonntag die Chance im Heimspiel gegen Mannheim (Spielbeginn 12:15 Uhr) an Konkurrent Ingolstadt, die 25 Punkte aus 11 Spielen auf dem Konto haben, vorbei zu ziehen und auf Rang zwei zu klettern.

18.11.2017 / 12:00 ERC Ingolstadt – ECDC Memmingen Indians 2:7 (1:1/1:2/0:4)

Tore:
0:1 (13:27) Taylor Day (Manuela Anwander, Sonja Weidenfelder)
1:1 (19:22) Andrea Lanzl (Lucie Geelhaar, Katarina Zgraja)
1:2 (21:16) Taylor Day
2:2 (30:27) Katarina Zgraja, Brooke Reimer
2:3 (31:01) Marie Delarbre (Taylor Day, Sonja Weidenfelder)
2:4 (41:05) Marie Delarbre /  Penaltyschuss
2:5 (48:41) Taylor Day (Carina Strobel, Marie Delarbre) / PP+1
2:6 (55:30) Taylor Day
2:7 (59:59) Antje Sabautzki (Lena Kartheininger)

Strafen: Ingolstadt 8 Min – Memmingen 10 Min.
Zuschauer: 82.

Es spielten:  Emma Schweiger (60:00), Saskia Serbest/ Carina Strobel, Anna-Lena Niewollik, Daria Gleissner, Mandy Dibowski, Lena Kartheininger, Tiana Rehder / Katharina Ott, Nicola Eisenschmid, Antje Sabautzki, Sonja Weidenfelder, Taylor Day, Marie Delarbre, Lena Schurr, Julia Seitz, Manuela Anwander.

Am Sonntag mühsamer, aber dennoch 2:1 Erfolg über Mannheim

Mit einem 2:1 (1:1/0:0/1:0) Sieg über die Mad Dogs aus Mannheim behielten die Frauen der Memminger Indians auch im neunten Meisterschaftsspiel ihre weiße Weste und überholten Ingolstadt in der Tabelle. Dabei hatten die Memmingerinnen reichlich Mühe um die drei Punkte einzufahren.

Rund 24 Stunden nach dem 7:2 Erfolg in Ingolstadt trafen die Indians am Sonntagmittag am heimischen Hühnerberg auf die Mad Dogs aus Mannheim. Die Gäste hatten nur 12 Feldspielerin plus eine Torfrau im Aufgebot, die Maustädterinnen traten mit 18 Spielerinnen inklusive zwei Torhüterinnen an. Zwischen den Pfosten bei den Indians stand Vanessa Muschik.

Im ersten Drittel war den Gastgeberinnen merklich das schwere Auswärtsspiel vom Vortag anzumerken. Mannheim trat recht forsch auf und versuchte das Aufbauspiel der Allgäuerinnen früh zu stören. Als nach acht Minuten Sonja Weidenfelder per Rückhand die Memminger Führung gelang, schien alles seinen Lauf zu nehmen. Doch die Gäste zeigten sich davon unbeeindruckt und kamen drei Minuten später durch Aileena Dropheide zum Ausgleich.

Ab dem zweiten Drittel übernahmen dann die Memmingerinnen immer mehr das Kommando und die Mannheimer Gegenangriffe wurden stetig weniger. Im Brennpunkt des Geschehens immer wieder die US-amerikanische Kontingentspielerin der Mad Dogs, Torfrau Victoria Hanson. Sie erwies sich als unüberwindliches Hindernis und trotz eines Schussverhältnissens von 12:3 in diesem Drittel endete es torlos 0:0.

Der überfällige Führungstreffer gelang schließlich Manuela Anwander in Memminger Überzahl fünf Minuten nach dem letzten Seitenwechsel. Die Allgäuerinnen dominierten zwar den Rest der Partie, scheiterten aber immer wieder an der gegnerischen Torhüterin, so dass es bei dem knappen 2:1 Erfolg der Indians blieb.

Die Indians liegen jetzt mit 27 Punkten aus 9 Spielen auf Rang zwei in der Tabelle, vier Zähler hinter Spitzenreiter Planegg, die aber drei Spiele mehr absolviert haben. Nächstes Wochenende gibt es ein Wiedersehen mit Mannheim, wenn die Indians am Samstag und Sonntag bei den Mad Dogs antreten müssen.

Stimmen zum Spiel

Trainer Werner Tenschert:  „Uns war klar, dass es ein ganz anders Spiel wird als in Ingolstadt. Aber auch solche Spiele muss man erst einmal gewinnen.“
Stürmerin Nicola Eisenschmid: „Trotz unserer Überlegenheit konnten wir nur zwei Tore erzielen. Aber am Ende zählen nur die drei Punkte“

19.11.2017 / 12:15 ECDC Memmingen Indians – Mad Dogs Mannheim 2:1 (1:1/0:0/1:0)

Tore:
1:0 (07:41) Sonja Weidenfelder
1:1 (10:19) Aleena Dopheide (Lilli Welcke)
2:1 (45:09) Manuela Anwander (Nicola Eisenschmid) / PP+1

Strafen: Memmingen 8 Min – Mannheim 8 Min.
Zuschauer: 82

Es spielten:  Vanessa Muschik (60:00), Emma Schweiger/ Carina Strobel, Anna-Lena Niewollik, Daria Gleissner, Mandy Dibowski, Lena Kartheininger, Tiana Rehder / Katharina Ott, Nicola Eisenschmid, Antje Sabautzki, Sonja Weidenfelder, Taylor Day, Marie Delarbre, Lena Schurr, Julia Seitz, Manuela Anwander, Antonia Jekel.

Fotos:
entstanden beim Heimspiel gegen Mannheim am Sonntag. Fotocredit: Alwin Zwibel.

Zum Album auf Facebook vom Spiel gegen Mannheim geht es hier.

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