Der Memminger Rennstall Dynavolt Intact GP hat das Jahr mit letztem Test in Valencia positiv beendet

24. November 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Nach dem Grand Prix von Valencia, in dem Marcel Schrötter einen soliden 13. Platz einfuhr, während Sandro Cortese sein Abschiedswochenende vom Dynavolt Intact GP-Team leider mit einem Sturz über das Vorderrad vorzeitig beendete, ging es für die Dynavolt Intact GP-Mannschaft direkt zurück auf die Rennstrecke. Mit einem letztem Test in Valencia wurde das Rennjahr nun positiv beendet.

Es war ein bitterer Abschied für Sandro Cortese, der bei seinem letzten Rennen für den Memminger Rennstall Dynavolt Intact GP auf dem Ricardo Tormo Circuits in Valencia nach acht Runden in Kurve 11 an 16. Position liegend über das Vorderrad stürzte.

Eine seiner schwierigsten Jahre in der Moto2 liegen nun hinter dem 27-Jährigen, der die Saison mit 43 Punkten auf dem 17. Rang beendete.

Der Grand Premio von Valencia beendete die gemeinsame Ära von Sandro Cortese mit dem Intact GP-Team. Fünf Jahre in der wohl härtesten Kategorie der Weltmeisterschaft, die hin und wieder ihre Spuren hinterließ, aber auch für das eine oder andere Highlight sorgte.

Fünf Jahre, in denen er und die Allgäuer Truppe 88 Rennen bestritten, 7 Mal in die erste Startreihe rasten und unvergessliche 3 Podien – 2014 in Brünn, 2015 in Japan und 2016 in Australien – erzielten.

Das Intact GP-Team zeigte sich dankbar für die vielen schönen Momente und wünscht Sandro alles Gute für seine Zukunft!

Vierge glücklich über Debüt mit Intact GP & Schrötter erledigt viel Testarbeit

Nach dem Saisonfinale 2017 in Valencia ging es für die Dynavolt Intact GP-Mannschaft direkt zurück auf die Rennstrecke. Bei einem Zwei-Tage-Test in Jerez de la Frontera gab Xavi Vierge, der zukünftig an der Seite seines Teamkollegen Marcel Schrötter für den Memminger Rennstall fahren wird, einen positiven Einstand im Team und begann mit seinem neuen Kollegen Marcel Schrötter mit den Vorbereitungen für 2018.

Xavi Vierge lieferte eine tadellose Premiere im Dynavolt Intact GP-Team ab. Der Spanier freundete sich über insgesamt 166 Runden Schritt für Schritt mit seiner neuen Suter an.

Das Jahr mit letztem Test in Valencia positiv beendet

Mit seinen Fahrern Marcel Schrötter und Xavi Vierge kehrte das Dynavolt Intact GP-Team direkt im Anschluss noch einmal auf den Ricardo Tormo Circuit nach Valencia zurück, um den letzten wichtigen Zwei-Tage-Test vor der Winterpause zu absolvieren.

Bei guten Wetterbedingungen mit Sonne und kaum Wind führte Xavi Vierge seinen Lernprozess mit der Intact GP-Suter fort und machte weiterhin enorme Fortschritte.

An Tag zwei rückte er der Spitze ein ganzes Stück näher und platzierte sich im inoffiziellen Ranking mit seiner Bestzeit von 1’35,555 auf Platz sieben. Der Spanier verabschiedete sich in den Winter mit einer sehr klaren Vorstellung davon, wo er sich weiter steigern und noch mehr das Potential seiner 600ccm-Maschine ausnutzen kann.

Auch Marcel Schrötter fühlte sich an den zwei Tagen auf dem Ricardo Tormo Circuit deutlich wohler als zuvor in Jerez. Der 24-Jährige war in der Lage, trotz intensivem Testplan sehr konstante Rundenzeiten abzurufen und gleichzeitig dem Team wertvolle Informationen zu liefern. Mit einer 1’35,990 war er von seiner Qualifying-Bestzeit nicht weit entfernt.

Das Wichtigste für ihn ist es jetzt, in der Pause seine Kahnbein-Fraktur weiter auszukurieren, um im Februar 2018 so gesund wie möglich und ohne Schmerzen zurückzukehren.

Kommentare aus dem Team

Xavi Vierge

„Ich bin glücklich über den ersten Test mit meinem neuen Team und mit der Suter. Diese vier Tage waren wichtig, um mit einem positiven Gefühl in die Winterpause zu gehen. Wir haben sehr gute Arbeit geleistet.
Ich konnte mich jeden Tag verbessern und spürte, dass die Suter mehr und mehr zu meinem Motorrad wird.
Es ist sehr wichtig, dass wir die kleinen Probleme klar erkennen. So können wir die Pause nutzen, um alles zu analysieren und im Februar einige Ideen parat zu haben.
Das Team ist großartig, jeder arbeitet sehr professionell. Auch das Bike ist sehr gut und es geht nur um kleine Anpassungen. Die Suter unterscheidet sich schon ziemlich im Vergleich zu meiner früheren Tech3. Am Anfang war es wichtig, sich daran zu gewöhnen.
Als ich das Bike besser verstand und herausfand, wo ich mehr oder wo ich weniger pushen kann, konnte ich das Potential vom Bike mehr ausnutzen. In jeder Session habe ich meine Rundenzeit gesteigert und ich weiß, wo ich noch mehr rausholen kann!“

Marcel Schrötter

„Generell war das Gefühl in Valencia beim Test besser als in Jerez.
Ich konnte über den ganzen Tag konstant sein. Das Resultat ist zwar nicht das schönste, aber wichtig ist die Arbeit, die wir geleistet haben. Meine Crew hat einen super Job gemacht.
Ich bin immer noch etwas eingeschränkt, was sich im Laufe des Tages bemerkbar macht. Wir versuchten, das Beste draus zu machen und gut zu arbeiten, um am Ende viele Informationen mitzunehmen.
Es ist jetzt wichtig, alles genau zu analysieren und die nächsten Schritte für das kommende Jahr festzulegen. Für mich hat jetzt Priorität, über den Winter an der Genesung meiner Hand zu arbeiten, um 2018 in einer besseren Verfassung zurückzukommen.“

Jürgen Lingg, Teammanager

„Ich bin froh, dass sich Xavi weiter enorm gesteigert hat, speziell am zweiten Tag in Valencia. Er und seine Crew haben eine gute Richtung eingeschlagen und wir verstehen jetzt besser, was er braucht, um schnell zu fahren.
Wir haben Federelemente von Öhlins getestet und eine andere Schwinge sowie verschiedene Chassis-Teile probiert, was ganz interessant war. Xavi konnte uns ein sehr gutes Feedback geben und hat einen super Job gemacht. Er konnte sich permanent steigern und ist ansprechende Rundenzeiten gefahren.
Damit können wir absolut zufrieden sein. Das war wichtig vorm Winter, damit wir unsere Hausaufgaben machen können. Marcel hat auch viele Runden abgespult, trotz Handicap mit seiner Handverletzung. Er konnte uns einige wertvolle Informationen geben. Wir haben ein paar Sachen aussortiert, die wichtig waren, deswegen sind wir sehr zufrieden mit dem Test.
Das Team hat sehr gute Arbeit geleistet. Unsere neuen Mitglieder haben sich sofort integriert und es macht richtig Spaß, der ganzen Mannschaft bei der Arbeit zuzuschauen. Es waren nach dem letzten GP noch einmal vier harte Testtage und jetzt haben sich alle die Winterpause wohlverdient.“

Fotos: © IntactGP

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