Rauchwarnmelderpflicht nun auch in Bestandgebäuden ab dem 1. Januar 2018

25. November 2017 von Christine Hassler - 1 Kommentar

Zum 1. Januar 2013 mussten in Neubauten alle Wohnungen die Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, jeweils mit mindestens einem Rauchwarnmelder überwacht werden. Ab dem 1. Januar 2018 müssen nun alle Wohnungen – auch Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften oder Reihenhäuser – mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein. Eine Vernetzung von Rauchwarnmeldern ist nicht gefordert, jedoch kann diese im Einzelfalle sinnvoll sein.

Damit sollen aus der Sicht des Gesetzgebers und der Feuerwehren bei Bränden in Wohnungen die Brandtoten reduziert werden. Bei der Auslösung eines Rauchwarnmelders bleibt i.d.R. noch genügend Zeit, um einen Löschversuch zu unternehmen oder sich und die Familie selbst retten zu können. Für Hotels, Pensionen usw. gilt die Rauchwarnmelderpflicht jedoch nicht.

Welche Rauchmelder müssen verwendet werden?

Es dürfen nur Rauchwarnmelder verwendet werden, die der DIN EN 14 604 entsprechen und eine CE-Kennzeichnung besitzen. Für Menschen, die den Alarm der Rauchwarnmelder nicht oder nur schlecht hören, können die Geräte mit Lichtsignalen und Rüttelkissen verbunden werden. Sollte bei einem Wohnungsbrand eine Person verletzt werden oder sie sogar zu Tode kommen und kein Rauchwarnmelder vorhanden gewesen sein, kann von den Ermittlungsbehörden sicherlich überprüft werden, ob beim Vorhandensein eines Rauchwarnmelders das Unglück vermeidbar gewesen wäre.

Wer ist verantwortlich für den Einbau?

Verantwortlich für den Einbau ist der Eigentümer. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzern, es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst. Es empfiehlt sich die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft des Rauchwarnmelders schriftlich zwischen den unmittelbaren Besitzern (Mieter) und dem Eigentümer (Vermieter) zu vereinbaren und zu dokumentieren.

Info:
Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr hat auf seiner Homepage unter www.stmi.bayern.de weitere Informationen zur Rauchwarnmelderpflicht veröffentlicht. Auch auf der Homepage des LFV Bayern sind dazu Informationen abrufbar.

Deine FEUERWEHR hilft – vorbeugen musst DU!

„Rauchmelder können Leben retten“

„Ab Januar 2018 müssen alle Wohnungen mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein“, weist Kreisbrandrat Alexander Möbus hin. Bislang galt die Rauchmelderpflicht nur für Neubauten. „Rauchwarnmelder können Leben retten“, betont Möbus. „Denn wenn dieser Alarm schlägt, bleibt in der Regel noch genügend Zeit, um den Brand selbst zu löschen oder sich und seine Familie zu retten.“

So funktioniert ein Rauchmelder

  • Ein Rauchmelder schlägt bei einem Brand schnell Alarm. Er erkennt die feinen Rauchpartikel, die dabei entstehen, schon nach ein bis drei Minuten. Damit können sich die Bewohner in Sicherheit bringen, bevor die Rauchkonzentration gefährlich wird.
  • Betrieben werden die Geräte in der Regel mit handelsüblichen Batterien. Diese halten zwei bis drei Jahre. Damit man weiß, wann man neue Batterien braucht, sollte man einen Brandmelder kaufen, der auf eine nachlassende Batterieleistung aufmerksam macht.
  • Rauchmelder sollten an der Zimmerdecke befestigt werden, da sich Rauch zuerst unter der Deck sammelt. Am besten bringt man sie in der Mitte des Raums an, mindestens aber in einem Abstand von 50 Zentimetern von der Wand.
  • Zu Fehlalarmen durch Zigarettenrauch oder Kerzen kommt es bei guten Rauchmeldern nicht.

Info:
Viele weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.rauchmelder-lebensretter.de.

Foto:
Rauchwarnmelder installieren! Bildquelle: Landesfeuerwehrverband Bayern.

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