Altbewährtes neu verstärkt – ÖDP wählt Vorstand für zwei Jahre

6. Dezember 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Bei ihrer Kreishauptversammlung der ÖDP Memmingen-Unterallgäu wurde der gesamte geschäftsführende Vorstand für die nächsten beiden Jahre wiedergewählt. Im Zuge der Kreishauptversammlung wurden zudem 14 Mitglieder für 25 Jahre Treue geehrt und bereits ein Fazit gezogen aus dem Jahr 2017.

Die Vorstandsneuwahl der ÖDP Memmingen-Unterallgäu brachte kaum Überraschungen. Der geschäftsführende Vorstand besteht auch für die nächsten beiden Jahre aus Gabriela Schimmer-Göresz (Kreisvorsitzende), Lucia Fischer und Robert Keller (stellvertretende Vorsitzende) und Alexander Abt (Schatzmeister). Peter Miller (Stadtrat Mindelheim), Christian Fröhlich (Kreisrat Lachen), Tanya und Alexander Röhrl sowie Neumitglied Bernhard Fiederling verstärken den Vorstand als Beisitzer.

Rückblick auf 2017 und Ausblick aus Sicht der ÖDP Memmingen-Unterallgäu

Zuvor hatte die Kreisvorsitzende Gabriela Schimmer-Göresz das abgelaufene Jahr Revue passieren lassen. Das Jahr sei nahezu ausschließlich von der Bundestagswahl dominiert gewesen, die aus ÖDP-Sicht die materialintensivste Bundestagswahl bisher gewesen sei. Trotz des Aufwands an Infomaterial und Plakaten, der gut besuchten Veranstaltungen und der vielen Gespräche an Info-Ständen sei das Ergebnis für ihre Partei jedoch enttäuschend gewesen.

Taktische Überlegungen hätten dominiert und die wichtigen Probleme in den Hintergrund rücken lassen, so Schimmer-Göresz , die von „erlebter Ausgrenzung“ sprach und es wenig überzeugend nannte, „wenn Verbände sich nur die Parteien auf Podien holen, die für desaströse Verhältnisse und Versäumnisse verantwortlich zeichnen“. Dem Wähler nicht auch unbequeme Wahrheiten zuzumuten, bezeichnete die Kreisvorsitzende als „verantwortungslos“.

Nach den gescheiterten Jamaika-Sondierungen könne sich die ÖDP mit dem Gedanken einer Minderheitenregierung gut anfreunden. „Dies wäre der Ausweg aus dem Koalitionselend und der nötige Neustart des Parlamentarismus“, so Schimmer-Göresz.

Sie brachte ihr tiefes Bedauern darüber zum Ausdruck, dass das Gemeinwohl unter die Räder komme, sich die Spaltung der Gesellschaft fortsetze und Gerechtigkeitslücken nicht geschlossen würden. Die überfällige echte Energie-, Verkehrs- und Agrarwende lasse weiter auf sich warten und auf mehr Mitwirkung durch Volksentscheide auch auf Bundesebene werde man noch lange warten müssen.

Bezugnehmend auf das aktuell laufende Volksbegehren „Damit Bayern Heimat bleibt – Betonflut eindämmen“, welches gemeinsam initiiert wurde von einem Bündnis aus Grünen, AbL und ÖDP, zeigte sich die Kreisvorsitzende hoffnungsvoll, die erforderlichen 25.000 Unterschriften bis Ende des Jahres gesammelt zu haben. Es käme bei den Bürgerinnen und Bürgern gut an und inzwischen habe sich auch der Landesbund für Vogelschutz angeschlossen. Der Blick und sämtliche Aktivitäten seien nun auf die Landtags- und Bezirkstagwahlen 2018 gerichtet.

In Folge auf den „Alleingang“ des Bundeslandwirtschaftsministers Christan Schmidt, für Deutschland der Zulassung von Glyphosat für weitere 5 Jahre zuzustimmen, einigte sich die ÖDP Memmingen-Unterallgäu darauf, seinen Rücktritt zu fordern.

Langjährige Mitglieder geehrt

Eine besondere Freude war es der Kreisvorsitzenden, 14 Mitglieder für ihre 25-jährige Parteizugehörigkeit und Treue mit Urkunde und Ehrennadel auszuzeichnen.

Die anwesenden Prof. Dr. Dieter Buchberger (Fraktionsführer aus dem Memminger Stadtrat), Rosina Rottmann-Börner (Unterallgäuer Kreistag) und Peter Miller (Stadtrat in Mindelheim) gaben abschließend einen kurzen Abriss über anstehende kommunale Projekte.

Foto:
Der geschäfsführende Vorstand der ÖDP Memmingen-Unterallgäu, vorn: Kreisvorsitzende Memmingen-Unterallgäu Gabriela Schimmer-Göresz (re.) neben Lucia Fischer, stv. Kreisvorsitzende.
Hinten: Alexander Abt, Bezirksrat und Schatzmeister (li.), neben ihm Robert Keller, stv. Kreisvorsitzender.
Foto: Privat.

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