Weihnachtsausstellung mit Schlitten von damals und heute

11. Dezember 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Solange noch nicht genug Schnee liegt, um selbst rodeln zu gehen, empfehlen wir einen Besuch in der diesjährigen Weihnachtsausstellung „Die Kufen brodeln, wir rodeln! Sirch – Holzdesign aus dem Allgäu“ im Stadtmuseum Memmingen. Das Allgäuer Unternehmen Sirch bietet dabei einen Blick hinter die Kulissen der Firma und führt durch die Geschichte des Schlittens, dem ältestenTransportmittel der Menschheitsgeschichte.

Der Schlitten, das älteste Transportmittel der Menschheitsgeschichte, veränderte seine Nutzung über die Jahrhunderte. Der älteste bekannte europäische Schlitten stammt aus der Zeit um 800 nach Christus und gehörte einem Wikingerfürsten. Im 17. Und 18. Jahrhundert waren Schlitten Glanzpunkte des gesellschaftlichen Lebens und gehörten fest in den Kanon der sportlichen Vergnügungen des Bürgertums.

Transport und Spaß

Schlittenfahren ist ein kulturgeschichtliches Phänomen, das im Allgäu sowohl transporttechnisch als auch im sportlichen Bereich eine lange Tradition genießt. Ob Ziehschlitten, Lenkschlitten, Stuhlschlitten mit Lehne, Rodelschlitten, Hörnerrodel – bis zum modernen Sportrodel war es ein langer Weg, den die Ausstellung eindrücklich wiedergibt. Heute denkt man beim Begriff Schlitten mehrheitlich an fröhliche Kindertage und ausgelassene Rodelpartien.

Die diesjährige Weihnachtsausstellung „Die Kufen brodeln, wir rodeln! Sirch – Holzdesign aus dem Allgäu“, die noch bis 28.01.2018 zu besuchen ist, schaut hinter die Böhener Hügel bei Ottobeuren. Dort, in der Waldmühle entwickelte sich aus einer alten Wagnerei ein innovatives Unternehmen, das sich zwischen traditionellem Schlittenbau und modernem Holzdesign bewegt.

Dem traditionellen Schlittenbau der Firma Sirch folgten Puppenhäuser, Rutschfahrzeuge und Kinderspielzeug und sogar Möbel wurden und werden in der Waldmühle neu gedacht.

Vom antiken Ziehschlitten zum modernen Sportrodel

Neben vielen ausgestellten Modellen von den Ursprüngen bis zur Moderne im vergleichenden kulturgeschichtlichen Kontext hält die Ausstellung auch mit Videos über die Herstellung, Fotos und Schrifttableaus einen Blick hinter die Kulissen der Firma Sirch bereit, deren Holzprodukte vielfach für ihre Nachhaltigkeit und modernes Design ausgezeichnet sind.

Was haben Schlitten und Schaukelpferd gemeinsam?

Wie viele Elemente aus dem Schlittenbau „Sibis Spielzeuge“ beinhalten, wird in der Ausstellung von modernen Lernlaufhilfen, Anhängerwagons, Kinderrutschfahrzeugen und Schaukelpferdchen deutlich. Vom ersten Stuhl, „dem König von Schu“, über Kindermöbel bis zu Prototypen wird hier die Fortentwicklung des Schlittenbaus aufgezeigt. Holzspielsachen und Kindermöbel können dabei nicht nur bewundert, sondern einige auch ausprobiert werden.

Die neuesten Sportrodel und Minirodel für Kinder machen auf jeden Fall Lust darauf, sich auf den kommenden Schnee vorzubereiten und lustigen Rodelpartien entgegenzusehen.

Die Weihnachtsausstellung „Die Kufen brodeln, wir rodeln! Sirch – Holzdesign aus dem Allgäu“ ist noch bis 28.01.2018 zu besuchen.

Mehr Infos auf zeitmaschine-stadtmuseum-mm.de.

Weiteres Begleitprogramm zu Ausstellung:

  • Samstag, 13.01.2018, um 14 Uhr: „Ich bau mir ein Haus“ Puppenhausworkshop
  • Donnerstag, 18.01.2018, um 19 Uhr: Vortrag mit Christoph Bitzer, Firma Sirch „Begrenzte Schönheit – Vom Glück und Unglück beschränkter Möglichkeiten im Produktdesign“.

Fotos:
aus eigener Quelle (Christine Hassler).

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