Prächtige Publikation zur Künstlerfamilie Strigel erschienen

18. Dezember 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Die Kunsthistorikerin Dr. Enikő Zsellér forschte fünf Jahre lang über die Memminger Künstlerfamilie Strigel. Auf 288 Seiten mit 157 Farb- und 43 Schwarz/Weiß-Abbildungenund dokumentierte sie in ihrem vor kurzem erschienenen Buch „Die Künstlerfamilie Strigel, Studien zur spätgotischen Malerei in Memmingen“ die ersten nachweisbaren Generationen der Strigel-Familie. Ein druckfrisches Exemplar überreichte sie nun an Oberbürgermeister Manfred Schilder.

Fünf Jahre lang forschte die Münchner Kunsthistorikerin Dr. Enikő Zsellér zur Künstlerfamilie Strigel, die im 15. und 16. Jahrhundert in Memmingen eine florierende Malerwerkstatt betrieben hat, und übergab nun ihr vor kurzem erschienenes Buch „Die Künstlerfamilie Strigel, Studien zur spätgotischen Malerei in Memmingen“ an Oberbürgermeister Manfred Schilder.

Dr. Enikö Zsellér behandelt in ihrem Buch Leben und Werk der ersten Generationen der Strigel-Familie, die ab 1430 in der Reichsstadt nachzuweisen sind. Neben Hans Strigel d. Ä. († 1462), stellt sie der Leserschaft auch dessen beiden Söhne Hans d. J. (1450–1479) und Ivo Strigel (1430–1516) vor.

Auf die Frage, wie sie auf dieses Thema gekommen sei, erzählte Zsellér von einer Darstellung des auferstandenen Christus im Eingangsbereich der Memminger Martinskirche von Hans Strigel d. Ä., die sie sehr fasziniert habe und die so zum Ausgangspunkt einer viele Jahre währenden kunsthistorischen Arbeit geworden ist.

Ausdrücklich dankte sie Kulturamtsleiter Dr. Bayer für seine hilfreiche Begleitung des Projekts von Anfang an. Der Stadt Memmingen dankte sie sehr für die finanzielle Unterstützung. Der Stadtrat hat für diesen Beitrag zur Memminger Kunstgeschichte einen Druckkostenzuschuss in Höhe von 6.000 Euro bewilligt.

„Wir danken Ihnen für die mühevolle und zeitaufwändige Arbeit, die Sie geleistet haben, und freuen uns sehr über diesen beeindruckenden und schönen Band, der für Memmingen sehr wertvoll ist“, betonte Oberbürgermeister Manfred Schilder.

Grundlage für das vorliegende Buch ist Zsellérs Dissertation, für die sie auch im Memminger Stadtarchiv und im Strigel-Museum intensive Forschungen betrieben hat. Der Band bringe einen bemerkenswerten Zugewinn an kunsthistorischen Kenntnissen, würdigte Kulturamtsleiter Dr. Hans-Wolfgang Bayer.

„Wir freuen uns sehr über diese prächtige Publikation mit einem ausgezeichneten Bildteil und einem umfassenden Werkkatalog“, freute sich Dr. Bayer. Die Strigel-Forschung könne diesen Impuls in besonderer Weise sehr gut gebrauchen, da vorliegende Monographien von Gertraud Otto und Edeltraud Rettich bereits vor über 50 Jahren erschienen sind.

Die 34-jährige Dr. Eniko Zsellér arbeitet seit 2009 als Kunsthistorikerin am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München und wird im neuen Jahr als wissenschaftliche Mitarbeiterin in die Staatliche Graphische Sammlung München wechseln.

Ihre Publikation zur Künstlerfamilie Strigel ist im Michael Imhof-Verlag erschienen (ISBN 978-3-7319-0563-9), im Buchhandel und zukünftig auch im Strigel-Museum erhältlich für 69 Euro.

Fotos:

Bild 1 (& Titelbild): Dr. Enikő Zsellér stellte ihr Buch „Die Künstlerfamilie Strigel, Studien zur spätgotischen Malerei in Memmingen“ vor: Auf 288 Seiten, 157 Farb- und 43 S/W-Abbildungen dokumentierte die Münchner Kunsthistorikerin die Künstlerfamilie Strigel, die im 15. und 16. Jahrhundert in Memmingen eine florierende Malerwerkstatt betrieben hat.

Bild 2: Buchpräsentation im Rathaus (v. li.): Kulturamtsleiter Dr. Hans-Wolfgang Bayer, Oberbürgermeister Manfred Schilder, Autorin Dr. Enikő Zsellér, Heimatpfleger Dr. Wolfram Arlart und Dr. Axel Lapp, Leiter des Antoniter- und Strigelmuseums sowie der Mewo-Kunsthalle.

Bild 3: Titelbild des neu erschienenen Buches über die Künstlerfamilie Strigel.
Fotoquelle: Alexandra Wehr/ Pressestelle Stadt Memmingen.

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