Das erste Weihnachten in der neu restaurierten Kirche St. Martin

27. Dezember 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Wie erwartet war die neu restaurierte Kirche St. Martin an diesem ersten Weihnachten seit ihrer Restaurierung zum Bersten gefüllt. Auch wenn es an Weihnachten um das Wunder der Geburt Jesu geht, war dies hingegen kein Wunder, erstrahlt doch die für Memmingen charakteristische Kirche in alter Schönheit und neuem Glanz.

Allein der ausgezeichnete Chor der Kantorei St. Martin wie auch der Bläserchor von St. Martin sind ein Erlebnis und wer früh genug eintraf konnte in aller Ruhe erneut oder auch das erste Mal seinen Blick durch die liebevoll restaurierte Kirche schweifen lassen.

„Einen Namen neben dem Namen Jesus hat man in der diesjährigen Vorweihnachtszeit häufig gehört“, leitet Dekan Christoph Schieder seine erste Weihnachtspredigt in der neu erstrahlenden Kirche St. Martin ein: „ALEXA“.

„Alexa hört alles, Alexa weiß auf alles eine Antwort und Alexa hört aufs Wort. Was hat eine Sprachsteuerung mit Heilig Abend zu tun, fragen Sie sich?“ fragt der evangelische Dekan mit provokativem Lächeln und ein Raunen geht durch die Kirche. `Gut so´, denke ich zwischen mir und mir, `spätestens jetzt sind alle aufgewacht´.

„Einer zieht in diese Welt ein, der immer auf Empfang geschalten ist“, erinnert Dekan Schieder die vielen anwesenden gläubigen Christen, für die auch die Ersatzstühle nicht mehr reichten und sich stehend an den Seiten, unter der Orgelempore und im gesamten Eingangsbereich drängten.

„Jesus weiß alles und hat auf alles eine Antwort, jedoch hat Jesus Antworten auf die großen Fragen des Lebens“, macht Dekan Schieder aufmerksam.

Und unsere Wünsche und Sehnsüchte erfüllten sich nicht in Sekunden, man müsse etwas dafür tun.

Denn Jesus sei kein Befehlsempfänger, sondern im Gegenteil – er gebe uns sein Wort.

„Wie kann die Geburt von einem Kind die Welt verändern? Wie kann sie Frieden bringen?

Was hat die Geburt Jesu gebracht?“ fragt er offen.

 

Noch immer gebe es Leid auf der Welt, noch immer gebe es Kämpfe, Unruhe und Unrecht – dies sei leider wahr.

Dennoch werde Jesus nicht müde, die Menschen aus der Finsternis ans Licht zu führen. Die Geburt Jesu sei ein Lichtblick gegenüber Resignation, mache Mut und gebe den Menschen Hoffnung – Einer der Beinamen, die Jesus gegeben wurden, sei „Wunderrat“: Jesus sei eine Lichtquelle, die Licht in die Dunkelheit bringe.

„Gottheld“ sei ein weiterer Beiname Jesu. Doch Jesus sei kein „Oberbefehlshaber“.

Er lehre uns, nicht nur den Glanz anzusehen und erinnere uns daran, dass wahre Helden nicht in Palästen geboren werden – er zeige uns viel mehr, wie wir selbst Helden werden können.

„Ewig Vater“ – Jesus gebe uns in seiner väterlichen Fürsorge eine Antwort auf unsere Sehnsucht nach Geborgenheit.

„Friedefürst“ – Jesus habe den ersten Schritt zum Frieden gemacht, die Geburt Jesu selbst sei ein Friedensangebot.

Anders als bei Alexa sei er es, der uns ein Angebot macht und wir die Empfänger.

Jesus Name verfehle dann seine Wirkung nicht, wenn wir bereit seien, sein Angebot anzunehmen.

 

Fotos:
Handyfotos aus eigener Quelle.

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