Mit Geschenken, Aufmerksamkeiten, Lob und Zitaten überhäuft

5. Januar 2018 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Das wurde Oberbürgermeister Manfred Schilder gestern bei seinem 60. Geburtstag und den Feierlichkeiten zu seinen Ehren im Memminger Rathaus. Nicht nur zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft, auch viele Vertreter aus Vereinen, der Kirche, Bürgerausschüssen, Sport, Kultur und Freunde kamen, um Manfred Schilder zu gratulieren.

Innerhalb recht kurzer Zeit hat Oberbürgermeister Manfred Schilder, der nun seit etwas mehr als neun Monaten im Amt ist, bei seinen Mitarbeitern wie auch bei Vereinen, Bürgerausschüssen und der Einwohnerschaft Memmingens große Beliebtheit errungen.

Dennoch war er es, der in seinen Begrüßungsworten allen anderen dankte: Gerührt von den vielen Aufmerksamkeiten und nach Worten ringend dankte er allen, die ihm dabei geholfen haben, sich in sein Amt einzuarbeiten. Denn seit seiner Aufstellung zu den Neuwahlen im März des vergangenen Jahres „ging alles sehr schnell“, blickte der junggebliebene nun 60-Jährige auf den Anfang seiner Amtszeit zurück.

Er dankte den Mitgliedern der Verwaltung, den Amts- und Referatsleitern, die ihm mit fachlicher Kompetenz zur Seite stehen sowie den Mitgliedern des Stadtrates und der Gremien. Es sei sehr inspirierend, mit den engagierten Stadtratsmitgliedern Meinungen auszutauschen und zu diskutieren und gemeinsam um die besten Lösungen zu ringen.

Seinen beiden Stellvertretern Zweite Bürgermeisterin Margareta Böckh und Dritter Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger dankte er nicht nur für die großartige Unterstützung, sondern auch für die tiefe Freundschaft, die sich seither entwickelt habe.

Ihnen allen galt sein Dank, dass er sich „heute für das Amt des Oberbürgermeisters begeistern kann“.

Auch den Bürgerausschüssen dankte er für die fruchtbare Zusammenarbeit und betonte, mit der gleichen Demut und Dankbarkeit wie zu Beginn, dieses Amt mit Freude zu bekleiden.

Seiner Frau Karin und seiner Familie dankte Manfred Schilder für die stete Unterstützung und den familiären Rückhalt – auch seiner Mutter galt sein Dank, der es letztlich zu verdanken sei, dass es ihn überhaupt gebe.

Doch auch denen gedachte Manfred Schilder, die nicht mehr zu seinem 60. Geburtstag dabei sein konnten, wie seine Eltern etwa, der plötzlich verstorbene Markus Kennerknecht, der ehemalige Dritte Bürgermeister Werner Häring und die ehemalige Stadträtin Angela Reusch, die beide nach langer Krankheit im vergangenen Jahr verstorben sind.

Große Beliebtheit

Dass sich OB Manfred Schilder bereits großer Beliebtheit erfreut, konnte man auch daran erkennen, wie entspannt und – trotz allem Respekt – humorvoll die Geburtstagsgäste sich ihm näherten:

Humorvoll wurde Manfred Schilder in den „Club der alten Säcke“ aufgenommen mitsamt Ausweis und einem Anstecker in Form eines kleinen Rupfensäckchens und wurde scherzhaft darauf hingewiesen, dass er nun darauf vorbereitet sein müsse, in Gaststätten den Seniorenteller angeboten zu bekommen, oder etwa in kulturellen Institutionen nach dem Seniorenausweis gefragt zu werden.

Bürgermeisterin Margareta Böckh, die zuvor eine Vielzahl an Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft begrüßte – u.a. Staatsminister a.D. Josef Miller, Altoberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger, Ehrenringträger Rudolf Jurczok, MdL a.D. Herbert Müller, den Regierungsvizepräsident der Regierung von Schwaben Josef Gediga, Landrat Hans-Joachim Weirather, Landrat Anton Klotz, Kaufbeurens OB Stefan Bosse sowie Lindaus OB Dr. Gerhard Ecker, Vertreter der Baugenossenschaften und Banken u.v.m. – erinnerte die anwesenden Presse- und Medienvertreter schmunzelnd mit einem Zitat des Journalisten Friedrich Sieburg daran, dass „Geburtstage und sonstige Jubiläen nichts weiter sind, als ein Tag der Waffenruhe. Der Geehrte ist an diesem Tag vor jeder Kritik geschützt. Kein Einwand kann gegen ihn erhoben werden, er hat 24 Stunden recht und ist der dialektischen Verstrickung… für diese Frist enthoben“.

Soziale Kompetenzen

Als passionierter Sportler und ehemaliger Wasserballer besitze Manfred Schilder die Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit dem Wesentlichen zu widmen und als Schafkopfspieler verstehe er es, seine Trümpfe strategisch auszuspielen und für schwierige Situationen immer ein Ass im Ärmel zu haben, spielte Margareta Böckh an.

Ernsthaft lobend stellte sie jedoch OB Manfred Schilders wichtigste soziale Kompetenzen hervor: Glaubwürdigkeit, Bürgernähe und Durchsetzungsvermögen machten ihn zu einem modernen Bürgermeister und guten Rathauschef, betonte sie.

Neue Akzente

Neue Akzente habe Manfred Schilder auch als Leiter der Stadtverwaltung gesetzt: Wöchentliche Referatsleitersitzungen, runde Tische mit der Verwaltung, die wertschätzende und öffentliche Anerkennung für gute Arbeit, wichtige Verwaltungsbeschlüsse, die nun mit den Referaten kommuniziert würden und Fachwissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, die in die Entscheidungen des Stadtrates und des OBs mit einfließen  – all dies trage zu einem sehr guten Arbeitsklima bei.

Mit Lockerheit und Humor habe Manfred Schilder in dieser Zeit alte Blockaden gelöst und neue, tragfähige und belastbare Brücken zwischen Rat, Bürgermeisteramt und der Verwaltung errichtet. In Ratssitzungen sei wieder eine unverkrampfte und lockere Atmosphäre entstanden und – so gestand die Zweite Bürgermeisterin – es mache ihr wieder große Freude, zu Ratssitzungen zu gehen.

Mit vielen Zitaten bedacht

Bevor Margareta Böckh den Jubilar mit einer Auslese an Zitaten überschüttete, drückte sie den Wunsch aus, er möge – trotz seines intensiven Aktenstudiums – sich die große Nähe zu den Menschen in unserer Stadt erhalten.

Denn die großen Herausforderungen, die in der Politik, der Wirtschaft, dem sozialen Bereich und der weiteren Stadtentwicklung anstünden, ließen sich nur erfolgreich gestalten, wenn die Bürgerinnen und Bürger mitgenommen werden. Angesichts seiner Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, zeigte sich die Bürgermeisterin jedoch zuversichtlich.

Neben weiteren fand Margareta Böckh den besten Ratschlag für „Herren in seinem Alter“ bei Abraham Lincoln: „Halte dir jeden Tag 30 Minuten für deine Sorgen frei und in dieser Zeit mache ein Nickerchen!“

Sehr poetisch das Zitat von Christian Friedrich Hebbel: „Das Leben mit seinen verschiedenen Epochen ist eine Schatzkammer. Wir werden reich in jedem Gewölbe beschenkt, wie reich, das erkennen wir erst beim Eintritt in das nächste Gewölbe.“

Prosaisch dagegen zitierte sie Arnold Benett: „Ein Mensch mit sechzig war zwanzig Jahre im Bett und hat drei Jahre gegessen.“

Und volkstümlich schloss sie mit einem Geburtstagsgruß: „60 Jahre sind es wert, dass man dich besonders ehrt. Darum wollen wir dir sagen: Es ist schön, dass wir dich haben.“

Geburtstagsständchen und „Schwottisch“

Die kleine Enkelin Anni und Enkelin Rosalie sangen zusammen mit Schwiegertochter Sabrina dem Jubilar anschließend ein berührendes Ständchen.

Johnny Ekkelboom (Klarinette) und Annette Weber (Akkordeon) von der städtischen Sing- und Musikschule gestalteten den ehrenden Empfang musikalisch und hatten für den Jubilar und seine Stellvertreter noch eine lustige Einlage auf dem Plan:

„Schwottisch“ hieß das Stück, bei dem die Stadtspitze mit Entenflöte, Kuckucksflöte und Kuh-Dose unter Anleitung von Johnny Ekkelboom zu gegebener Stelle auf dem Notenblatt im Einsatz war mit Tut-, Flöt- und Muh-Lauten zur Belustigung ihrer selbst und aller Anwesenden.

Vereine und Bürger gratulieren

Viele Vereine und Bürger hielten den Oberbürgermeister auch am Nachmittag in Schach: Zum Geburtstagsempfang marschierte die Stadtgarde auf und beglückwünschte den Jubilar.

Auch die Vorstandschaft des Fischertagsvereins kam ins Rathaus, sowie der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr zusammen mit den Feuerwehrführungskräften der Stadt.

Der Trachtenverein legte ein Tänzchen aufs Rathausparkett und zahlreiche Vertreter der hiesigen Vereine und Bürgerausschüsse sowie des Ausländerbeirates gratulierten zum runden Geburtstag.

Anmerkung

Auch nach der „Sperrfrist“ von 24 Stunden Kritiklosigkeit seitens der Journalisten haben wir keine bösen Worte und auch kein Anlass dazu. Vielmehr richtet sich der Blick gespannt auf die Zukunft unter Oberbürgermeister Manfred Schilder, für die wir ihm weiterhin alles Gute wünschen und uns freuen, als Bürger immer mehr daran mitgestalten zu dürfen.

Fotos:

Bild 1 (und Titelbild): Zum runden Geburtstag gratulierte dem OB im Namen des Bauhofs auch Tiefbauamtsleiter Gernot Winkler (li.).

Bild 2: Bürgermeisterin Margareta Böckh und Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger überreichten Oberbürgermeister Manfred Schilder (Mitte) zum 60. Geburtstag einen Präsentkorb.

Bild 3: Schwiegertochter Sabrina und die Enkelinnen Anni und Rosalie (v.li.) sangen dem Jubilar ein Ständchen.

Bild 4: „Schwottisch“ hieß das Stück, bei dem die Stadtspitze mit Entenflöte, Kuckucksflöte und Kuh-Dose unter Anleitung von Johnny Ekkelboom (re.) im Einsatz war.

Bild 5: Zum Geburtstagsempfang marschierte die Stadtgarde auf und beglückwünschte den Jubilar.

Fotoquellen:
Bilder 1, 3 & 5: Julia Mayer / Pressestelle Stadt Memmingen
Bilder 2 & 4: aus eigener Quelle (Christine Hassler)

Ein kleines Album vom 60. Geburtstag von OB Manfred Schilder auf unserer Facebookseite.

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