Return. Reuse. Recycle. Der RECUP-Becher hat nun auch Memmingen erobert

10. Januar 2018 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Kaffee zum Mitnehmen gehört für viele zum Alltag. Einwegbecher verbrauchen aber eine große Menge Ressourcen von der Herstellung über den Transport beim Entsorgen bis zum Entsorgen selbst. Das RECUP Mehrweg-Pfandsystem für Coffee-to-go bietet dafür eine Lösung. Den Startschuss in Memmingen feierte das umweltfreundliche Mehrweg-System gestern in einer Auftakt-Veranstaltung im Backhaus Häussler.

Return. Reuse. Recycle.

Der speziell für die Region Allgäu gestaltete Becher mit Wahrzeichen der Region, dekorativ abgedruckt im unteren Bereich des Bechers, ist für 500 Anwendungen geeignet, besteht aus recycelbarem Kunststoff, ist BPA-frei und ohne Schadstoffe, wird im Land gefertigt, ist super leicht und langlebig und ist sowohl für heiße, als auch für kalte Getränke geeignet.

Abgegeben werden können die 1 Euro-Pfandbecher bei allen an das System angeschlossenen RECUP-Partnern, werden dort gereinigt und zum weiteren Gebrauch wieder zur Verfügung gestellt.

„Unsere Vision ist es, dass sich das ressourcensparende und umweltfreundliche System in ganz Deutschland etabliert, plötzlich in Memmingen ein Becher aus Berlin auftaucht, oder auf Sylt ein Becher aus dem Allgäu – das könnte richtig kultig werden“, bekennt Lisa Heinze von RECUP, die zur Einführung vor Ort war.

Wahrzeichen der Region

Jede Region ist mit seinen Wahrzeichen auf dem Becher abgebildet, 529 Standorte haben sich in Deutschland bereits angeschlossen, das Ziel scheint bereits greifbar zu sein.

So ist auf dem „Allgäu-Becher“ natürlich unser Memminger Rathaus abgebildet, neben dem Rathaus Kemptens vor dem Grünten, das Rathaus Kaufbeuren, der Leuchtturm Lindaus, und die Wahrzeichen für das Unter- und das Oberallgäu – die Basilika Ottobeuren und Schloss Neuschwanstein.

 

Nachhaltigkeit

Hermann Häussler (Backhaus Häussler) und Andreas Brommler (Konditorei Brommler) waren sich bei der vorangegangenen Infoveranstaltung über das Mehrwegsystem im Memminger Rathaus schnell einig und entschieden beide, das System in ihren Filialen einzuführen.

Dem Backhaus Häussler passte der Mehrwegbecher wunderbar in ihr Konzept: „Regionalität und Umweltschutz sind für uns großes Thema. Wir sind unserem Ziel – der CO² neutralen Bäckerei – noch ein Stück nähergekommen. 80% unseres Wärmebedarfs werden über Holzhackschnitzel aus der Region abgedeckt und die Abwärme der Backöfen wird zu einem großen Teil rückgewonnen und z.B. für Heizung oder warmes Brauchwasser verwendet. Gekühlt wird mit Grundwasser und die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach liefert uns Strom. Der RECUP-Becher passt also wunderbar zu unserer nachhaltigen Denkweise“, betonte Hermann Häussler bei einem Grußwort.

500 Mal umweltfreundlich

Anstoß für die Einführung in Memmingen gab Stadtrat Stefan Gutermann, der das Rad durch einen Antrag an Oberbürgermeister Manfred Schilder ins Rollen brachte, erfuhren wir von OB Manfred Schilder bei der Auftaktveranstaltung im Naschhaus Häussler.

„500 Mal verwendbar, 500 Mal weniger Müll durch Einwegbecher, 500 Mal Ressourcen gespart, 500 Mal Schutz unserer Umwelt – das war es uns wert, dem System auch in Memmingen beizutreten“, betonte der Rathauschef. Nachhaltig zu denken und vor allem zu handeln sei heute eine Notwendigkeit, daher danke er allen, die daran teilnehmen, so der Oberbürgermeister, der zusammen mit Bürgermeisterin Margareta Böckh und Stadtrat Stefan Gutermann den feierlichen Startschuss in Memmingen gab.

Aus- und Rückgabe

Neben allen Filialen von Backhaus Häussler (Schrannenplatz, Weinmarkt, Braunstraße, im Bauhaus und in Amendingen) und allen Filialen der Konditorei/Bäckerei Brommler (Weinmarkt, Marktplatz, Kramerstraße, Buxacherstraße, Waldfriedhofstraße) hat sich auch die BOS/FOS Memmingen und das das Klinikum Memmingen angeschlossen, sowie das Hamptons am Marktplatz, das Hotel-Restaurant Rohrbecks signalisierte bald dabei zu sein, viele weitere sind im Gespräch, viele weitere werden folgen.

Wo die Mehrwegbecher von RECUP in der Region und darüber hinaus bereits im Einsatz sind und damit auch die Orte, wo die Becher nach dem Gebrauch wieder (ungereinigt) mit Pfandrückgabe abgegeben werden können, das können Sie mit der RECUP-App herausfinden oder auf www.recup.de.

Einzige Herausforderung: Gerade die, die am meisten Einwegbecher ausgeben wie etwa Fastfood-Ketten, müssten davon überzeugt werden, dass auch ohne firmeneigenes Logo der Fastfood-Kette diese regional geprägten Becher mit angeboten werden. Dafür, auch diese Hürde zu nehmen und vielleicht das erste Land Europas ohne Einwegbecher zu werden, dafür drücken wir schon jetzt die Daumen!

Weitere Infos über das RECUP-System finden Sie auf recup.de.

Fotos:

Bild 1: OB Manfred Schilder, Bürgermeisterin Margareta Böckh und Stadtrat Stefan Gutermann prosten sich mit dem neuen Mehrwegbecher von RECUP zu.

Bild 2: Jede Region ist mit seinen Wahrzeichen auf dem RECUP-Becher abgebildet.

Bild 3: Ausgabe der Becher bei Naschhaus Häussler am Schrannenplatz.

Bild 4: (v.li.): Hermann Häussler (Backhaus Häussler), Barbara Merten (Förderverein FOS/BOS Memmingen), OB Manfred Schilder, Andreas Brommler (Konditorei/Bäckerei Brommler), Karl Albrecht (stv. Schulleiter FOS/BOS Memmingen) und Lisa Heinze (RECUP).

Bild 5: Rückgabe der RECUP-Becher bei der Konditorei Brommler am Weinmarkt.

Fotos aus eigener Quelle (Christine Hassler).

Ein Mini-Album finden Sie auf unserer Facebookseite.

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