Schwaben weissblau 2018

22. Januar 2018 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Ob Premieren und Neulinge oder alte Bekannte – bunt und heiß ging es wieder her bei der Memminger Prunksitzung Schwaben weissblau 2018 des BR-Fernsehen. Nachdem diejenigen, die bei Schwaben weissblau dabei waren, wissen, was geboten wurde und diejenigen, die nicht dabei waren, sicher am 26. Januar um 20:15 den bunten Memminger Faschingsabend im Fernsehen verfolgen werden, heute nur so viel darüber:

Von Anthropologie-Professor Braun aus Augsburg wird den Augsburger Schwaben eine deftige Gehirnwäsche verabreicht. Edmund Stoiber höchstpersönlich begrüßt die hochvergärten Ehrensäfte und den „Romadour-Vizeköniginnen und Kässspätzlern“ erklärt er unter anderem, durch welche Theorie Einstein berühmt wurde und was das mit der CSU zu tun hat – Wolfgang Krebs lässt grüßen.

Premieren und alte Bekannte

Eine Achtjährige aus dem Landkreis Günzburg namens Emilia Carmagnani wird allein tanzend die Bühne rocken und Michelböcks Zenta wird in einem schicken Memminger Café einen Restaurantgutschein einlösen und dem „Gruß aus der Küche“ auf gut schwäbisch antworten.

Es wird einen aufgeblasenen Schwertkampf in Zeitlupe geben – Sie ahnen es, mit Ballonkünstler Tobi van Deisner und einem besonderen Ehrengast von – na, von „Dahoim“ eben, während die „8872“ „Sweet home Alabama“ in verständliches Schwäbisch-deutsch für uns übersetzt.

Joe Saitenbacher alias Joe Heinrich wird auf Markus Söder treffen, während Franz Auber steckenbleibt und seine Frau Hillu Stoll von Hillus Herzdropfa nackt – also ohne Schürze – um Hilfe eilt.

Für den Tag, an dem es kein Dieselfahrzeug mehr auf unseren Straßen geben wird, hat sich die „Königlich-Privilegierte Waschhausvereinigung“ aus Kronburg mit dem „Diesellied“ schon einmal eine Hommage an den Diesel ausgedacht und unser Lieblings-Hausmeister Jürgen Richter schaut natürlich auch wieder nach dem rechten.

Beim Bickenrieder Duo geht es um „die lieben Verwandten“, während uns die 16-jährige Sabrina Kropp aus Neu-Ulm bei ihrer Premiere erklärt, was „Abseits“ ist, warum sie ein Hannover 96-Fan ist und was sonst noch auffällig ist beim Thema Fußball.

Auch diesmal jongliert der gebürtige Memminger Daniel Hochsteiner und weil er das besonders gut beherrscht, zeigt er es uns sogar auf Augenhöhe, als er durch die Zuschauerreihen jongliert.

Sitzungspräsident Georg Ried hält in diesem Jahr auch selbst eine Büttenrede und nicht nur dabei müssen die Vertreter der Politik Humor beweisen, denn über den ganzen Abend hinweg dürfen vielfältige Anspielungen und Seitenhiebe in Richtung Politik natürlich nicht fehlen.

Ehe, Sex und sonstiges

Frau Braun aus Friedberg sucht Herrn Braun, wird aber bei ihrer Videoaufnahme für das „gerne örtlich begrenzte“ Internet immer wieder abgelenkt von einer Fussel am Schuh, während Karl Bader aus Burgau sich den kochenden Landfrauen zum Trotz ein Leberwurstbrot streicht.

Um einen abgelehnten und einen angenommenen Heiratsantrag aus einem Gummiboot geht es bei der „Hochzeitsrede“ des immer betrunkenen „Schorsch“ alias Wolfgang Krebs und um Ehe geht es auch bei Josef Nieser aus Hohenwart: um den Ehehafen mit Kriegsschiffen und „Heiße Liebe“, die viele „nur von der Eiskarte kennen“.

Um Sex geht es ausgerechnet bei Amadeus, der Mauskatz von Bauchredner Perry Paul aus Krumbach, die diesmal durch eine Sprachsteuerung Konkurrenz bekommt. Doch kein Problem für Amadeus, denn „Halt die Klappe“ versteht sogar die Sprachsteuerung.

Musik und Tanz mit und ohne Prominenz

Die sympathische Hausband „AllGeier“ aus Buchloe unterhalten musikalisch und getanzt wird natürlich auch: Einen atemberaubenden, akrobatischen Showtanz zeigten die vielen Tänzerinnen und Tänzer der Showtanzgruppe aus Bäumenheim, während die Gardetanzgruppe von der FG Bachtalia e. V. aus Bachhagel ebenfalls tänzerisch abhebt.

Bei einem Medley bekannter Schlager durch die Dietmannsrieder Schlagerwichtel dürfen dann auch die prominenten Zuschauer mittanzen und von denen gibt es auch in diesem Jahr wieder viele.

Zu den prominenten Gästen aus Memmingen und Umgebung wie Staatsminister a.D. Josef Miller und seine Frau Elisabeth, Ministerpräsident Franz Josef Strauß – Pardon – Staatssekretär Franz Josef Pschierer mit Ehefrau Marlies, Schwaben-CSU-Ölscheich – Pardon – Chef Markus Ferber, Oberbürgermeister Manfred Schilder und seine Frau Karin sowie Alt-OB Dr. Ivo Holzinger und Memmingens CSU-Landadel – Pardon – Landtagsabgeordneter Klaus Holetschek mit Ehefrau Birgit, gesellten sich eine ganze Reihe prominente Gäste aus der Region:

Staatsminister (Justiz) Prof. Dr. Winfried Bausback, Staatsministerin (Europaangelegenheiten) Dr. Beate Merk – verkleidet als Punk, Umweltministerin Ulrike Scharf mit Dr. Florian Gamper, Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke, Schwabens Regierungspräsident Karl Michael Scheufele mit Ehefrau Ulrike, Schwabens Landtagsabgeordnete Dr. Simone Strohmayr mit Ehemann Alois Strohmayr, Kaufbeurens OB und Bezirksrat Stefan Bosse, Augsburgs OB Dr. Kurt Gribl, SPD-Landtagsabgeordneter Harald Güller, der schwäbische Bezirksrat und Fernsehrichter Alexander Hold, Kemptens CSU-Landtagsabgeordneter Thomas Kreuzer, Kreis- und Bezirksrat Neu-Ulm Herbert Pressl, Landtagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen Katharina Schulze, neben Vertretern der Augsburger Allgemeine, der Memminger Zeitung, Hitradio RT1, sowie Klaus-Ludwig Fess vom Bund Deutscher Karneval und Ehrenpräsident des Bayerisch-Schwäbischen Fastnachtsverein Eugen Müller.

Für einen guten Start und eine gute Landung am Ende sorgten die Guggamusik „Breitenbrunner Dorfbachfurzer“, unter die sich Staatsministerin Dr. Beate Merk unbemerkt mischen könnte: Auch die Guggamusiker aus Breitenbrunn sind als Punks mit stehenden Haaren in farbenfroher Pracht unterwegs und spätestens mit ihnen ist der ganze Saal auf den Beinen, tanzt und singt lauthals mit den farbenfrohen Guggamusikern mit, es regnet Konfetti – auch in meinen Kragen.

„Schwaben weissblau, Hurra und Helau!“

Zahlen und Fakten

Gut 80 Personen haben bei Schwaben weissblau 2018 mitgewirkt, darunter auch viele Handwerksberufe wie Schlosser, Maler, Elektriker, Schreiner, Schneider, Dekorateur, Friseur und Visagist, neben künstlerischen Berufen wie Regisseur oder Redakteur und kaufmännische Berufe im Bererich Produktion.

5 Kilometer Kabel wurden seit dem Bühnenaufbaubeginn am 10.01. verlegt und insgesamt 9 Kameras waren unterwegs, darunter ein hydraulischer Kamerakran von 15 Metern Länge, mehrere Kameras auf Pumpstativen, sowie Handkameras und weitere.

Zwei Operatoren programmierten den Licht-Computer und 600 – 800 Kostümteile wurden aus dem Fundus mit nach Memmingen genommen.

Fotos:
aus eigener Quelle (Christine Hassler).

Ein schönes Album von Schwaben weissblau 2018 gibt es auf unserer Facebookseite.

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