Die örtliche Außenstelle des „Weißen Rings“ hat eine neue Leiterin: Manuela Ayyildiz

6. Februar 2018 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Die Hilfe für Opfer von Kriminalität und Gewalt steht im Zentrum der Arbeit des „Weißen Rings“. Bei einer Feierstunde im Rathaus wurde die bisherige Leiterin des „Weißen Rings“ Irmgard Mulzer-de Crignis nach 17 Jahren verabschiedet. Ihre Nachfolge tritt als neue Leiterin die 42-jährige Manuela Ayyildiz an.

Das Engagement von deutschlandweit rund 3200 Ehrenamtlichen des „Weißen Rings“, in dessen Zentrum die Hilfe für Opfer von Kriminalität und Gewalt steht, verdiene große Anerkennung, betonte Oberbürgermeister Manfred Schilder bei der Feierstunde im Rathaus anlässlich der Verabschiedung von Irmgard Mulzer-de Crignis.

Die 69-Jährige leitete 17 Jahre lang die Außenstelle Memmingen-Unterallgäu des Opferhilfevereins. Die große Wertschätzung der Vereinsarbeit drückte sich auch in der Zahl der anwesenden Gäste und Repräsentanten aus Politik, Justiz, Gesellschaft und Polizei aus. Als neue Leiterin wurde die 42-jährige Manuela Ayyildiz begrüßt.

Oberbürgermeister Manfred Schilder würdigte den „Einsatz für die Belange der Opfer von Kriminalität“ und erinnerte in seiner Ansprache an die Gründung des „Weißen Rings“ im Jahr 1976 in Mainz durch Eduard Zimmermann, bekannt aus der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“.

Schilder dankte Irmgard Mulzer-de Crignis für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement. Sie hatte seit 2001 die Leitung der 1990 gegründeten Außenstelle Memmingen-Unterallgäu inne und übergibt die Amtsgeschäfte nun an Manuela Ayyildiz. Die Mutter von zwei Kindern ist seit zwölf Jahren beim Jobcenter Memmingen beschäftigt. „Sie bringen die richtigen Voraussetzungen mit, die Arbeit im Sinne der Verbrechensopfer erfolgreich weiterzuführen“, sagte Schilder.

Franz J. Pabst, Landesvorsitzender des „Weißen Rings“, wünschte Ayyildiz ebenfalls viel Erfolg und schilderte die Entwicklung der Memminger Außenstelle in den vergangenen knapp 30 Jahren. „Derzeit unterstützen rund 100 Mitglieder die Arbeit der Außenstelle“, so Pabst.

„Deutschlandweit sind in 420 Außenstellen rund 3200 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz, damit Oper nicht alleine bleiben“, betonte der Landesvorsitzende. Helfen, beraten und vorbeugen habe der „Weiße Ring“ sich auf die Fahnen geschrieben. „Wir leisten menschlichen Beistand nach einer Straftat, begleiten zu Terminen bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht oder helfen im Umgang mit anderen Behörden“, berichtete Pabst. Auch die Übernahme von Anwaltskosten und andere finanzielle Unterstützung seien Teil der Hilfsmaßnahmen.

Anerkennung für die geleistete Arbeit äußerten die Grußwortredner Hans Georg Wawra, zweiter Bürgermeister der Stadt Mindelheim, in Vertretung von Landrat Hans-Joachim Weirather, Polizeipräsident Werner Strößner und Marie Klebau, Leitende Regierungsdirektorin des Zentrums Bayern Familie und Soziales Region Schwaben. Das Klarinetten-Quartett des Polizeiorchesters Bayern sorgte bei der Feierstunde für musikalische Glanzpunkte.

Weitere Infos

Bundesweites Opfer-Telefon des Weissen Rings: 116 006

Kontakt:
Weißer Ring, Außenstelle Memmingen-Unterallgäu,
Leiterin Manuela Ayyildiz,
Tel. 0151 55164817
E-Mail: wr-memmingen@web.de
www.weisser-ring.de.

Foto:
Bei der Feierstunde im Rathaus anlässlich der Übergabe der Leitung der Außenstelle Memmingen-Unterallgäu des „Weißen Rings“ von Irmgard Mulzer-de Crignis (2.v.re.) an Manuela Ayyildiz lobten Oberbürgermeister Manfred Schilder (li.) und Landesvorsitzender Franz J. Pabst (re.) die ehrenamtlich geleistete Hilfe für Opfer von Straftaten.
Fotoquelle: Julia Mayer / Pressestelle Stadt Memmingen.

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