Großes Interesse auch bei der 2. „Freiraum“ Messe

20. Februar 2018 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Die Messe „Freiraum“ feierte 2017 ihre Premiere. Bei der zweiten „Freiraum“ 2018 wuchs die Messe nach einem erfolgreichen Start mit über 2.500 Besuchern um weitere Aussteller auf knapp 80 ausstellende Betriebe, die sich in der Memminger Stadthalle Fach- und Führungskräften präsentierten. Ob beim Job-Speed-Dating, gezielten Einzelgesprächen oder einem spontanen Besuch  der zahlreichen Arbeitgeber – viele weiterführende Möglichkeiten in unserer Region wurden dabei aufgezeigt.

Neben rund 80 attraktiven Arbeitgebern aus dem Allgäu wurden auf der „Freiraum“ auch interessante Weiterbildungsangebote gezeigt. Viele spannende Fachvorträge rund um die Themen Job, Bildung und Karriere ergänzten die Messe, die sich an Fach- und Führungskräfte aus dem Allgäu richtet, wie auch an diejenigen, die sich neu orientieren wollen oder sich mit dem Gedanken an einen Umzug ins Allgäu tragen.

Freiraum?

Der Name „Freiraum“ stellt dabei die Selbstverwirklichung von Fach- und Führungskräften ins Zentrum, für die das Allgäu als attraktiver Standort „mehr Freiraum“ bietet. Neben der beruflichen Verwirklichung geht es um ein Umfeld mit viel Lebensqualität, als die besten Voraussetzungen für ein erfülltes Leben.

In entspannter Atmosphäre konnten Interessierte auf der Messe Firmen und Arbeitgeber kennenlernen und ins Gespräch kommen oder gezielt bereits im Vorfeld Bewerbungsgespräche buchen.

Gezielte Einzelgespräche

160 konkrete Einzelgespräche wurden laut Projektleiter Tobias Neubauer im Vorfeld gebucht: „Das kam gut an“, zeigte sich der Projektleiter der Mattfeldt & Sänger Marketing und Messe AG überzeugt.

Er bedauerte sehr, dass nicht das Datum, jedoch die Wochentage und die Uhrzeiten der Messe falsch beworben wurden, betonte jedoch, dass diese nun zweite Messe mit 2.100 Teilnehmern dennoch ein großer Erfolg war, vor allem hinsichtlich der Qualität der Interessenten wie auch der Aussteller.

Dass die Besucherzahl etwas geringer Ausfiel als im Vorjahr sei mit Sicherheit auf diesen bedauerlichen Fehler zurückzuführen, dennoch sei die Resonanz auf Seiten der Firmen wie auch der Besucher sehr positiv ausgefallen.

Job-Speed-Dating als neues Format

Um ein schnelles Gefühl zu entwickeln, ob die Chemie zwischen Interessierten und Firmen verschiedener Gewerbe stimmt, diente ein „Job-Speed-Dating“ bei der 2. „Freiraum“, die in Kooperation mit der Allgäu GmbH, der Allgäuer Zeitung und der Bundesagentur für Arbeit als Messepartner organisiert wird.

In drei Minuten konnten sich dabei Interessenten kurz vorstellen, wie auch Repräsentanten von Firmen und gegebenenfalls im Anschluss zu ausführlicheren Gespräche einladen.

Dass auch dieses Format große Resonanz fand, zeigte sich u.a. am Samstagvormittag, als sich der Konferenzraum mehrfach prall füllte. 58 interessierte Teilnehmer ergriffen die Chance und lernten so eines von 28 Unternehmen kennen. „Das Format kam so gut an, dass es bei der nächsten Freiraum unbedingt wiederholt werden muss“, so Sabine Ritter von der Allgäu GmbH.

Die knapp 80 Aussteller konnten auf der Freiraum Hochschulabgängern, Meistern oder veränderungswilligen Fach- und Führungskräften interessante Möglichkeiten anbieten in den Bereichen MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), in Produktion und Handwerk, im kaufmännischen Sektor oder den Bereichen Hotellerie/Gastronomie, Bildung, Pflege und Soziales.

Qualität vor Quantität

Silvia Knips am Stand der Allgäu GmbH fiel bei dieser Messe – im Vergleich etwa zur Jobmesse in München auf, dass interessierte Besucher hier bereits oft vorher sehr genau wissen, was sie wollen und so mit konkreten Vorstellungen auf die Suche gehen oder konkret auf bestimmte Firmen zugehen.

„Wir hatten bisher einige tolle, junge Leute bei uns am Stand“, so die Personalchefin von Möbel Wassermann, „meist sind die Kandidatinnen und Kandidaten auch sehr gut vorbereitet“.

Florian Stannat, HR-Director der TQ-Systems Durach GmbH lobte ebenfalls die Qualität der Gespräche wie auch der Interessenten und auf die käme es schließlich an, weniger auf die Quantität. „Unter den Besuchern befanden sich sowohl Absolventen, als auch Fachkräfte und Ingenieure“, so der Personalchef, bei 40 offenen Stellen in ihrem Betrieb also eine ideale Plattform, um geeignetes Personal zu finden.

Ebenso für das Handwerk bildet die Freiraum die Möglichkeit, Fachkräfte anzuwerben, so auch für die Bau-Fritz GmbH & Co. KG, für die die Messe „eine tolle Sache in der Region“ darstellt. Denn gerade in Bereichen wie der Anlagenmechanik, Bauzeichner und Holztechnik seien Fachkräfte ein ständiger Mangel, erfahre ich an ihrem Stand.

Personalleiterin für Ottobeuren der Berger Holding GmbH & Co. KG, Franziska Notz fiel hingegen auf, dass die Bewerberinnen und Bewerber mehr durch einen spontanen Besuch als durch Terminvereinbarung bei dieser ersten Teilnahme der Berger Gruppe an der Freiraum Kontakt aufnehmen. Auch sie lobte die Qualität der Gespräche, bedauerte jedoch etwas, dass ein Überhang an Interessenten an kaufmännischen Berufen zu verzeichnen sei.

Auch für das Bauunternehmen Kutter ist die Besetzung von kaufmännischen Bereichen weniger ein Problem, erfahre ich von Marketingleiterin Claudia Fleming, als vielmehr Fachkräfte zu finden etwa für den Betonbau, die Bauleitung oder die Handhabe der Spezialfahrzeuge durch Baugeräteführer. Die Freiraum stelle hierfür eine gute Möglichkeit dar, sich als großer Arbeitgeber zu präsentieren.

Spannende Vorträge

Allein die Titel der Vorträge luden ein, mehr darüber zu erfahren, aus Zeitgründen pickte ich mich einen Vortrag heraus, der Titel: „Fels in der digitalen Brandung? Wie Führung in einer sich wandelnden Arbeitswelt gelingt“.

Von „Generation Y und Führung“ oder „Gedächtnistraining“ reichte die Bandbreite der Vorträge über „Leadership & Achtsamkeit“ oder „Ressource Zukunft – Mut für Visionen“ bis hin zum „Wissensmanagement 4.0“.

Weiterbildung

Gut besucht war laut Messeleitung auch der Bereich Weiterbildung: Arbeitnehmer waren auf der Suche nach neuer Qualifikation, sei es um sich vom Handwerker zum Techniker ausbilden zu lassen, einen Karrieresprung zu machen, oder fit für die digitale Zukunft zu werden.

Ob gezielte Gespräche, Job-Speed-Dating oder spontane Kontaktaufnahme – viele Besucher nahmen das große Bildungsangebot wie auch die Vielfalt von herausragenden Firmen der Region auf dieser Messe zum ersten Mal bewusst wahr.

Und wer sich einmal in Triathlon versuchen wollte, ohne weit zu fahren, konnte sich vor der Messehalle schon einmal auf einer Schießanlage üben.

Fotos:

Bild 1: Aufsichtsratsvorsitzender der Allgäu GmbH, Anton Klotz (Mitte), li. neben ihm Oberbürgermeister Manfred Schilder, Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben (3. V. li.), MdL Klaus Holetschek (2. V. li.), Geschäftsführer der Allgäu GmbH, Klaus Fischer (3. V. re.), Sabine Ritter, Projektleiterin Regionalmanagement Allgäu GmbH und weitere Teammitglieder der Allgäu GmbH.
Bildquelle Bilder 1 & 5: © Allgäu GmbH

Bilder 2-4: aus eigener Quelle.

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