Bahnausbau München – Lindau: durchgehendes Baurecht von Geltendorf bis Leutkirch

28. Februar 2018 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Bahnausbau München – Lindau: Baurecht für drei weitere Abschnitte erteilt. Durchgehendes Baurecht von Geltendorf bis Leutkirch, Spatenstich am 23. März 2018. Inbetriebnahme im Dezember 2020 geplant.

Das Eisenbahnbundesamt hat im Zuge des Streckenausbaus zwischen München und Lindau das Baurecht für drei weitere Planfeststellungsabschnitte (PFA) erteilt. Gebaut werden darf nun auch in folgenden Bereichen:

• Türkheim – Mindelheim – Stetten (PFA 5)
• Sontheim – Memmingen (PFA 7)
• Memmingen – Landesgrenze Bayern / Baden-Württemberg (PFA 8)

Somit liegt auf dem gut 100 km langen Abschnitt von Geltendorf über Buchloe und Memmingen bis nach Leutkirch durchgehend Baurecht vor.

„Ich freue mich, dass Bayerns längste Bahnbaustelle pünktlich starten kann“, sagt Matthias Neumaier, Projektleiter für die Ausbaustrecke München – Lindau bei der DB Netz AG. „Am 23. März 2018 werden wir in Memmingen den ersten Spaten stechen“, kündigt Neumaier an.

Sperrungen und Umleitungen des Verkehrs

Die Bahnstrecke von Buchloe über Memmingen bis Leutkirch wird anschließend bis zum 10. September 2018 voll gesperrt. Im Streckenabschnitt zwischen Mindelheim und Sontheim wird noch bis zum 15. Oktober 2018 gebaut.

Die Euro-City-Züge zwischen München und Zürich werden über Kempten umgeleitet, für die entfallenden Regionalzüge wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Streckenausbau 2019 und 2020

Der gesamthafte Streckenausbau im Abschnitt zwischen Leutkirch und Lindau ist in den Jahren 2019 und 2020 vorgesehen. Das Eisenbahnbundesamt hat angekündigt, die hierfür noch nötigen Planfeststellungsbeschlüsse in der ersten Jahreshälfte 2018 zu erlassen.

Mit der Inbetriebnahme im Dezember 2020 soll die Fahrzeit zwischen München und Zürich um rund eine Stunde verkürzt werden. Im Fernverkehr sind dann sechs Verbindungen pro Tag und Richtung vorgesehen. Erhebliche Verbesserungen und Reisezeitverkürzungen sind auch im Regionalverkehr geplant.

Verbindungslinie zwischen wichtigen Wirtschaftszentren

Die Metropolregionen München und Zürich zählen zu den wirtschaftsstärksten Zentren Europas – die Verkehrsverbindung auf der Schiene wird dem jedoch nicht mehr gerecht. Deshalb wird die Bahnstrecke modernisiert. Durch die Elektrifizierung und den Streckenausbau können die Reisezeit und die Belastungen für die Umwelt reduziert werden.

Die rund 200 Kilometer lange Trasse von München über Memmingen nach Lindau bleibt in ihrer Streckenführung erhalten. Anpassungen in den Kurvenradien sorgen dafür, dass hier künftig moderne Neigetechnik-Züge fahren können. Sie ermöglichen eine höhere Geschwindigkeit in engen Gleisbögen, weil sie sich wie Motorradfahrer ins Kurveninnere neigen und damit die Fliehkräfte für den Fahrgast ausgleichen.

Konkret wird nach Abschluss der Arbeiten in vielen Abschnitten eine Geschwindigkeit von 160 km/h ermöglicht.

Ausführliche Infos auch unter www.abs48.com sowie unter bauprojekte.deutschebahn.com/…

Fotos: © DB

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