Italienische Parlamentsabgeordnete Laura Garavini zu Gast in Memmingen

2. März 2018 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Oberbürgermeister Manfred Schilder empfing die italienische Parlamentsabgeordnete Laura Garavini im Rathaus. Auf Einladung des stv. Vorsitzenden der Europa Union Schwaben, Francesco Abate, war die Politikerin nach Memmingen gekommen und sprach am Abend zur Europapolitik aus italienischer Sicht.

„Die Stadt Memmingen verbindet eine lange Freundschaft zu Italien. Gerade auch mit Blick auf unsere Partnerstadt Teramo“, begrüßte Oberbürgermeister Manfred Schilder den Gast aus Italien. Schilder outete sich als „Italien-Fan“ und brachte seine eigene Liebe „zum Essen, den Menschen und dem Land“ zum Ausdruck.

Laura Garavini bedankte sich für die Einladung ins Rathaus und freute sich über den herzlichen Empfang. „Memmingen ist für mich eine wichtige Station auf dem Weg durch Europa“, erläuterte Garavini.

Sie sei für alle italienischen Staatsangehörigen im europäischen Ausland „zuständig“ und betonte, dass die Anfang März stattfindenden Wahlen nicht nur für Italien wichtig seien. Grundätzlich sei Italien ein pro-europäisches Land, betonte Garavini.

Europapolitik und Wahlen in Italien

Am Abend sprach Garavini zur Europapolitik aus italienischer Sicht im Hotel Weißes Ross. Dabei warnte sie vor einem Rechtsruck in Europa und einem Zuwachs von antieuropäischen Kräften – auch in Italien.

Die italienische Parlamentsabgeordnete reiste in den letzten Wochen durch Europa, um bei den rund zwei Mio im europäischen Ausland lebenden wahlberechtigten Italienerinnen und Italienern für Europa zu werben.

Angesichts der anstehenden, vorgezogenen Parlamentswahlen in Italien am 4. März warb sie zudem für die „Partito Democratico“, welche die einzige große politische Partei in Italien sei, die für Europa eintrete.

Die Politikerin, die seit 25 Jahren in Deutschland lebt, warnte gleichzeitig vor den extrem rechts angesiedelten Parteien wie der „Lega Nord“ als rechtspopulistische und radikal separatistische Partei, sowie der „Forza Italia“, die unter dem ehemaligen Regierungschef und Populisten Silvio Berlusconi ebenfalls gegen Europa Stimmung machten.

Auch erinnerte sie an die wichtige Rolle Italiens in Europa während der Flüchtlingskrise 2015/2016 und wies darauf hin, dass Italien durch große Investitionen in die Sicherheit sowie erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen Polizei und Geheimdiensten, eines der wenigen großen europäischen Länder sei, die terroristische Angriffe bisher abwenden konnten.

Foto:
Bild 1: (v.l.): Cosimo Lazzoi, Burkhard Arnold (Vorsitzender des Kreisverbands der Memminger Europa-Union), Rita Häring (Vorsitzende des deutsch-italienischen Freundeskreises), Commmendatore Antonino Tortorici (Ausländerbeauftragter der Stadt Memmingen und Vorsitzender des Ausländerbeirats), Laura Garavini (Abgeordnete des italienischen Parlaments), Oberbürgermeister Manfred Schilder, Bürgermeisterin Margareta Böckh, Gino Laviani (italienischer Vertreter im Ausländerbeirat) und Francesco Abate (stv. Bezirksvorsitzender der Europa-Union-Schwaben e.V.). Fotoquelle: Michael Birk, Pressestelle Stadt Memmingen

Bild 2: Laura Garavini, Abgeordnete des italienischen Parlaments. (Pressefoto, Fotoquelle: Francesco Abate)

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