Italien ist für Schwabens Exportunternehmen ein wichtiger Absatzmarkt

7. März 2018 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Die IHK Schwaben äußert sich besorgt über das deutlich EU-kritische Ergebnis der italienischen Parlamentswahlen. Und das, obwohl das EU-Partnerland Italien nach Jahren der wirtschaftlichen Stagnation unter der nun abgelösten Regierung wieder im Aufschwung war.

Die Regierungsbildung in Italien dürfte schwierig und langwierig werden. Besorgt über das deutlich EU-kritische Ergebnis der italienischen Parlamentswahlen richtet die IHK Schwaben den BLick zum Nachbarland Italien.

„Nach Jahren der Stagnation hat Italiens Wirtschaft im letzten Jahr endlich die Trendwende geschafft. Die Zeichen stehen endlich wieder deutlich auf Wachstum, die Exportwirtschaft vertraut auf den Aufschwung“, so Jana Lovell, Leiterin des Geschäftsfelds International der IHK Schwaben.

Mit einem Handelsvolumen von 24,6 Mrd. Euro ist Italien Bayerns viert-wichtigster Handelspartner – noch vor Frankreich oder Großbritannien. Die beiden Wirtschaftsräume sind eng verflochten, die Handelszahlen entwickeln sich deutlich positiv. So stiegen die Einfuhren aus Italien im letzten Jahr um 7,7 Prozent, die Ausfuhren legten um 8,0 Prozent zu.

Im IHK-Bezirk Schwaben unterhalten rund 720 Firmen aktive Geschäftsbeziehungen zu Italien. Ungefähr die Hälfte der Firmen unterhält zudem eine eigene Niederlassung oder Produktionsstätte in Italien.

Die Stimmung bei den deutschen Betrieben vor Ort sei „sehr positiv“, so der aktuelle AHK World Business Outlook aus dem Herbst 2017. Zudem erwarten mehr als zwei Drittel der Betriebe für 2018 eine bessere Entwicklung ihrer Geschäfte.

Allerdings bewerteten 47 Prozent der deutschen Unternehmen in Italien die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als größtes Risiko für ihr Geschäft.

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Bildquelle: Pixabay.

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