Die Elf, die Schweinfurt schlagen soll

9. März 2018 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Nach genau 104 Tagen Pause rollt in der Memminger Arena wieder der Fußball. Die Austragung des Regionalliga-Heimspiels des FC Memmingen gegen das Spitzenteam vom FC Schweinfurt 05 am morgigen Samstag, 10. März (14 Uhr), ist gesichert. Die Platzverhältnisse dürften allerdings schwierig werden, beide Seiten erwarten auf dem tiefen Boden ein Kampfspiel.

Memmingen (ass). Der neue FCM-Trainer Stephan Baierl hofft auf einen Heimsieg zum Einstand, tippt auf ein 2:1. Es wäre ein wichtiger Schritt für den Tabellenvorletzten FC Memmingen, der mit einer Aufholjagd den Klassenerhalt schaffen will.

In der mittlerweile acht Wochen langen Vorbereitung hat sich der Ex-Ulmer ein Bild von seinem Kader gemacht und seine Wunsch-Startelf offenbar weitgehend im Kopf: „Wir sind in einem ordentlichen Zustand und körperlich fit“. Allerdings ist noch nicht sicher, ob tatsächlich alle mitwirken können.

Tor: Hier hat sich Baierl weiterhin auf Martin Gruber als Nummer eins festgelegt, wenngleich auch Fabio Zeche überzeugt hat. „Ich habe mit beiden gesprochen. Für Gruber spricht unter anderem seine Erfahrung“, so die Begründung.

Abwehr: In der Innenverteidigung läuft mit Sebastian Schmeiser und David Anzenhofer ein bewährtes, eingespieltes Duo auf. Auf den Außenpositionen wäre eigentlich Philipp Boyer gesetzt, aber der 21-jährige hat sich Anfang der Woche verletzt. Michael Heilig (19), auch als Innenverteidiger durchaus vielversprechend getestet, könnte der Vertreter sein, wenn es bei Boyer nicht geht.

Auf der anderen Seite gibt es einen Positionentausch. Allrounder Tim Buchmann ist dort gesetzt, wo Fabian Lutz bislang seinen Stammplatz hatte, aber Baierl sieht ihn eher auf der Außenposition im Mittelfeld: „Hier ist er stärker“, hat aber dort augenblicklich auch mehr Konkurrenz.

Mittelfeld: Stefan Heger, der durch den langfristigen Ausfall von Dennis Hoffmann mit der Kapitänsrolle betraut wurde, soll in der Zentrale wirken. Die Rolle daneben ist momentan die einzige Position, auf die sich Baierl noch nicht festgelegt hat.

Lukas Rietzler ist „eher der spielerische Typ“, Jamey Hayse „einer für die 10“ und Marco Schad „einer für enge, dreckige Spiele“, was seine Einsatzchancen aufgrund der Voraussetzungen am Samstag steigern könnte.

Auf den Außenbahnen ist beim mit acht Treffern besten FCM-Torschützen Furkan Kircicek kein Vorbeikommen. Neuzugang Burak Coban ist die erwartete Verstärkung. Weitere Kandidaten sind neben dem bereits erwähnten Lutz Amar Cekic und Fabian Krogler, wenn er nicht ganz vorne gebraucht wird.

Angriff: Muriz Salemovic ist momentan ein bisschen das Sorgenkind. Der technisch beste Memminger Spieler plagt sich mit Achillessehnenproblemen herum, möglicherweise eine Folge von den Dauereinheiten auf dem harten Kunstrasen.

Jannik Rochelt war zuletzt krank. Der mit 19 Jahren jüngste Spieler im Regionalliga-Kader ist der Gewinner der vergangenen Wochen. Der Nachwuchsmann wird von Anfang an stürmen, wenn er fit ist. Erster Vertreter im Angriff bei Ausfällen ist der „körperlich präsente“ Krogler. Der zweite Winter-Neugang Kerim Kalkan muss nach Baierls noch Geduld haben und „weiter dazulernen“.

Verletztenliste: Von den Langzeitverletzten hat Dennis Hoffmann fast die komplette Vorbereitung mitgemacht. Auf Testspieleinsätze auf Kunstrasen wurde bei ihm aber vorsichtshalber verzichtet. Wenn es wieder aufs Gras geht, rechnet Baierl mit Hoffmann. Bei Außenverteidiger Daniel Zweckbronner ruhen die Hoffnungen darauf, dass er zumindest zum Ende der Saison wieder eingreifen kann.

Fotos:
Bild 1: Nach genau 104 Tagen Pause geht es für den FC Memmingen wieder los.
Bild 2: Allrounder Tim Buchmann
Bild 3: Stefan Heger, durch den langfristigen Ausfall von Dennis Hoffmann mit der Kapitänsrolle betraut
Bild 4: Jamey Hayse „einer für die 10“
Fotos aus eigener Quelle (Christine Hassler).

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