Der FC Memmingen unterliegt dem FC Schweinfurt 05 nur knapp mit 3:4

13. März 2018 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Der FC Memmingen​ war in guter Form, hatte aber das Pech, im ersten Regionalliga-Spiel des Jahres 2018 gegen den FC Schweinfurt 05 antreten zu müssen, aktueller Tabellenfünfter und angetreten mit einer Profitruppe. „In dieser Form hätten wir gegen einen anderen Gegner gewonnen“, war sich der neue FCM-Trainer Stephan Baierl bei seinem Einstand sicher. Mit 3:4 (1:2) ging die Partie vor 573 Zuschauern zwar verloren, aber es gab einige Lichtblicke, die Zuversicht für die kommenden Wochen im Abstiegskampf geben.

Memmingen (ass). Einer davon war Jannik Rochelt. Der 19-jährige verdiente sich Sonderlob, als Vorbereiter des frühen 1:0 durch Furkan Kircicek (5.), als Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:1 gleich nach der Pause (46.) und vor allem weil er den ausgebufften Adam Jabiri in der Nachspielzeit souverän und fair bei einem Konter ablief, als der eigentlich auf dem Weg zum fünften Schweinfurter Treffer war.

Der jüngste Spieler auf dem Platz war vorne wie hinten zu finden. Auch erst 19 Jahre und ebenfalls ein Lichtblick war Michael Heilig. Als Ersatz für den verletzten Philipp Boyer als Außenverteidiger eingesprungen, zeigte auch er eine mehr als passable Vorstellung. Auch in angespannter Lage traut der neue Mann auf der Kommandobrücke offenbar dem Nachwuchs einiges zu.

Überhaupt zeigte sich der FC Memmingen runderneuert. An der körperlichen Fitness lag es nicht, dass es am Ende nicht gereicht hat. Auch nicht an den Saisontoren Nummer neun und zehn von Kircicek. Selbst spielerisch wusste die Baierl-Truppe phasenweise richtig zu überzeugen, kombinierte vor allem bei den eigenen Treffern flott, ließ aber gute Möglichkeiten in den wohl entscheidenden Situationen aus.

Beispielsweise hatten die Memminger vor dem Siegtreffer der Gäste zweimal die erneute eigene Führung auf dem Schuhen. „Es hätte heute auch 4:4 oder 5:5 ausgehen können“, räumte FCS-Trainer Gerd Klaus unumwunden ein.

Schweinfurt brauchte zwei Elfmeter und zwei Jokertore, um im Allgäu zum Erfolg zu kommen. Den Unterschied machte auch das Gesamtpersonal. FCS-Trainer Gerd Klaus ließ nach dem 1:1 unter der Woche gegen Bayern München II kräftig rotieren, brachte von der Bank aber noch viel Qualität ins Spiel. Ganz zu halten war der ausgebuffte Jabiri eben doch nicht, auch wenn FCM-Schlussmann Martin Gruber noch einen Alleingang des Torjägers entschärfte.

Das 2:2 ging auf das Konto von Jabiri (51.). Und dann war noch das Ballglück ungleich verteilt. Dem ebenfalls eingewechselten Lukas Kling fiel ein abgeblockter Ball quasi vor die Füße. Von der Strafraumgrenze zog er trocken zum 3:4 ab (64.). Bezeichnend: Der Ex-Illertisser kam in dieser Saison im Schweinfurter Team erst zu seinem fünften Einsatz. Bei seinem alten Club war er Stammkraft und wäre das vermutlich auch bei den meisten anderen Regionalligisten.

Ausblick

In den nächsten beiden Wochen warten mit dem VfB Eichstätt, der SpVgg Greuther Fürth II und dem FC Pipinsried nun drei Gegner in Schlagdistanz. Hier werden die Ergebnisse zeigen, wie die weiteren Aussichten im Abstiegskampf sind. Auch mit Schweinfurt wird es noch einmal ein Wiedersehen geben. Am 11. April geht es für den FCM im Pokal-Halbfinale nach Franken.

10.03.2018 FC Memmingen – FC Schweinfurt 05 3:4 (1:1)

Aufstellung FC Memmingen: Gruber – Heilig, Schmeiser, Anzenhofer, Buchmann – Kircicek (76. Lutz), Heger, Rietzler (82. Krogler), Coban (86. Cekic) – Rochelt, Salemovic.

Aufstellung FC Schweinfurt 05: Eiban – Fritscher, Strohmaier, Wolf, Paul (56. Janz) – Wilsch, Jelisic, Kracun, Krautschneider – Pieper, Görtler (46. Jabiri), (63. Kling)

Tore:
1:0 (05.) Kircicek
1:1 (32.) Krautschneider (Foulfelfmeter),
2:1 (46.) Rochelt, 2:2 (51.) Jabiri,
2:3 (53.) Görtler (Foulelfmeter),
3:3 (58.) Kircicek,
3:4 (64.) Kling.

Schiedsrichter: Hanslbauer (Altenberg). – Gelbe Karten: – / Pieper, Strohmaier, Kracun.
Zuschauer: 573.

FCM-Spielplan: Änderungen, Verlegungen und dichtes Gedränge

Die Termine für die beiden Nachholspiele des FC Memmingen in der Regionalliga Bayern stehen:

SpVgg Greuther Fürth: Das ausgefallene Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth wurde für Dienstagabend, 20. März, um 19.30 Uhr neu angesetzt.

FC Unterföhring: Gegen den FC Unterföhring muss der FCM ebenfalls unter der Woche ran. Die Partie wird am Mittwoch, 4. April, um 19 Uhr im Sportpark Heimstetten ausgetragen.

FC Bayern München II: Die Anstoßzeit für das Schlager-Heimspiel am Ostersonntag, 1. April, gegen den FC Bayern München II ist nach hinten gerückt und jetzt mit 18 Uhr bestätigt.

FC Augsburg II: Das Auswärtsspiel beim FC Augsburg II findet einen Tag früher als geplant nicht am Gründonnerstag, sondern bereits am Mittwoch, 28. März, um 19 Uhr im Rosenaustadion statt.

Am vorletzten Spieltag wurden die Anstoßzeiten alle parallel von 14 auf 17 Uhr gesetzt. Hier tritt der FCM in Rosenheim an.

Keine Saisonverlängerung in Sicht

Es geht jedenfalls Schlag auf Schlag. Das Programm ist für alle eng. Im KICKER-Interview lehnte BFV-Präsident Dr. Rainer Koch eine Saisonverlängerung als nicht machbar ab. Je nach Verlauf kann es sogar noch zu Terminkollisionen kommen, sollte es der FC Memmingen nämlich ins bayerische Pokalfinale schaffen und in die Abstiegsrelegation müssen.

Um den eigentlich festgezurrten Pokalfinaltag am Pfingstmontag, 21. Mai, sind auch die möglichen Abstiegsspiele terminiert.

Dazu kommen noch weitere Faktoren. Sollte die aktuell gefährdeten SpVgg Greuther Fürth oder der FC Ingolstadt richtig in den Zweitliga-Abstiegssog geraten, müssten ihre Reservemannschaften die Regionalliga verlassen und würden hier als erster Absteiger gesetzt. Die Folge: Die Gefahrenzone verschiebt sich und aus Liga vier gibt es statt zwei nur einen Festabsteiger, die beiden davor platzierten Teams gehen in die Relegation.

Sollten die Fürther oder Ingolstädter Zweitliga-Profis in die Abstiegsrelegation müssen, verschieben sich unten die Termine, weil der Ausgang oben abgewartet werden muss.

Der geänderte Spielplan mit dem Restprogramm des FC Memmingen

Samstag, 17. März, 14 Uhr: VfB Eichstätt – FC Memmingen
Dienstag, 20. März, 19.30 Uhr: FC Memmingen – SpVgg Greuther Fürth
Freitag, 23. März, 19.30 Uhr: FC Memmingen – FC Pipinsried
Mittwoch, 28. 29. März, 19 Uhr: FC Augsburg II – FC Memmingen
Ostersonntag, 1. April, 18 Uhr: FC Memmingen – FC Bayern München II
Mittwoch, 4. April, 19 Uhr: FC Unterföhring – FC Memmingen
Samstag, 7. April – spielfrei

Pokal-Halbfinale: Dienstag, 10. April, 19 Uhr: FC Schweinfurt 05 – FC Memmingen

Freitag, 13. April, 19.30 Uhr: FC Memmingen – SpVgg Oberfranken Bayreuth
Dienstag, 17. April, 19.30 Uhr: FC Memmingen – 1. FC Nürnberg
Samstag, 21. April, 14 Uhr: SV Wacker Burghausen – FC Memmingen
Freitag, 27. April, 19.30 Uhr: FC Memmingen – TSV Buchbach
Samstag, 5. Mai, 17 Uhr: TSV 1860 Rosenheim – FC Memmingen
Samstag, 12. Mai, 14 Uhr: FC Memmingen – SV Schalding-Heining

Bayerisches Pokalfinale: Pfingstmontag, 21. Mai.

Termine der Regionalliga-Abstiegsrelegation

Szenario 1 (SpVgg Greuther-Fürth/FC Ingolstadt halten die 2. Bundesliga ohne Relegation oder steigen direkt ab)
1. Runde – Hinspiel am Dienstag, 22. Mai; Rückspiel am Freitag 25. Mai
2. Runde – Hinspiel am Dienstag, 29. Mai; Rückspiel am Freitag, 1. Juni

Szenario 2 (SpVgg Greuther-Fürth oder FC Ingolstadt muss in die Zweitliga-Abstiegsrelegation)
1.Runde – Hinspiel am Freitag, 25. Mai; Rückspiel am Montag, 28. Mai
2. Runde – Hinspiel am Donnerstag, 31. Mai; Rückspiel am Sonntag, 3. Juni.

Fotos:
Neuzugang Burak Coban erzielte zwar kein Tor, zeigte aber eine gute Präsenz auf dem Spielfeld.
Fotos aus eigener Quelle (Christine Hassler).

Ein Album vom Spiel gibt es auf unserer Facebookseite.

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