Ein Sieg und eine Niederlage gegen Waldkraiburg – Showdown um den Finaleinzug am Dienstag

19. März 2018 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Einen Sieg vom Finale entfernt waren die Indians nach dem Sieg im Freitagsspiel gegen die Löwen aus Waldkraiburg. Doch auf den 4:3 Heimspielerfolg folgte für die Indians des ECDC Memmingen am Sonntag eine äußerst knappe Niederlage nach Overtime in Waldkraiburg. Am Dienstag um 20 Uhr kommt es nun am Memminger Hühnerberg zum absoluten Showdown um den Finaleinzug.

Der Heimspielerfolg am Freitag

Memmingen (mfr). Der ECDC Memmingen hat sein Heimspiel gegen den EHC Waldkraiburg am Freitag mit 4:3 für sich entscheiden können. Die Indians setzten sich am Ende knapp durch und brauchten damit nur noch einen Sieg, um in das Finale einzuziehen.

Über 1500 Zuschauer sahen die Tore von Milan Pfalzer, Patrik Beck, Kirils Galoha und Gregor Kubail, die schlussendlich zum Erfolg führten.

Unter anderem ohne Eddy Rinke-Leitans, Timo Schirrmacher sowie die Förderlizenzspieler Lillich und Koziol gingen die Indians in die Partie gegen den Ligakonkurrenten aus Waldkraiburg. Die Gäste, die im Viertelfinale den TSV Peißenberg glatt ausschalten konnten, kamen gut in die Partie, den ersten Treffer aber erzielten die Indians.

Nach einem guten Angriff der dritten Sturmformation konnte Milan Pfalzer den Puck mit der Rückhand im Tor unterbringen und brachte sein Team in Führung (7.). In Überzahl legten die Memminger dann nach: Kurz vor Ablauf der Strafe zog Patrik Beck trocken ab und überwand Gästegoalie Sertl rund fünf Minuten vor der ersten Pause.

Im zweiten Abschnitt dann ein perfekter Start der Memminger. Nach nur einer guten halben Minute war Kirils Galoha, nach Zuspiel von Miettinen und Huhn, erfolgreich und sorgte so für eine vermeintliche Vorentscheidung.

Die Indians verwalteten das Ergebnis und die Gäste erweckten vorerst nicht den Eindruck, als hätten sie hier noch viel entgegenzusetzen. So gestaltete sich das Mitteldrittel eher ereignisarm, lediglich einige Strafminuten gegen Ende erhitzten die Gemüter etwas.

Der Schlussabschnitt hatte für die gut 1500 Zuschauer dann wieder einiges zu bieten. Aus Sicht der Indians-Fans hätte man aber wohl gut und gerne auf die Ereignisse verzichten können. Ab der 47. Minute nämlich kamen die Löwen noch einmal auf.

Besonders einer schien mit dem Ergebnis so gar nicht zufrieden zu sein: Kontingentstürmer Tomas Rousek, der bereits gegen Peißenberg glänzen konnte, schaffte es, innerhalb von rund sechs Minuten einen lupenreinen Hattrick zu schnüren.

Die Indians waren zu dieser Zeit viel zu passiv und wohl bereits im „Schongang“ unterwegs, die Löwen ihrerseits wussten dies auszunutzen und glichen bis zur 53. Minute das Spiel wieder aus. Als dann ein Schuss der Gäste an den Pfosten ging und beinahe der erste Rückstand der Partie eingetroffen wäre, fasste sich die starke dritte Reihe der Hausherren ein Herz und erlöste die zahlreichen Zuschauer am Hühnerberg.

Ein Konter über Jan Kouba und Milan Pfalzer wurde mustergültig zu Ende gespielt, so dass Gregor Kubail am Ende zum 4:3 verwerten konnte. Der Sturmlauf der Löwen war damit gebremst, die Indians spielten die restlichen Minuten wieder etwas sicherer und schafften es so, den knappen Sieg einzufahren.

Knappe Niederlage nach Overtime in Waldkraiburg

Am Dienstag (20 Uhr) kommt es am Memminger Hühnerberg zum absoluten Showdown um den Finaleinzug. Nachdem die Indians am Sonntagabend eine äußerst knappe Niederlage nach Verlängerung in Waldkraiburg hinnehmen mussten, müssen sie nun ein drittes und alles entscheidendes Spiel absolvieren. Der Vorverkauf läuft bereits, auch an der Abendkasse werden ausreichend Karten erhältlich sein.

Einen Sieg vom Finale entfernt waren die Indians nach dem Sieg im Freitagsspiel gegen die Löwen aus Waldkraiburg und auch am Sonntag ging es vielversprechend los: Jan Benda erzielte in der 15. Minute die Führung für die Indians in Überzahl.

Die Indians hatten weiter gute Chancen, Löwen-Goalie Korbinian Sertl reagierte aber mehrere Male sensationell und bewahrte seine Mannschaft wiederholt vor einem höheren Rückstand. Doch die Hausherren kamen auch zu Möglichkeiten, kurz vor der zweiten Pause nutzten sie eine dieser Chancen zum Ausgleich und sorgten somit für ein spannendes letztes Drittel.

Die letzten zwanzig Minuten waren dann hart umkämpft, erneut hatten die Indians ein Chancenplus, brachten den Puck aber nicht an Sertl vorbei.

Mit dem Spielstand von 1:1 ging es dann in die Verlängerung, welche über den Sieger bestimmen sollte. In der Overtime hatten die Löwen das glücklichere Ende für sich, Trox verwertete nach rund 90 Sekunden einen Abpraller und sorgte mit seinem Nachschuss ins Tor für den Löwen-Sieg.

Entscheidendes drittes Spiel um den Finaleinzug am Hühnerberg

Damit kommt es am Dienstag zum absoluten Showdown am Hühnerberg. Um 20 Uhr steigt das entscheidende Spiel um den Finaleinzug in Memmingen.

Die Indians wollen alles daran setzen das Endspiel zu erreichen, winkt dort doch ein mögliches Derby gegen den EV Lindau, der am Dienstag ebenfalls noch einmal in Höchstadt ranmuss. Bei einer Niederlage wäre die Saison der Maustädter abrupt beendet, „siegen oder fliegen“ lautet nun die Devise.

Karten sind an allen Vorverkaufsstellen erhältlich, auch an der Abendkasse wird es Tickets in sämtlichen Kategorien geben.

16.03.2018 ECDC Memmingen – EHC Waldkraiburg 4:3 (2:0/1:0/1:3)

Tore:
1:0 (07.) Pfalzer (Kubail, Kouba),
2:0 (15.) Beck (Pokovic, Benda, 5-4),
3:0 (21.) Galoha (Miettinen, Huhn),
3:1 (47.) Rousek (Kanzelsberger, Wagner),
3:2 (51.) Rousek (Wagner, Norris),
3:3 (53.) Rousek (Kanzelsberger),
4:3 (54.) Kubail (Pfalzer, Kouba)

Strafminuten: Memmingen 8 – Waldkraiburg 12
Zuschauer: 1506

18.03.2018 EHC Waldkraiburg – ECDC Memmingen 2:1 n.V. (0:1/1:0/0:0/1:0)

Tore:
0:1 (15.) Benda (Piskor, Stotz, 5-4),
1:1 (39.) Guft-Sokolov (Norris, Wagner),
2:1 (62.) Trox (Norris)

Strafminuten: Waldkraiburg 8 – Memmingen 6.

Fotos:
Bilder 1, 4 und Titelbild: aus eigener Quelle (Christine Hassler)
Bilder 2 & 3: Fotocredit: Alwin Zwibel.

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