Antrag auf Erwerb der Kramerzunft und Ausbau als Ausstellungsort für die Menschenrechte

20. März 2018 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Als Stadtrat und Vorsitzender des Kuratoriums Memminger Freiheitspreis 1525 stellte MdL a.D., Herbert Müller, unlängst den Antrag an die Stadt, die Kramerzunft am Weinmarkt zu erwerben. Als Ort der Abfassung der 12 Bauernartikel 1525 und zugleich Ort der ersten parlamentarischen Versammlung solle dieser historisch bedeutsame Ort zum öffentlicher Ausstellungsort für dieses einzigartige geschichtliche Ereignis eingerichtet werden.

Bereits vor mehreren Jahren hatte Herbert Müller im Namen des Kuratoriums „Memminger Freiheitspreis 1525“, dem damaligen Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger den Vorschlag gemacht, die Kramerzunft seitens der Stadt zu erwerben.

Die Kramerzunftstube, der Ort der Abfassung der 12 Bauernartikel 1525, zugleich der Ort der ersten parlamentarischen Versammlung, solle in den Besitz der Stadt Memmingen übergehen, und zu einem Museum für dieses einzigartige geschichtliche Ereignis eingerichtet werden, fordert er in seinem Antrag an Oberbürgermeister Manfred Schilder.

Wichtiger Ort geschichtlichen Erbes als öffentliches Museum

In der ehemaligen Memminger Kramerzunftstube am Weinmarkt 15 ist momentan die Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft beheimatet. Hier müsse natürlich ein Weg gefunden werden, sich mit der Kreishandwerkerschaft als die Besitzerin und Nutzerin dieses Hauses vernünftig zu einigen.

Denn gerade die Sanierung des Hauses und der teilweise Erhalt und die Restaurierung der Räumlichkeiten, in denen 1525 dieses bedeutsame Ereignis stattfand, sei als eine große Leistung der Kreishandwerkerschaft zu würdigen.

Bisherige Gespräche mit mehreren Vertretern der Kreishandwerkerschaft hätten zumindest keine generell ablehnende Reaktion gezeigt.

Man solle alles unternehmen, dieses Haus, in dem Geschichte erlebbar sei, welche Deutschland und Europa wesentlich mitgeprägt habe, öffentlich zugänglich zu machen. Exponate aus ganz Süddeutschland könnten dort ihren würdigen Platz finden, so Herbert Müller in seiner Begründung.

Die Idee, die 12 Bauernartikel in das Weltkulturerbe der UNESCO aufzunehmen, wie es der Abgeordnete und Kuratoriumsmitglied Klaus Holetschek vorgeschlagen habe, finde er sehr interessant. Er sei davon überzeugt, dass nur eine angemessene Würdigung und Nutzung der Geburtsstätte der Abfassung der 12 Bauernartikel eine wichtige Voraussetzung der Verwirklichung dieser Idee wäre.

Der Kauf des Hauses Kramerzunft durch die Stadt, der notwendige Umbau und vor allem die Errichtung eines Museums für die 12 Bauernartikel, wäre seiner Ansicht nach dazu der geeignete Schritt.

„Zum 500sten Jubiläum wäre schön“

„Im Jahr 2025 jährt sich dieses Ereignis zum 500.sten Mal. Es wäre schön, wenn bis dahin das Museum eröffnet werden könnte“, so der Stadtrat und Vorsitzende des Kuratoriums Memminger Freiheitspreis 1525.

Auch sieht Herbert Müller gute Chancen, Abgeordnete aus Bezirk, Land, Bund bis Europa für diese Aufgabe zu gewinnen und auch Fördergelder aus all diesen Ebenen denkbar seien.
„Freiheit und die Würde jedes Menschen, die das Hauptanliegen der 12 Bauernartikel waren, reichen bis in unsere Zeit und in die Zukunft. Diese Werte sind unveräußerlich. Das ist die Einmaligkeit der Bauernartikel“.

Es wäre schön, dass Menschen, die Memmingen zukünftig besuchen wollen, dann auch einen Ort in der Stadt ansteuern können, wo dieses Ereignis eine Heimstatt in angemessener Weise und am Ort des Geschehens 1525 finde. Diese Chance für die Stadt, „vielleicht sogar Verpflichtung“, solle nicht ausgelassen werden und auch auf Hinweistafeln an den Autobahnen um Memmingen solle darauf hingewiesen werden, so Herbert Müller abschließend in seinem Antrag.

Foto:
Die Kramerzunft am Weinmarkt.
Foto aus eigener Quelle.

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