Eishockey Frauen-Länderspiel in Memmingen: Lanzl, Delarbre und Zorn treffen für die Nationalmannschaft

3. April 2018 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Die Eishockey Frauen-Nationalmannschaft konnte sich am Samstag vor Ostern in der Memminger Eishalle am Hühnerberg vor rund 230 Zuschauern mit 3:1 (1:0; 1:1; 1:0) gegen Ungarn durchsetzen. Fünf Spielerinnen des Memminger Indians-Teams waren mit am Start. Am Ostermontag (02.04.) sowie am heutigen Dienstag (03.04.) trafen die DEB-Frauen zum Saisonabschluss in Besançon auf Gastgeber Frankreich.

Es war eine tolle und fast feierliche Atmosphäre in der Memminger Eissporthalle, als sich die beiden Nationalmannschaften aus Deutschlang und Ungarn zur jeweiligen Hymne aufstellten. Zum Anfeuern des deutschen Teams erschienen sogar einige treue Eishockey-Fans aus dem Maustadt-Clan mitsamt ihrer Trommel.

Im deutschen Kader standen vom Gastgeber und diesjährigen Doublesieger ECDC Memmingen Indians die Verteidigerinnen Carina Strobel und Franziska Brendel, dazu die drei Offensivkräfte Manuela Anwander, Nicola Eisenschmid und Marie Delarbre. Krankheitsbedingt passen musste Daria Gleißner.

Die Mannschaft von Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker bestimmte von Beginn an das Geschehen auf dem Eis. Schon in der zweiten Minute bot sich die Chance zur deutschen Führung: Laura Kluge setze sich auf der linken Seite durch und bediente Manuela Anwander vor dem gegnerischen Tor, doch eine ungarische Verteidigerin spitzelte in letzter Sekunde die Scheibe aus der Gefahrenzone.

Es folgte ein gutes Überzahlspiel der Deutschen, doch Aiko Nehmet im Kasten der Gäste konnte zunächst nicht überwunden werden. Das sollte sich ändern, als die DEB-Auswahl eine Unterzahlsituation überstehen musste. Wieder setzte sich Laura Kluge durch und passte auf die mitgelaufene Andrea Lanzl, die zur deutschen Führung nur noch den Schläger hinhalten musste.

Im Mittelabschnitt erhöhten die Ungarinnen den Druck und kamen zu mehr Chancen. Zunächst konnte Jule Flöten im deutschen Tor bei zwei Alleingängen noch den Ausgleich verhindern. Eine Überzahlsituation nutzen die Gäste dann aber, wenn auch sehr glücklich, zum Ausgleich. Ein Pass vor das deutsche Tor prallte vom Schläger der eigenen Verteidigerin unhaltbar in die eigenen Maschen ab.

Die deutschen Frauen ließen sich davon freilich nicht beeindrucken und gingen nur zwei Minuten später wieder in Führung. Anna-Maria Nickisch bediente Franziska Feldmeier, die auf Lokalmatadorin Marie Delarbre auflegte und zum 2:1 verwandelte. Ab der 30.Minute wechselte für Flötgen die Indians-Torhüterin Franziska Albl ins deutsche Tor.

Gleich zu Beginn des letzten Drittels scheiterte Kapitänin Julia Zorn zweimal ganz knapp vor dem ungarischen Tor. Im Überzahlspiel (45.) glückte ihr dann doch der Treffer. Mit einem schönen Schuss von der blauen Linie überwand sie die ungarische Torfrau zum 3:1-Endstand.

Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker: „Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gezeigt. Die Mannschaft hat sich über 60 Minuten an den Spielplan gehalten. Ziel war es den Puck konsequent nach vorne zu bringen und den Torabschluss zu suchen. Für die zwei anstehenden Spiele gegen Frankreich werden wir versuchen diese Leistung zu konservieren und zu steigern.“

Positive Bilanz nach dem Saisonabschluss in Besançon, Frankreich

Nach dem Spiel gegen Ungarn in der Memminger Eissporthalle ging es direkt weiter nach Frankreich. Dort konnte die Frauen-Nationalmannschaft beim Hinspiel am Ostermontag die französische Mannschaft noch mit einem deutlichen 5:2 vom Eis schicken und einen Sieg einfahren. Im Rückspiel am Dienstag hatten sie jedoch mit 3:4 (1:3; 1:1; 1:0) das Nachsehen.

Benjamin Hinterstocker, Frauen-Bundestrainer zieht dennoch eine positive Bilanz: „Die Mannschaft hat heute zum dritten Mal in vier Tagen eine sehr solide Leistung gezeigt. Die drei erzielten Tore haben letztendlich nicht zum Sieg gereicht. Zusammenfassend können wir auf eine erfolgreiche Länderspielsaison zurückblicken.“

Julia Zorn, Team-Kapitän der Nationalmannschaft: “Das Ziel viele Tore zu schießen ist uns in den letzten drei Spielen mit insgesamt elf Toren gut gelungen, doch diese reichten letztendlich nur für zwei Siege. Auf das starke Überzahl und Unterzahlspiel kann jedoch in der nächsten Saison gut aufgebaut werden. Die ersten Weichen für die Weltmeisterschaft in Finnland sind jetzt gestellt, nun gilt es weiterhin an der Feinabstimmung zu arbeiten.“

Fotos:

Bild 3, 4 & 5: zeigen drei Torjägerinnen der fünf Spielerinnen aus dem Memminger Indians-Team Marie Delarbre, Nicola Eisenschmid und Manuela Anwander.
Fotos aus eigener Quelle (Christine Hassler).

Ein Album vom Spiel und diesem verdienten Sieg der deutschen Nationalmannschaft mit den fünf Spielerinnen aus dem Memminger Team gibt es auf unserer Facebookseite.

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