„Players win games, Teamwork wins Championships“

3. April 2018 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Im Rahmen eines ehrenden Empfangs im Memminger Rathaus hat Oberbürgermeister Manfred Schilder die großartigen Erfolge der Fraueneishockeymannschaft des ECDC Memmingen gewürdigt. Als amtierender deutscher Meister und DEB-Pokalsieger sei das Team „ein Aushängeschild der Sportstadt Memmingen“ und beeindruckend die Zahlen und Fakten ihrer Erfolgssaison.

Zu einer „beeindruckenden Spielzeit“ gratulierte Oberbürgermeister Manfred Schilder den Spielerinnen der Indians und deren Trainern, Manager und Helfer. „Neben der nahezu maximalen Ausbeute an gewonnenen Spielen und Punkten waren auch viele Spielerinnen des ECDC in den verschiedensten Statistiken führend“, wusste der Sportfan, der auch selbst das ein oder andere Spiel live im Stadion am Hühnerberg verfolgt hat.

Zahlen, die für sich sprechen

Von 28 Spielen haben die Memmingerinnen 27 gewonnen, 82 von 84 möglichen Punkten geholt und nur ein Spiel in der Overtime abgegeben. Der Abstand der Indians auf den Tabellenzweiten Planegg beträgt ganze 13 Punkte, auf den dritten Ingolstadt sogar 21 Zähler.

Dazu haben die Allgäuerinnen die meisten Treffer aller Mannschaften erzielt (182) und die wenigsten Gegentreffer bekommen (38). Dazu kommen das beste Powerplay (36 Tore) und ein bemerkenswertes Penalty Killing: nur acht Gegentore kassierten die Indians in Unterzahl, erzielten selber aber „short-handed“ (in Unterzahl) neun Tore.

Unter den sechs Topscorern der Liga sind drei Indians Stürmerinnen: Taylor Day (89 Punkte), Marie Delarbre (68) und Sonja Weidenfelder (52). Auch die Indians Torhüterinnen Emma Schweiger (1,56 Gegentreffer pro Spiel) und Saskia Serbest (0,94) belegen in ihrer Statistik die beiden Topplätze.

Dazu halten die Memmingerinnen mit über 2600 auch den besten Zuschauerzuspruch der Liga, wenngleich die Besucherzahlen pro Spiel auch in Memmingen in keinem Verhältnis stehen zur gezeigten Leistung der Spielerinnen. Dennoch könne diese für Fraueneishockey überdurchschnittlich hohe Zuschauerzahl bereits als ein Zeichen von Wertschätzung gedeutet werden.

Zwei von drei möglichen Pokalen und 2. Platz beim dritten Pokal

Von drei möglichen Pokalen, dem Deutschen Meister, dem DEB-Pokal (Deutscher Eishockey-Pokal der Frauen) und dem EWHL-Pokal (Elite Women’s Hockey League, eine multinationale Fraueneishockeyliga, mit mitteleuropäischen Teilnehmerländern) gewannen die Indians Frauen die beiden ersten und belegten den 2. Platz im EWHL-Pokal.

Die errungenen Erfolge seien laut Schilder das Ergebnis des langjährigen und hartnäckigen Engagements aller beteiligten Akteure. Insbesondere hob der Oberbürgermeister dabei den ehemaligen Spieler und jetzigen Trainer der Frauenmannschaft Werner Tenschert sowie Teammanager Peter Gemsjäger als „Vater, Mentor und Motor des Frauen-Eishockeys in Memmingen“ hervor.

Insgesamt sei die Mannschaft eine hervorragende „Botschafterin, welche die Stadt Memmingen in Deutschland und sogar in Europa bekannt macht“.

Als Dankeschön für die Einladung in das Rathaus schenkte das ECDC Indians Frauen Team Oberbürgermeister Manfred Schilder ein personalisiertes Fantrikot mit seinem Namen, welches der sportbegeisterte Rathauschef prompt ausprobierte.

Harte Arbeit und toller Zusammenhalt

Teammanager Peter Gemsjäger hob hervor, dass die Erfolge und das kontinuierlich hohe Niveau das Ergebnis von harter Arbeit und des tollen Zusammenhalts innerhalb der Mannschaft seien. Die bemerkenswerte Trainingsbeteiligung der hoch motovierten Spielerinnen sei überragend gewesen und verdiene größte Anerkennung.

Anerkennung und Dank verdiene auch die Unterstützung der Eltern, Freunde, Crews, Ordner und Sponsoren, ohne die es nicht möglich wäre, auf so hohem Niveau zu spielen, betonte der Teammanager.

Dennoch müssten die Frauen des ECDC Memmingen im Gegensatz zum ersten Männer-Team einen nicht unerheblichen Anteil an den Kosten für Equipment und Fahrten bis ans andere Ende Deutschlands und andere Europäische Länder selbst tragen, sensibilisierte der Teammanager.

Als sehr positiv sieht er die Aufwertung der Eissporthalle am Hühnerberg, die sie zu einer der schönsten Eishallen Deutschlands gemacht habe und nun auch Länderspiele zuließe, betonte er und dankte der Stadt Memmingen für die Unterstützung auch bei der Bandenerneuerung.

Bitte an die Stadt: eigene Kabinen für Frauen und Mädchen

Eine Bitte jedoch richtete er an die Stadt: Es sei ihr sehnlichster Wunsch, dass Mädchen und Frauen eine eigene Kabine erhielten und sich nicht die Mädchen im Nachwuchs in den Schiedsrichterkabinen umziehen und drängen müssen, zudem sei es so nicht konform mit dem Jugendschutzgesetz, erinnerte er.

„Ihr könnt stolz darauf sein!“

„Ich bin stolz, euer Trainer sein zu dürfen“, würdigte Trainer Werner Tenschert die Leistung seiner Schützlinge: 82 von 84 möglichen Punkten zu erzielen habe nichts mit Glück zu tun. In diesem Jahr habe sein Team eine Dominanz entwickelt, die nicht von ungefähr komme und die Arbeit bestätige, die hier geleistet werde. „Ihr könnt stolz darauf sein!“ betonte Trainer Werner Tenschert an sein Team gerichtet.

„Players win games, Teamwork wins Championships“

Die stellvertretende Kapitänin Lena Kartheininger verriet das Erfolgsrezept der Mannschaft, das durch gute „Chefköche“ – Manager, Trainer und Betreuer – aus der perfekten Abstimmung der einzelnen Spielerinnen „als Zutaten“ ein perfektes „Gericht“ mache.

Die perfekte Würze dazu gebe der starke Zusammenhalt des Teams: „Players win games, Teamwork wins Championships“, so Lena Kartheininger stellvertretend für ihr Team unter großem Applaus und dankte allen „Köchen und Chefköchen“, wie auch den Eltern und Angehörigen, die sich bei den Spielen um die Bewirtung und die Kasse kümmern.

„Geht es noch besser?“

Diese Frage, die Oberbürgermeister Manfred Schilder im Vorfeld stellte, beantwortete Lena Kartheininger: Ein Ziel gibt es noch zu erreichen, nämlich das Triple der Pokale: den Deutschen Meister, dem DEB-Pokal und den europäischen EWHL-Pokal.

Ein Ziel muss man schließlich haben, so die selbstbewusste Verteidigerin und dies sei ihr erklärtes Ziel für die nächste Saison, wofür wir dem gesamten Team alles Gute und viel Unterstützung wünschen. Hut ab! Und weiter so! 😉

Fotos:

Bild 1: Mit den Spielerinnen des ECDC Memmingen freuen sich über deren Erfolge (vordere Reihe von links): Fraktionsvorsitzender Matthias Reßler, Landtagsabgeordneter Klaus Holetschek, Oberbürgermeister Manfred Schilder, Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger, Bezirksrätin Petra Beer, Sportreferent Prof. Dr. Josef Schwarz und Fraktionsvorsitzender Wolfgang Courage (ganz vorne).

In der letzten Reihe: Trainer Werner Tenschert (Mitte) und Teammanager Peter Gemsjäger (rechts).

In der Mitte die erfolgreichen Spielerinnen: Saskia Serbest , Emma Schweiger, Vanessa Muschik, Daniela Kolbeck, Franziska Brendel, Carina Strobel, Tiana Rehder, Daria Gleissner, Mandy Dibowski, Lena Kartheininger, Sabina Kaiser, Katharina Ott, Manuela Anwander, Antonia Jekel, Nicola Eisenschmid, Antje Sabautzki, Marina Swikull, Sonja Weidenfelder, Julia Seitz, Nadine Schattner, Taylor Day, Marie Delarbre, Lena Schurr, Ronja Hark, Anna-Lena Niewollik.

Bild 2: Zwei von drei möglichen Pokalen haben die Mädels des ECDC Memmingen in die Maustadt gebracht und beim dritten Pokal den zweiten Platz gemacht.

Bild 3: (v. li.): Trainer Werner Tenschert, Teammanager Peter Gemsjäger und die stellvertretende Kapitänin Lena Kartheininger.

Bild 4: Oberbürgermeister Manfred Schilder erhält von Teammanager Peter Gemsjäger ein personalisiertes Trikot als Dankeschön.

Fotoquelle Bilder 2-4: aus eigener Quelle (Christine Hassler)

Bild 1 (und Titelbild): Fotoquelle: Florian Schubert / Pressestelle Stadt Memmingen.

Ein Mini-Album von der Ehrung der Indians-Mädels gibt es auf unserer Facebookseite.

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