Vierge feiert in Argentinien ein fantastisches Podium für Intact GP

9. April 2018 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Xavi Vierge stürmte in Termas (Argentinien) für den Memminger Rennstall Intact GP von der Pole-Position auf den unglaublichen zweiten Platz. Marcel Schrötter zeigte ebenfalls ein starkes Rennen und nach einer tollen Aufholjagd überquerte er als Zehnter die Ziellinie. „Ich bin absolut happy!“, freute sich Teammanager Jürgen Lingg nach dem Rennen.

Nachdem es die ganze Nacht durchgeregnet hatte und das Warm-Up am Sonntagmorgen noch bei komplett nassen Bedingungen stattfand, konnte der Argentinien Grand Prix später schließlich als Trockenrennen gestartet werden.

Xavi Vierge sicherte am Samstag für seinen 44. Grand-Prix-Start erstmals eine Pole-Position. Im 23-Runden-Krimi von Termas de Rio Hondo am Sonntag kämpfte der Spanier entschlossen ums Podium und jubelte am Ende über den zweiten Platz.

Xavi startete sehr gut und führte das Moto2-Feld durch die ersten Kurven und rutschte in den drauffolgenden Runden auf den vierten Platz. Nach einer Berührung mit Lorenzo Baldassarri musste Xavi einen ziemlich heftigen Rutscher abfangen und verlor daraufhin den Anschluss nach vorn.

Doch fünf Runden vor Schluss hatte er als zu diesem Zeitpunkt Schnellster auf der Rennstrecke, wieder aufgeholt und befand sich auf Podiums-Kurs. Als er an Miguel Oliveira vorbei auf den zweiten Rang zog, setzte er den Führenden Mattia Pasini unter Druck und verpasste den Sieg nur ganz knapp.

An Bord seiner Intact GP-Kalex holte Marcel Schrötter im Argentinien GP ganze zehn Plätze auf. Nachdem er in Termas die vergangenen Tage auf keine Grünen Zweig kam, konnte der 25-Jährige bereits im Warm-UP auf Position acht einen guten Schritt nach vorne gemacht.

Beim Start schnellte Marcel von Platz 20 direkt auf den 14. Platz und kämpfte im weiteren Verlauf in der Verfolgergruppe mit Bagnaia und führte harte Duelle mit Lecuona, aus denen er schließlich als Gewinner hervorging. Mit einem zehnten Platz betrieb er Schadensbegrenzung eines schwierigen Wochenendes und behauptete seinen siebten WM-Rang.

Dank des zweiten Podiums seiner GP-Karriere kassierte Xavi Vierge 20 Punkte ein und stieg auf den vierten WM-Rang. Mit weiteren sechs Punkten von Marcel Schrötter übernahm das Dynavolt Intact GP-Team die Führung in der Moto2-Team-Wertung.

Nach einer Woche Pause wird die WM 2018 vom 20. bis 22. April in Austin/Texas fortgeführt.

Rennergebnisse

1. Mattia PASINI / ITA / KALEX
2. Xavi VIERGE / SPA / KALEX
3. Miguel OLIVEIRA / POR / KTM
10. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX

WUP

1. Luca MARINI / ITA / KALEX – 1’55.481
2. Hector BARBERA / SPA / KALEX – 1’55.652 (+0.171)
3. Lorenzo BALDASSARRI / ITA / KALEX – 1’55.843 (+0.362)
4. Xavi VIERGE / SPA / KALEX – 1’55.940 (+0.459)
8. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX – 1’56.309 (+0.828)

World Standing

1. PASINI Mattia / ITA / 38
2. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 33
3. BAGNAIA Francesco / ITA / 32
4. VIERGE Xavi / SPA / 28
5. OLIVEIRA Miguel / POR / 27
6. MARQUEZ Alex / SPA / 27
7. SCHROTTER Marcel / GER / 15
8. GARDNER Remy / AUS / 14
9. MIR Joan / SPA / 14
10. BINDER Brad / RSA / 10
11. AEGERTER Dominique / SWI / 9
12. MARINI Luca / ITA / 7
13. NAVARRO Jorge / SPA / 6
14. LECUONA Iker / SPA / 5
15. KENT Danny / GBR / 4

Kommentare aus dem Team

Xavi Vierge (Platz 2)

„Ich bin überglücklich mit der Pole-Position und einem Podestplatz hier in Argentinien. Ich denke, wir haben unter diesen schwierigen Bedingungen gute Arbeit geleistet. Ich habe innerhalb der ersten Runden einen Fehler gemacht und komplett den Anschluss zur Spitzengruppe verloren. Dann habe ich versucht, schneller zu fahren und sie wieder einzuholen. Aber es war schwierig, weil ich in den letzten zwei Kurven im Vergleich zu ihnen immer verloren habe. Letztendlich habe ich es geschafft und als ich an Baldassari vorbei wollte, habe ich ihn leicht gestreift. Außerhalb der Ideallinie war es immer noch etwas feucht auf der Strecke und ich habe dann kurz die Kontrolle über das Motorrad verloren, aber glücklicherweise habe ich einen Sturz verhindern können. Es hat Spaß gemacht mit Mattia bis zur letzten Runde zu kämpfen. Ich habe alles versucht, um ihn zu überholen, aber heute war es einfach nicht möglich. Diese zweite Position ist sehr gut und ich möchte meinem Team danken. Natürlich ist es unser Ziel, auch in Zukunft solche Ergebnisse einzufahren und weiterhin mit den Besten zu kämpfen.“

Marcel Schrötter (Platz 10)

„Ich bin mit dem Rennen nicht hundertprozentig zufrieden. Ich habe zwar zehn Positionen gut gemacht, aber letztlich war es mehr Schadensbegrenzung. Ich hoffe, dass dieses Wochenende eine Ausnahme war. Es war einfach so kompliziert und es ist wirklich gar nichts rund gelaufen. Wenn man bei solchen Verhältnissen von Position zwanzig losfährt, ist das oft noch schwieriger. Man kann da nicht irgendwo reinstechen, weil die Innenlinie noch feucht ist. Ich bin aggressiv gefahren und so muss ich generell die Rennen öfter angehen. Vom Speed her hätte ich die Gruppe vor mir einholen können, leider waren die, als ich auf die Position elf vorgefahren bin, schon zu weit weg. Lecuona hat mich immer wieder attackiert und als ich vorn war, bin ich dadurch nicht richtig weggekommen. Durch seine Überholversuche sind wir rund eine Sekunde langsamer gefahren. Zum Schluss ist Bagnaia durchgerutscht und wir haben uns danach weiterhin bekämpft. Ich konnte mich zwar vorne halten, habe mich auch Bagnaia wieder angenähert, aber dann war das Rennen auch schon vorbei. Ich bin natürlich enttäuscht, aber wir haben immerhin noch Punkte mitgenommen und das war wichtig. Wir müssen aus diesem Wochenende lernen und in Austin wieder angreifen. Ich möchte meinem Team danken, denn das war sicherlich auch für sie kein leichtes Wochenende. Alle stehen immer hinter mir, motivieren mich und ich möchte auch Xavi gratulieren. Er hat ein super Wochenende erwischt und ich hoffe, dass wir das nächste Mal auch wieder vorn mit dabei sind.“

Jürgen Lingg, Teammanager

„Ich bin absolut happy. Pole-Position und ein zweiter Platz im Rennen. Xavi ist nur knapp am Sieg vorbei geschrammt, aber wir haben jetzt den ersten Platz in der Team-Wertung. Ich denke, so kann es weitergehen. Diese Saison wird sicherlich noch ganz spannend. Auch Marcel ist ein gutes Rennen gefahren von seiner Position aus. Das war Schadensbegrenzung und das hat uns jetzt eben auch in der Team-Wertung nach ganz vorn gebracht. Wir werden jetzt schauen, was wir in Zukunft noch besser machen können und dann hoffen wir natürlich auf einen baldigen Sieg. In Austin fangen wir wieder bei null an, aber wir gehen natürlich mit einem guten Gefühl nach Texas. Auch da werden wir wieder alles geben.“

Fotos: © IntactGP

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