Ich bin dann mal weg

4. Juni 2018 von Christine Hassler - 6 Comments

So, liebe Leserinnen und Leser, das war es nun mit Memmingen-sind-wir in dieser Form und in diesem Ausmaß. Aus Gründen einer bisher mangelnden Rentabilität wird es nun große Veränderungen geben auf diesem Portal, worauf ich Sie hiermit vorbereiten möchte.

Von einer ambitionierten Idee und dem Glauben an eine Sache bis zu einem Punkt, an dem Idealismus sich in ein rentables Unterfangen verwandelt, ist es oft ein weiter Weg und nicht immer führt er zum Ziel, vor allem, wenn man diesen Weg alleine schaffen soll.

Doch ging ich davon aus, dass sich Mitstreiter anschließen würden und sich zudem mehr lokale Werbekunden angesprochen fühlen, die das Potential eines solchen rein lokal ausgerichteten Portals erkennen.

Viele hätten gerne mit daran gearbeitet, allerdings ohne jegliches Risiko, einige haben tatsächlich gelegentlich unterstützend mitgearbeitet, zum allergrößten Teil blieb es beim Ein-Frau-Betrieb und auch die Idee eines Zusammenschlusses mit einem anderen Medium blieb nicht realisierbar.

Mit viel Engagement und Herzblut habe ich dieses Portal nun zweidreiviertel Jahre lang ohne Urlaub, ohne auch nur einen ganzen freien Tag an den Wochenenden, und mit einer Frequenz, einem Maß an Inhalten und einer Zahl von Fotoalben betrieben, die auch routinierte Berufskolleginnen und -Kollegen zum Staunen brachten.

Doch leider ist das Potential und die Qualität dieses spezifisch lokal ausgerichteten Portals nicht erkannt worden und konnte sich als Ein-Frau-Betrieb in dieser Form bisher nicht zu einer rentablen Angelegenheit entwickeln.

Deshalb stand es an, einen Strich zu ziehen, um zu entscheiden, ob und wenn ja wie es weitergehen wird.

Die Antwort ist: ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, dass es vorerst in sehr reduziertem Maße weitergehen wird mit wenigen, herausgepickten Events oder Veranstaltungen, weniger textlichen Inhalten, weniger Themen… weniger von allem.

Und diesen neuen Abschnitt beginne ich damit, nichts zu tun.

Bzw. fast nichts: Ich werde ein paar Tage, eine Woche oder länger in die Berge fahren, um meinen Kopf frei zu bekommen, dann sehen wir weiter.

Bis dahin: Ihnen allen eine schöne Zeit,

„Ich bin dann mal weg.“

Ihre Christine Hassler.

6 Antworten zu “Ich bin dann mal weg”

  1. Liebe Frau Hassler,
    man spürt in Ihren Zeilen, das Ihnen dieser Schritt sehr schwer fällt. Ich wünsche Ihnen, das es für Sie der richtige Weg ist und bedanke mich für viele spannende Artikel und tolle Bilder. Ich würde mich freuen, wenn es in einem anderen Format weiter geht.

    Alles Gute Stefan Gutermann

    • Vielen Dank für Ihren freundlichen Kommentar und Ihre aufmunternden Worte! Das hat mich sehr gefreut! Ja, es fällt mir tatsächlich schwer: es ist ein bisschen wie mein Baby, das nicht wachsen wollte. Ausserdem war mein Plan, damit einen Beitrag zu leisten für diese schöne Stadt und werbetechnisch gerade für den Einzelhandel einen Online-Kanal zu bieten. Manche Dinge schafft man eben nicht allein. Schade, aber es ist wie es ist und von irgend etwas muss man schließlich leben. Beste Grüße, Christine Hassler

  2. Liebe Frau Hassler,

    schade, aber ich kann Ihren Schritt gut nachvollziehen. Eine kreative Idee … angestoßen in der Hoffnung, Unterstützung, Mitstreiter, Ideengeber …. zu finden … etwas gemeinsam bewegen .. nach vorne bringen … Mut und Kraft investieren bis an den Punkt, wo man/frau feststellen muss, dass man/frau überwiegend alleine schuften muss und langsam die Kräfte schwinden und auch die Einsicht…. Bedienungsmentalität und Kritikbereitschaft haben Hochkonjunktur und immer wieder begegnen dir welche, die von Bewunderung sprechen, dir auf die Schultern klopfen und dich bitten, unbedingt weiter zu machen …. selber aber keine Zeit und/oder keinen A…. in der Hose haben, dich auch nur ansatzweise zu unterstützen … Ich wünsche Ihnen eine kraftspendende Auszeit.

    • Besten Dank für Ihre mitfühlenden Worte. Ja, manche Dinge schafft man eben nicht allein, aber ich kann und möchte niemandem einen Vorwurf machen, denn ohne ein Restrisiko und eine Mitverantwortung für Mitarbeiter wäre es zumindest anfangs nicht gegangen und so manche, die gerne mitgemacht hätten, konnten dieses Restrisiko nicht eingehen, manche wollen nicht, oder können die Zeit nicht aufbringen, das muss man verstehen und respektieren. Beste Grüße, Christine Hassler

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