Führung auf den Turm und den Dachboden von St. Martin

Führungen auf den Turm von St. Martin werden täglich (einschließlich Sonntags) um 15:00 Uhr vom Türmer von St. Martin angeboten. – Sonderführungen für Gruppen (ab ca. 10 Personen) sind jederzeit nach Anmeldung im Evang. Luth. Dekanat Memmingen (Tel. 08331-856920) möglich.

Seit 20 Jahren ist der Turm von St. Martin wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.  Der Türmer führt Sie auf den fast 700 Jahre alten und knapp 65 Meter hohen Turm. Während des Aufstiegs erzählt er Ihnen etwas über die Geschichte des Turms, über die Glocken und das Leben der früheren Turmwächter.

St. Martinskirche Memmingen
St. Martinskirche Memmingen

Nach 240 Stufen in dem fast 600 Jahre alten Treppenhaus erreichen Sie das Turmstüble. Belohnt werden Sie dort für die Mühen des Aufstiegs mit einer traumhaften Aussicht über die Dächer der Altstadt von Memmingen und bei klarem Wetter auf die Alpen – von der Zugspitze bis zum Säntis.

Vor  einem Jahr wurde in den Obergeschoßen des Turms eine Ausstellung eröffnet, die Bilder von Memminger Malern aus dem 20. Jahrhundert zeigt,  Ansichten aus drei Jahrhunderten des Turmes und vom Turm auf die Stadt, sowie eine Sonnenuhr und ein liebevoll im Jugendstil  eingerichtetes Schlafzimmer der ehemaligen Turmwächter.

Treffpunkt: Eingang Zangmeisterstraße, 87700 Memmingen

Dachbodenführung

Nach ausgiebiger Sanierung wurde die Kirche St. Martin Anfang 2017 wieder eröffnet. Bei den Sanierungsarbeiten wurden die Dachböden zugänglich gemacht, was neben einem Blick auf das interessante Dachtragwerk, das hier durch verschiedene Stufen der Erweiterung der Kirche in einer Mischform auftritt, ein riesiges Wandgemälde an der Chrowand preisgab. Durch ein faserarmiertes Scheingewölbe war das Wandgemälde, das „Das jüngste Gericht“ darstellt, seit Jahrhunderten aus dem Blickfeld des Kircheninnenraumes verschwunden.

Bei der Dachbodenbesichtigung kann dieses riesige Gemälde aus dem Jahr 1588, das nach dem Vorbild des Holzschnittes von Albrecht Dürer wahrscheinlich vom Maler Kasper Sichelbein geschaffen wurde, nun besichtigt werden. Bei der Sanierung wurde es nicht übermalt, sondern nur gereinigt und zeigt so die ursprüngliche Farbgebung.

Der „Grüne Teufel“, eines der Memminger Wahrzeichen, welches sich am rechten unteren Bildrand des Gemäldes befand, wurde durch das Anbringen des Scheingewölbes um 1845 gänzlich verdeckt. Der größte Teil des Gemäldes, das sich an der Chorwand befindet, wurde jedoch wieder zugänglich gemacht.