Kreuzherrnsaal

Kontakt
Kreuzherrnsaal
Hallhof 5
87700 Memmingen

Kulturamt Memmingen
Ulmer Straße 19
87700 Memmingen
Tel.: +49 (0) 8331/850-131
E-Meil: kulturamt@memmingen.de
Webseite: www.memmingen.de/570.html

Besichtigungszeiten:
April bis Oktober,
Di. bis So. von 14:00 bis 17:00 Uhr
Sa. zusätzlich von 10:00 bis 12:30 Uhr

Führungen:
Im Rahmen einer Stadtführung buchbar

Kreuzherrnsaal Memmingen

Allgemeine Infos:
Der Kreuzherrnsaal gilt als eine echte Perle an der Oberschwäbischen Barockstraße,
mit Deckengewölbe und Fresken.

Ehemaliger Kirchenraum des Heilig Geist Klosters, spätbarocke Stuckdecke mit wertvollem Wessobrunner Stuck von Matthias Stiller und Fresken von Johann Friedrich Sichelbein.

Eingebunden in einen historischen Baukomplex, vereinigten sich über Jahrhunderte Klosternutzung und Spitalnutzung unter einem Dach. Stilelemente der Hochgotik und der Spätgotik sind mit dem frühen und späten Barock kombiniert. Geschaffen als zweischiffige Hallenkirche fasziniert der Saal auch 200 Jahre nach seiner Profanierung mit einem beeindruckenden Raumerlebnis.

Die ehemals gotische Spitalkirche wurde ab dem späten 17. Jh umfangreich barockisiert.  Noch heute können im ehemaligen Kirchenraum der wertvolle Wessobrunner Stuck von Matthias Stiller mit Girlanden, Muscheln und Akanthusblättern, sowie Fresken von Johann Friedrich Sichelbein bestaunt werden. Heute finden im Kreuzherrnsaal Ausstellungen und Konzerte statt, die in der festlichen Atmosphäre des Raumes besonders beeindruckend sind.

Kreuzherrnsaal Memmingen

Details zur Geschichte:

  • um 1210 Heilig-Geist-Spital in Memmingen, Gründung (Orden St. Spiritus de Roma in Saxia zur Armen- und Krankenpflege, die Memminger nannten sie „Kreuzherren“)
  • 1365 Trennung in Oberhospital (Kloster mit Kirche und einigen Räumen im OG) und Unterhospital („Dürftigenstube“/Spital im EG)
  • 1480-84 zweischiffiger, spätgotischer Kirchenbau durch Spitalmeister Andreas Aichelberger
  • 1531 allmähliche Verdrängung der Mönche durch die evangelische Reichsstadt
  • 1549 Rückgabe des Klosters an den Orden, Entschädigung
  • 1617 Turmbau durch Conrad Hölderlin
  • 1675-80 Aufstockung und barocke Umgestaltung des Klosters durch Spitalmeister Elias Bruggberger
  • 1709 Barockisierung der Kirche durch Matthias Stiller im Wessobrunner Stil, Fresken des Memminger Johann Friedrich Sichelbein. Auftraggeber: Spitalmeister Sigismund Teuffel
  • 1802 Säkularisation des Klosters (zuletzt 16 Patres, 2 Fratres, 3 Novizen)
  • 1822-24 Umwandlung der Kirche zur Lagerhalle des Hallamtes. Klassizistische Nordfassade
  • 1946/47 Umbau zum „Kreuzherrnsaal“. Dient nun Ausstellungen und Konzerten.
  • 1999-2003 Sanierung für die Sing- und Musikschule der Stadt Memmingen

Zum Flyer geht es hier.